10 Tipps an den CEO in Dir

by Lisa Baur

Meine Lektionen aus den ersten 10 Jahren Confare

Jubiläum: 10 Jahre Confare – Michael Ghezzo verrät uns im Blog 10 Tipps, die für den Erfolg des CEOs ausschlaggebend sind.

10 Jahre Confare ist eine tolle Gelegenheit sich zu fragen, was man denn daraus gelernt hat? Unsere Startup Phase war bewegt. Aus 4 Partnern sind 2 Unternehmen hervorgegangen und manche Wege haben sich getrennt. Inzwischen sind wir Marktführer in unseren Kernbereichen, Innovationsführer wenn es um die Kombination von Social Media und Event geht und Themenführer im Bereich IT Veranstaltungen. Hier also eine Auswahl meiner wichtigsten Erfahrungen mit der Bitte um Ergänzung, Bestätigung oder Widerspruch.

1. Persönlichkeit ist wichtiger als Professionalität.

Professionalität ist heute keine Differenzierung mehr. Im Gegenteil – professionell heißt ja nur, dass man Geld nimmt. Das hat nichts mit Leidenschaft oder Begeisterung zu tun, schon gar nicht mit Exzellenz. Der Profi wird immer versuchen, Standard zu liefern und dafür den besten Preis zu erzielen. Als wir mit Confare gestartet haben, war der Markt an Business Konferenzen schon sehr gut besetzt. Familienunternehmen, internationale Konzerne und gut etablierte Spezialisten waren am Start. Alle haben ihre Dienstleistungen höchst professionell angeboten. Im Bereich Social Media war da kaum jemand unterwegs. Facebook und Twitter galten als unprofessionell. Als wir mit dem Blog und einer regen Facebook Seite begonnen haben, war dies jedoch ein entscheidender Schritt, obwohl wir damals die Bedeutung dieser Ausrichtung noch nicht erkannt haben, das hat sich erst entwickelt, in dem wir unserer Persönlichkeit treu geblieben sind. Für diese Entscheidung gab es weder einen ROI noch eine Notwendigkeit.

2. Innovationen und Veränderungen sind entscheidend.

Wenn eine Veranstaltung sehr gut gelaufen ist, fragen wir uns schon am nächsten Tag, was wir beim nächsten Termin anders oder noch besser machen können. More of the same ist heute ein Erfolgskiller. Märkte sind gesättigt und nur in dem man Dinge anders macht als gewohnt, bleibt man für den Kunden relevant. Basis für Kreativität sind Quer- und vernetzt Denken, Diversity, Crossover und Mut.

3. Diversity ist ein entscheidender Faktor aber nicht leicht zu managen.

Unterschiedliche Sichtweisen können sehr bereichernd sein, vor allem in Zeiten, in denen man sich ständig neu erfinden muss. Man muss diese dann auch zulassen. Wer immer der Meinung ist, er wüsste selbst alles am besten, wird von dieser Quelle der Kreativität nicht profitieren. Auch Mitarbeiter, die unter Umständen nicht auf den ersten Blick ins Team passen, können eine tolle Ergänzung sein. Als Geschäftsführer muss ich nicht immer alles alleine wissen. Dadurch dass sich alle einbringen, haben wir ja einen viel breiteren Fundus an Ideen, als wenn alle Einfälle von mir kommen müssen.

4. Fehler passieren nur dort, wo gearbeitet wird. Aber man muss aus ihnen lernen.

Unsere Kunden und wir haben höchste Ansprüche an unsere Dienstleistungen. Doch Perfektion und Innovation sind selten ganz einfach zu kombinieren. Wenn meine Mitarbeiter nur mehr fehlerfrei sind, bedeutet das, dass sie sich keine neuen Herausforderungen vornehmen, sondern Business as usual verrichten. Auch wenn manchmal die Emotionen mit einem durchgehen, darf es kein Klima der Angst geben. Wer nicht die Möglichkeit hat, aus Fehlern zu lernen, wird auch nie besser werden. Wenn man aber nichts ändert, darf man sich auch nicht wundern, wenn das Ergebnis immer dasselbe bleibt. Wenn Dinge immer wieder schiefgehen, und man stellt sich der Veränderung nicht, dann ist das Wort dafür Sabotage.

