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Behind the Badge ImpactAward-Edition mit Yasemin Fröhlacher (Pichler Medientechnik) – AI-gestützte Digital Sinage Lösungen

Yasemin Fröhlacher ist Head of IT bei Pichler Medientechnik, Nominee für den Confare ImpactAward und unser heutiger Gast beim Confare-Interviewformat Behind the Badge. Gemeinsam mit ihr spricht Confare Gründer Michael Ghezzo über die Digitalisierung der Pichler Medientechnik, wie sich Marketing durch AI verändert und vieles mehr.
Michael: Yasemin, du bist nominiert für den Confare Impact Award und Head of IT bei Pichler Medientechnik. Kannst du uns kurz schildern, was deine Aufgabe dort ist?
Yasemin: Sehr gerne! Ich bin seit zwei Jahren bei Pichler Medientechnik. Mein Aufgabenbereich ist ziemlich breit gefächert: Ich bin die Schnittstelle zwischen Technik, operativem Tagesgeschäft und strategischer Weiterentwicklung.
Das reicht von der Absicherung unserer internen Infrastruktur über die Implementierung neuer Tools, wie aktuell ein CRM-System, bis hin zur technischen Projektbegleitung — sowohl intern als auch bei unseren Kunden, vor allem im Bereich Digital Signage.
Michael: Digital Signage ist ja ein spannendes Feld. Wie entwickelt sich die Technologie dort gerade?
Yasemin: Es tut sich wirklich sehr viel! Vor zwei Jahren gab es noch kleinere Fortschritte, mittlerweile ändert sich gefühlt alle drei Monate etwas.
Vor allem bei der Hardware sehen wir starke Entwicklungen: hochauflösende, sehr helle LEDs, transparente Displays und modulare LED-Systeme, die beliebig skalierbar sind. Auch die Integration von Sensorik wird immer mehr nachgefragt, genauso wie kompakte Mediaplayer und sogenannte SoC-Lösungen — also „System on a Chip“-Displays, die schon mit einer App betrieben werden können.
Michael: Und was ist mit AI?
Yasemin: Momentan ist AI in unserer Branche eher noch ein Buzzword. Am ehesten wird es bei der Content-Erstellung genutzt. In Zukunft sehen wir aber Potenzial, zum Beispiel bei der intelligenten Content-Ausspielung auf Basis von Sensordaten.
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Michael: Apropos Verantwortung: Welche Rolle spielt für dich gesellschaftliche Verantwortung in deiner Arbeit?
Yasemin: Eine sehr große! Nachhaltigkeit ist für unsere Kunden immer wichtiger: Energieverbrauch, Standby-Funktion, Lebensdauer der Geräte und Recyclingfähigkeit spielen große Rollen.
Man muss immer abwägen: Alte Hardware weiterverwenden oder in neue, energieeffiziente Geräte investieren? Dazu kommen Sicherheitsaspekte, gerade bei veralteten Systemen.
Michael: Das klingt nach vielen komplexen Entscheidungen.
Yasemin: Genau, und die treffen wir immer individuell mit unseren Kunden. Budget, Sicherheitsanforderungen und Nachhaltigkeitsziele müssen dabei zusammengedacht werden.
Michael: Welche Rolle spielt Cybersecurity in eurem Umfeld?
Yasemin: Eine sehr wichtige! Wir arbeiten eng mit den IT-Abteilungen unserer Kunden zusammen. Anforderungen wie Firewalls, Updates, On-Premise- oder Cloud-Lösungen — das alles muss individuell abgestimmt werden. Gerade bei großen Installationen mit Tausenden Displays kann ein Sicherheitsvorfall katastrophale Folgen haben.
Michael: Gibt es ein Projekt, auf das du besonders stolz bist?
Yasemin: Ja, das Technische Museum Wien. Dort haben wir die Ausstellung „Klimawissen handeln“ mitgestaltet. Das war von der ersten Idee bis zur Umsetzung ein richtig spannendes Projekt. Neben Digital Signage ging es auch um interaktive Elemente, Sensorik, LED-Installationen und vieles mehr. Und es ist ein tolles Gefühl zu sehen, wie Kinder und Erwachsene dort mit unserer Technik in Kontakt kommen.
Wer verdient Ihrer Meinung nach den Confare ImpactAward? Stimmen Sie täglich für Ihre Favoriten in der Confare ImpactChallenge App ab.
Michael: Du hast erwähnt, dass ihr auch in den USA aktiv seid. Gibt es Unterschiede zu Europa?
Yasemin: Ja, definitiv! Der US-Markt ist schneller und hektischer. In Europa, vor allem im DACH-Raum, liegt der Fokus viel stärker auf Themen wie DSGVO und Datensicherheit.
Michael: Sehr beeindruckend! Jetzt gibt es ja nicht so viele weibliche Heads of IT. Wie hat es dich in die IT verschlagen?
Yasemin: Eigentlich war das gar nicht geplant. Ich bin mit Computern aufgewachsen, habe mit Sims meine ersten Mods programmiert und irgendwann angefangen, Webseiten zu bauen.
Ich habe Materialwissenschaften studiert, aber durch den IT-Support bin ich richtig eingestiegen. Das würde ich übrigens jedem empfehlen: Im Support lernt man unglaublich viel über Technik und den Umgang mit Menschen.
Michael: Was rätst du jungen Frauen, die eine IT-Karriere anstreben?
Yasemin: Dranbleiben! Neugierig, mutig und laut sein. Frauen bringen oft neue Perspektiven ein und sehen Dinge anders. IT ist viel mehr als nur Code und Serverräume — es geht um Kommunikation, Gestaltung und Schnittstellenkompetenz.
Michael: Schön gesagt. Du bist ja für den Confare Impact Award nominiert, man kann dich täglich im Voting unterstützen. Wofür steht deine Stimme?
Yasemin: Für Frauen im technischen Bereich und für Nachhaltigkeit. Wir stehen vor einem großen Wandel, vor allem durch immer größere und leistungsfähigere digitale Anlagen. Ich möchte mit meiner Arbeit zeigen, dass wir hier Verantwortung übernehmen und aktiv nachhaltig denken müssen — lieber jetzt als zu spät.
Michael: Vielen Dank, Yasemin! Hat mir großen Spaß gemacht. Ich freue mich schon, dich beim CIO Summit in Frankfurt persönlich zu treffen.


