220 für #CIO2020 – Andreas Kranabitl

by Annecilla Sampt

Über 220 CIOs und Top IT-Manager (m/w) aus dem DACH-Raum sind im Rennen um die prestigeträchtige Auszeichnung CIO OF THE DECADE. Eine Initiative von Confare und EY in Zusammenarbeit mit Superevent.

In dieser Blog-Reihe stellen wir unterschiedliche Persönlichkeiten vor, die für den Award nominiert sind.

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Andreas Kranabitl
Spar ICS | Managing Director

Confare #CIOAWARD 2017

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Was sind die wichtigsten Faktoren für den Erfolg als CIO?

Business Alignment, Business Alignment und Business Alignment. Anders geht es überhaupt nicht mehr. Wobei Business Alignment für mich im Retail ein mittlerweile unglaublich schwieriger Spagat geworden ist. Einerseits die Unternehmensstrategie konsequent verfolgen, Digitalisierung erklären, führen und auch perfekt umsetzen, supereffiziente Lösungen und Systeme haben, einfach da zu sein, Dynamik, Flexibilität, Agilität begleitet mich permanent und das alles zu Kosten, die man allen gut erklären und aufrichtig vertreten kann. Das alles dann so zu verkaufen und zu vermarkten ist dann die mittlerweile entscheidende CIO Disziplin. Ich muss  die Gesamtleistung und die Business Contribution der IT nach oben klar und verständlich darstellen um das Vertrauen und die Mittel zu bekommen, um das alles umzusetzen. Und der allerwichtigste Faktor war, ist und bleibt das Team, das muss perfekt und exzellent zusammenarbeiten.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Aufgaben des CIO? Haben sich diese in der letzten Dekade verändert?

Und wie sich diese Aufgaben verändert haben. Vor zehn Jahren habe ich mich noch mit Technologie und SAP Releaseplanung oder Costcutting auseinandergesetzt. Heute geht es darum im Dschungel der täglich neu verfügbaren Lösungen die richtigen zu nehmen, die Digitalisierung zu verkünden und verständlich zu machen, daraus entstehende, umfassende Change-Projekte zu führen und diese ganze Transformation von Legacy zum Cloud-Lifestyle zu bewältigen. Das heisst viel mehr Strategiearbeit mit dem Business und viel mehr Planungs-, Steuer- und Entscheidungsarbeit.

Wie sehen Sie das Spannungsfeld zwischen Business und IT? Hat sich das Verhältnis verändert?

Bei uns hat sich das Spannungsfeld reduziert hat und die Zusammenarbeit ist intensiver und mehr partnerschaftlich geworden. IT kommt immer mehr in eine Beraterrolle und wird eher angefragt, auch konzeptionell mitzuarbeiten. Ausserdem steigt das Interesse für Technologie und Digitalisierung in den Fachbereichen, was ebenfalls zu mehr Kommunikation führt. IT nimmt immer mehr auch eine Moderatorenrolle im Designprozess und der Marktbeobachtung ein. Natürlich gibt es auch dort und da immer wieder Konflikte, vor allem dort, wo wir traditionelle Prozesse digital verändern. Insgesamt aber recht zufriedenstellend und viel besser als früher.

Was sehen Sie denn als Ihre grössten Erfolge in den letzten 10 Jahren?

Ich bekam genau vor zehn Jahren das Vertrauen unserer Eigentümer, die IT zu zentralisieren und aus den lokalen IT Organisationen in sechs Ländern eine zu entwickeln. Das war eine spannende und schwierige Zeit, aber ich habe eine gute Step-by-Step Strategie entwickelt und, so glaube ich, die richtigen Dinge aktiviert. Die Ergebnisse dieser Strategie kann man mittlerweile auch gut greifen. Da gab es wirklich viele kleine und grosse Erfolge, in Projekten, in der Organisationsentwicklung, Strategieumsetzung und auch im Team. Der aktuell große Meilenstein ist unsere E-Commerce Plattform, die wir 2014 zu entwickeln begonnen haben. Von der Strategie, der Architektur bis hin zur Lösung auf der wir jetzt elf E-Commerce Online Shops für sechs Länder mit einem wirklich grossen Leistungsspektrum betreiben, haben wir alles mit dem eigenen Team umgesetzt.

Wie gestalten Sie die Rolle als Führungskraft und Talente-Manager?

Ich lese sehr viel Fachliteratur und versuche vieles auch gleich umzusetzen. In der Führung bin ich sehr nahe bei den Leuten. Meine Kollegen im Führungsteam sind da nicht immer happy, wenn ich Linejumpe, aber,  genau das gehört zu meinem Erfolgsrezept. Auf diese Weise spüre ich unter anderem Talente auf, die ich dann konsequent weiterentwickle.  Da lerne auch ich viel, weil die jüngeren geben schon auch ordentlich Gas und denken und handeln auch anders, viel direkter und offener. Hält mich auch jünger, finde ich. Grundsätzlich finde ich, dass Führung heute sehr wichtig ist. Führen durch diese wilden und harten Zeiten ist essentiell, sonst dreht die Organisation bei den ständig notwenigen Veränderungen und Einflüssen von außen und innen einfach durch. Da braucht es klare Strategien und Handlungsempfehlungen und das Steuer muss straff gehalten werden.

Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen, um als CIO Karriere zu machen?

Rastlosigkeit, ständiges Lernen, neugierig sein, viel Logik und eine große Portion Mut. In den bewegten Zeiten braucht es immer mehr Fähigkeiten, die Zukunft vorauszusehen und die richtigen Visionen und Strategien zu entwickeln. Mit einer gewissen Einsamkeit dabei muss man umgehen können. Zudem braucht es Ausdauer, weil nicht alles gelingt sofort und man muss oft durch Rüttelstrecken durch, die man aushalten muss.

Was bedeutet die Auszeichnung CIO OF THE DECADE für Sie persönlich?

Also ehrlich, was für eine Frage – das ist ein Ehrenpreis – fast schon für das Lebenswerk. Das ist eine schöne Bestätigung!

Wir wünschen Andreas Kranabitl und allen Nominierten viel Erfolg!

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