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Behind the Badge mit Confare Swiss CIOAWARD Nominee Vidor Kapy – IT, die das Geschäft mitgestaltet

In der LinkedIn-Live-Reihe Behind the Badge sprach Vidor Kapy mit Michael Ghezzo über den Wandel der IT bei Bühler – weg vom klassischen Dienstleister hin zum aktiven Mitgestalter des Geschäftserfolgs. Seine Vision: Eine IT, die messbare Ergebnisse liefert, Wertschöpfung neu definiert und Kundenerlebnisse digital transformiert. Mit diesem Verständnis positioniert sich Kapy nicht nur als Innovator, sondern auch als starker Anwärter für den Confare Swiss CIOAWARD.
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Michael: Ich habe ja schon einen kleinen Einblick in deine Arbeit bekommen und da gibt es einiges, was ich gern mit unserer Community teilen möchte. Auf deinem Konferenz-Badge steht CIO der Bühler AG. Die Bühler AG kennt man ja nicht unbedingt aus dem Supermarktregal. Magst du uns kurz schildern, was ihr eigentlich macht?
Vidor: Sehr gerne. Uns gibt es seit 165 Jahren, wir kommen aus der Ostschweiz und haben uns auf Maschinen und Anlagen für die Herstellung von Nahrungsmitteln spezialisiert. Ob Mühlen, Frühstückszerealien, Pasta oder Schokolade – viele Menschen weltweit kommen täglich mit unseren Lösungen in Berührung. Wir sprechen von über zwei Milliarden Menschen, die wir täglich ernähren. Und auch im Non-Food-Bereich sind wir aktiv: etwa mit Druckgussanlagen für die Automobilbranche oder Glasbeschichtungsanlagen für die Batterieproduktion. Wir haben weltweit rund 14.000 Mitarbeitende.
Michael: Beeindruckend! Ihr habt auch übernommene Unternehmen wie Haas in Österreich integriert, richtig?
Vidor: Genau, Haas war ein Traditionsunternehmen in Leobendorf bei Wien, spezialisiert auf Waffelmaschinen. Die Übernahme war strategisch perfekt, da wir viele gemeinsame Kunden hatten. So konnten wir unsere Kompetenzen zusammenlegen.
Michael: Wenn man euch nicht kennt, weiss man gar nicht, wie stark ihr unseren Alltag beeinflusst. Welche Rolle spielt dabei Digitalisierung und IT?
Vidor: Eine sehr zentrale. Weder unsere internen Prozesse noch unsere Kundenlösungen funktionieren heute ohne Digitalisierung. Wir unterscheiden zwei Hauptbereiche: Einerseits die Digital Customer Experience – von Maschinensteuerungen bis hin zu E-Commerce und IoT-Plattformen wie Bühler Insights. Andererseits unsere internen Digital Business Excellence-Prozesse: global harmonisierte Applikationen, Daten und Infrastrukturen. Das Ziel: Standardisierung, danach Automatisierung – mit zunehmender Nutzung von AI und GenAI.
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Michael: Klingt nach einem gewaltigen Spannungsfeld. Wie siehst du deine Rolle als CIO in diesem Kontext?
Vidor: Als CIO bin ich kein Technikverliebter, sondern Co-Geschäftsgestalter. Ich verbinde unsere Geschäftsstrategie mit globalen Entwicklungen und den Digitalisierungstrends. Daraus entwickeln wir unsere Digital Strategy 2030. Es geht darum, wie wir als Unternehmen Mehrwert schaffen, für uns und für unsere Kunden.
Michael: Du hast vorher das Thema Geopolitik und Daten-Souveränität angesprochen. Wie geht ihr damit um?
Vidor: Das ist ein riesiges Thema. Früher war der globale Austausch von Daten, Menschen, Produkten und Geldflüssen fast selbstverständlich. Heute stellt sich zunehmend die Frage, ob und wie lange das so bleibt. Sollte etwa der Datentransfer zwischen China und Europa eingeschränkt werden, müssen wir neue Architekturen und Betriebsmodelle entwickeln. Ich sehe darin aber auch eine Chance: Europa, speziell die Schweiz, könnte sich als vertrauenswürdige Daten-Drehscheibe positionieren. Wir haben die politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen dafür.
Michael: IT wurde in der Vergangenheit oft als Kostentreiber gesehen. Du wolltest diese Wahrnehmung verändern. Wie ist euch das gelungen?
Vidor: Historisch gab es verschiedene IT-Epochen: vom Wildwuchs der 80er über Standardisierung, Business Process Excellence bis zur heutigen Co-Geschäftsgestaltung. Heute sehen wir IT als Quelle für Umsatzwachstum, Effizienz und Innovation. Unsere E-Commerce-Plattform etwa erwirtschaftet mittlerweile 150 Mio. Franken – früher ein “Spielwiesenprojekt”. Durch Automatisierung sparen wir Personalressourcen und bieten gleichzeitig besseren Service. Der Erfolg zeigt sich also nicht nur finanziell, sondern auch in Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit.
Triff Vidor Kapy und mehr als 200 IT-Entscheider:innen aus der Schweiz auf dem Confare CIOSUMMIT Zürich.
Michael: Du bist für den Confare Swiss CIOAWARD nominiert. Warum ist es dir wichtig, IT und Digitalisierung vor den Vorhang zu holen?
Vidor: Weil IT längst nicht mehr im Maschinenraum arbeitet, sondern das Business mitgestaltet. Mit dem Award können wir unsere Erfahrungen teilen, andere inspirieren und voneinander lernen. Und natürlich ist es auch eine Anerkennung für mein grossartiges Team.
Michael: Abschliessend: Welche drei Tipps gibst du jungen CIOs mit auf den Weg?
Vidor: Erstens: Business first. Es geht um Wertschöpfung, nicht um Technologie um ihrer selbst willen. Zweitens: Strategiekompetenz. Man muss die richtigen Dots verbinden können, um das Unternehmen weiterzubringen. Drittens: Freude an Leadership und Impact. Es geht darum, Menschen zu begeistern und gemeinsam etwas zu bewegen.
Michael: Vielen Dank für das inspirierende Gespräch. Ich freue mich auf unser Wiedersehen beim Confare CIOSUMMIT Zürich im September!
