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Behind the Badge Female IT Edition mit Eva Christina Schwarzl – Begeisterung zieht an

Behind the Badge bedeutet, wir blicken hinter die Rollen, Titel und Funktionen. Wir zeigen, wer die Menschen in der IT wirklich sind. Was treibt sie an? Was motiviert sie, und wofür setzen sie sich ein?
Eva Christina Schwarzl ist eine dieser Persönlichkeiten. Sie ist erfahrene IT-Leaderin, Confare Female IT-Mentorin in Salzburg und jemand, der Herausforderungen nicht ausweicht, sondern mit Leidenschaft gestaltet. Im Gespräch mit Barbara Klinka-Ghezzo spricht sie über unkonventionelle Karrierewege, Sichtbarkeit für Frauen in der IT, ehrliche Führung und darüber, warum Begeisterung ansteckend ist.
Jetzt zum Confare Female IT-Mentoring Salzburg anmelden und von Role Models wie Eva Christina Schwarzl persönlich lernen. Übrigens: Das Confare Female IT-Mentoring gibt es auch in Wien, Frankfurt und in Zürich.
Du hast ja nicht klassisch IT studiert, sondern Wirtschaftswissenschaften. Wie kam es dann zu deinem Weg in die IT?
Ja, genau. Schon in der Schule hat mich IT sehr interessiert. Damals gab es gerade den ersten EDV-Führerschein, und ich war sofort begeistert. Auch in meinen früheren Jobs war ich immer diejenige, die sich um technische Themen gekümmert hat – sei es Programmieren in Excel oder kleine Automatisierungen.
Ich war zwar immer Anwenderin und keine klassische Programmiererin, aber ich wollte immer verstehen, wie die Dinge funktionieren. Dieses Verständnis ist entscheidend, gerade in Führungsrollen. Man muss die Technik nicht selbst entwickeln können, aber man muss wissen, worum es geht.
Viele Menschen im Management machen ja eher einen Bogen um die IT, weil sie oft komplex und schwer greifbar wirkt. Warum hast du dich entschieden, so konsequent in die IT zu gehen?
Für mich war klar: Leicht ist langweilig. Ich liebe Herausforderungen. Ich bin jemand, der Themen angeht, die vielleicht andere liegen lassen würden.
IT ist heute der Schlüssel zur Weiterentwicklung. Kein Projekt funktioniert mehr ohne IT – egal, ob in der Produktion, bei Dienstleistungen oder in internen Prozessen. Wer ein Unternehmen strategisch weiterbringen will, muss sich mit IT beschäftigen. Deshalb habe ich mich entschieden, diesen Weg zu gehen
Du bist eine Gestalterin — das merkt man sofort. Neben dem Gestalten bist du auch eine Frau in der IT und in einer Führungsrolle. Leider ist das immer noch keine Selbstverständlichkeit.
Eine Mentorin hat mir einmal gesagt: „Als Frau in der IT braucht man Mut, weniger Perfektionismus und Selbstmarketing.“ Was würdest du ergänzen?
Ich würde sagen: Den eigenen Charme nicht verlieren. Ich finde es wichtig, als Frau authentisch zu bleiben, freundlich, souverän und gleichzeitig klar.
Es geht nicht darum, „hart“ oder „zickig“ zu wirken, sondern um eine Mischung aus Klarheit und Menschlichkeit. Am Ende wollen wir alle gemeinsam Erfolge feiern und das geht nur mit gegenseitiger Wertschätzung.
Ich finde, genau das spürt man bei dir sofort. Du schaffst es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Menschen Vertrauen fassen und offen sprechen.
Vielen Dank! Ich bin überzeugt: Begeisterung zieht an. Motivation kann man nicht schenken, die kommt von innen, aber man kann Begeisterung entfachen. Und genau darum geht es für mich.
Du engagierst dich auch stark im Mentoring, vor allem für Frauen. Was ist dir dabei besonders wichtig?
Für mich zählt: Es sollen die besten Köpfe die passenden Plätze bekommen. Diversität ist mir extrem wichtig. Mentoring-Programme, wie das Confare Female IT-Mentoring, helfen, Sichtbarkeit zu schaffen und Netzwerke zu bilden.
Mir ist aber auch wichtig: Mentoring sollte gemischt sein. Wenn wir uns nur unter Frauen vernetzen, werden wir in der restlichen Unternehmenswelt nicht ausreichend wahrgenommen. Wir müssen auch dort sichtbar sein, wo Entscheidungen getroffen werden.
Nutze die Gelegenheit, dich am Confare CIOSUMMIT Salzburg beim Confare Female IT-Mentoring mit Eva Christina Schwarzl auszutauschen. Jetzt anmelden!
Frauen beschäftigen sich oft viel mit der Frage: „Darf ich das? Kann ich das?“ Was sagst du dazu?
Wir Frauen müssen aufhören, ständig zu zweifeln. Wir müssen einfach tun. Und wenn man einmal scheitert, dann richtet man die Krone und geht weiter.
Ein sehr schönes Bild. Wenn du über Führung sprichst – was sind für dich die wichtigsten Eigenschaften?
Erstens: Immer fragen, wie es dem Gegenüber geht. Das ist der Start jedes Gesprächs.
Zweitens: Klarheit vor Pseudo-Harmonie. Konflikte sollten angesprochen werden, respektvoll und sachlich, nicht unter den Teppich gekehrt.
Und drittens: Das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Oft sprechen Menschen aneinander vorbei, weil sie unterschiedliche Ziele haben. Das muss zuerst geklärt werden.
Sehr starke Botschaften. Eva, es hat riesigen Spaß gemacht, mit dir zu sprechen und einen Blick hinter deine Badge zu werfen.
Danke dir, Barbara! Ich habe mich sehr gefreut. Ich freue mich schon darauf, dich bald wieder persönlich zu sehen!
Ich mich auch! Einen schönen Sommer und bis ganz bald!
Dankeschön! Bis bald!