5. Durchhaltevermögen ist eine entscheidende Fähigkeit des Unternehmers.

Das Unternehmerdasein ist nicht ein beständiges Bergauf, sondern mehr eine Berg und Talfahrt. Das muss man selbst durchhalten, und auch die Familie muss damit umgehen können. Finanziell und moralisch gilt es Krisen zu überstehen. Auch das Vertrauen der Hausbank des Unternehmens oder der Investoren kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden, wie wir unmittelbar nach der Gründung im Zuge der Wirtschaftskrise ab 2008 am eigenen Leib erfahren haben.

6. Manche Kunden kannst Du Dir nicht leisten.

Kennen Sie die? Jeder Preis ist ihnen zu hoch, jede Leistung zu wenig. Die Erwartungen sind hoch, die Bereitschaft, sich in der Partnerschaft, die eine Kundenbeziehung für uns darstellt, einzubringen ist gering. Bei solchen Kunden sagen wir lieber Nein – unser Ziel ist es ja, erfolgreiche Veranstaltungen und nicht unzufriedene Kunden zu produzieren.

7. Personalentscheidungen müssen schnell und konsequent getroffen werden.

Es hat sich überhaupt nicht bewährt, lange zu warten, wenn die Zusammenarbeit mit einem Mitarbeiter scheinbar nicht funktioniert hat. Die sogenannte „zweite Chance“ wirkt sich in der Regel nicht in einer besseren Zusammenarbeit aus, sondern führt nur dazu, dass die Enttäuschung auf beiden Seiten größer wird.

8. Nichts funktioniert von selbst – Machen ist entscheidend.

Abwarten auf bessere Zeiten ist keine Option. Wenn Dinge nicht funktionieren, muss man sie anders machen, oder etwas anderes machen. Auch in unserer aktuellen Stärke von 11 Mitarbeitern heißt es bei uns, „man sollte machen“ gilt nicht. Es gibt niemanden auf den man warten kann. Am besten, gleich selbst Hand anlegen.

9. Preise würfeln wir nicht, daher gibt es keinen Rabatt ohne Grund.

Preise hängen davon ab, was Kunden bereit sind zu zahlen und welche Kosten man bei der Produktion hat. Eine übermäßige Rabattpolitik bedeutet entweder, dass die Preise eines Anbieters unlauter sind, oder der Anbieter sich seiner Kostenstruktur nicht bewusst ist, und so langfristig nicht überleben wird. Daher sind bei uns Preise Fixpreise und Rabatte nur mit guten Gründen möglich.

10. Austausch und Networking sind entscheidend, aber manchmal muss man auch Nein sagen können.

Auch wenn Zeit ein knappes Gut ist, suche ich immer wieder das Gespräch mit Unternehmern, Gründern und Führungskräften. Meistens kann man was lernen, oder auch etwas beitragen. Daher gehe ich offen auf Menschen zu und stehe gerne mit Rat und Tat zur Seite. Beim Networking gilt, Geben ist seliger denn Nehmen – aber Nehmen gehört auch irgendwo dazu. Daher suche ich auch wieder Abstand, wenn eine Beziehung sich zu einseitig entwickelt. Wenn man sich zu sehr damit verausgabt, Gefallen zu tun, für die man nichts bekommt, kann das zum wirtschaftlichen Problem für das Unternehmen werden.

Unsere Veranstaltungen bieten die ideale Plattform zum Networking. Tauschen Sie sich mit hochkarätigen Experten und Branchenprofis aus. Die nächsten Termine:

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