Behind the Badge mit Heinrich Fritzlar – Echte Innovation entsteht nur gemeinsam

by Bianca Bogad-Frey

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Behind the Badge ImpactAward-Edition mit Heinrich Fritzlar (OVB Holding) – Echte Innovation entsteht nur gemeinsam

Behind the Badge mit Heinrich Fritzlar - Echte Innovation entsteht nur gemeinsam

Heinrich Fritzlar ist Vorstand / COO bei OVB Holding, Nominee für den Confare ImpactAward und unser heutiger Gast beim Confare-Interviewformat Behind the Badge. Gemeinsam mit ihm spricht Confare Gründer Michael Ghezzo über seinen persönlichen Werdegang, die Wichtigkeit von Co-Creation und vieles mehr.

Michael: Du bist COO der OVB Holding. Was steckt hinter dieser Rolle?

Heinrich: Genau, offiziell bin ich Chief Operating Officer. Ich bin verantwortlich für Prozesse, IT und Personal unserer 16 Tochtergesellschaften in Europa. Wir sind eine Holding mit Sitz in Köln, und die Landesgesellschaften sind für den Finanzvertrieb zuständig.

Michael: Wie wird man COO? Wie war dein Karriereweg?

Heinrich: Ich war immer ein Wanderer zwischen den Welten. Angefangen habe ich klassisch in der Rückversicherung im Underwriting, danach bin ich in die IT-Beratung gewechselt, um das IT- und Projektgeschäft von Grund auf zu lernen. Anschließend war ich IT-Leiter bei der Nürnberger Versicherung und bin dann in den Vorstand der OVB gewechselt. Diese Mischung aus fachlichem und IT-Wissen hat mich geprägt.

Michael: Innovation durch Co-Creation ist für Dich ein Herzensthema. Warum ist dir das so wichtig?

Heinrich: Weil echte Innovation nur gemeinsam entsteht. Man muss offen und angstfrei sein, andere Perspektiven zulassen und bewusst Menschen um sich haben, die in ihrem Bereich besser sind als man selbst. Nur so schafft man Neues.

Michael: Euer Geschäftsfeld steht eher für Stabilität als für Innovation. Welche Rolle spielt Innovation für euch?

Heinrich: Eine sehr große! Wir sind ein People Business, aber IT und Digitalisierung gewinnen massiv an Bedeutung — von Prozessautomatisierung bis KI-gestützte Vertriebsunterstützung. Unser Ziel ist eine zukunftsfähige, serviceorientierte IT-Architektur, die auch in Zukunft neue Partner und Startups flexibel integrieren kann.

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Michael: Viele Unternehmen tun sich schwer, Innovation wirklich zu skalieren. Wie geht ihr das an?

Heinrich: Wir verfolgen einen Dreiklang: Run, Transform, Innovate. Erstens: Das Tagesgeschäft muss stabil laufen. Zweitens: Transformationsprojekte bauen die Basis für die Zukunft, zum Beispiel Plattformen. Drittens: Innovationsprojekte — wir nennen sie „Schnellboote“ — können Dinge unbürokratisch testen. Danach messen wir die Wirksamkeit, bevor wir sie groß ausrollen.

Michael: Agilität klingt in dem, was du beschreibst, sehr wichtig. Wie passt das mit Regulierung und Compliance zusammen?

Heinrich: Das ist kein Widerspruch. Regulatorik ist unsere Basis — gerade in der Finanzbranche. Agilität hilft uns dort, wo wir flexibel reagieren müssen. Wir setzen auch Coaches ein, um diese Methoden behutsam einzuführen. Aber ich bin kein Dogmatiker: Wenn ein Wasserfallprojekt besser passt, dann machen wir das.

Michael: Co-Creation fordert auch viel vom Fachbereich. Wie funktioniert das bei euch?

Heinrich: Das ist ein Lernprozess. Wir holen uns externe Unterstützung, arbeiten eng zusammen und geben dem Ganzen Zeit. Anforderungen präzise zu formulieren, Feedback zu geben — das braucht Übung. Aber wir kommen sehr gut voran.

Michael: Was sind deine Prinzipien als Führungskraft?

Heinrich: Klarheit in der Sache, Verlässlichkeit im Ton, Menschlichkeit im Miteinander. Ich möchte Verantwortung teilen, Kontrolle schlank halten und die Eigeninitiative fördern. Menschen sollen mit eigenen Ideen beitragen und spüren, dass sie Teil der Vision sind.

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Michael: Was ist eigentlich das Kerngeschäft der OVB?

Heinrich: Unsere Tochtergesellschaften vertreiben Finanz- und Anlageprodukte von über 150 Partnern — Banken, Versicherungen, Bausparkassen — in 16 europäischen Ländern. In Osteuropa sind wir in mehreren Märkten Marktführer.

Michael: Welche Rolle spielt IT, um in diesem Umfeld Marktführer zu bleiben?

Heinrich: Eine zentrale Rolle. Exzellente, digitale Services entscheiden über Kundenzufriedenheit. Ohne effiziente Prozesse und transparente Daten wären wir nicht wettbewerbsfähig.

Michael: Du setzt auch auf Startups. Warum?

Heinrich: Startups bringen einen frischen Blick, sind oft näher am Kunden und denken anders. Aber: Ideen allein reichen nicht — es braucht auch Umsetzungsstärke. Wir erwarten, dass sie liefern.

Michael: Tipps an andere CIOs, die mit Startups zusammenarbeiten wollen?

Heinrich: Man muss sich bewusst sein, dass Startups oft ungeduldiger sind. Gleichzeitig sollten Startups verstehen, dass Konzernprozesse länger dauern. Geduld und Verständnis sind auf beiden Seiten gefragt.

Michael: Du bist für den Confare Impact Award nominiert. Wofür steht eine Stimme für dich?

Heinrich: Für mein gesamtes Team. Wir bauen die Plattform der Zukunft, treiben digitale Transformation mit Herzblut voran. Wer für mich votet, unterstützt die ganze Mannschaft.

Michael: Danke für das Gespräch, Heinrich! Ich freue mich, dich beim Confare CIO Summit in Frankfurt am 30. September persönlich zu treffen.

Hier gibt es das Behind the Badge mit Heinrich Fritzlar in voller Länge:

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