CIOs müssen ihre Freizeit geniessen – Confare Swiss CIOAWARD Nominee Christoph Kleinsorg

Der Confare CIOSUMMIT Zürich feiert dieses Jahr sein 15 Jubiläum. Zu diesem Anlass haben wir einige Confare Swiss CIOAWARD zu unserem Interviewformat „Behind the Badge“ eingeladen. Heute im Interivew: Christoph Kleinsorg (AO Foundation).
Christoph spricht über seinen persönlichen Werdegang und den Werdegang der gesamten CIO-Rolle. Was hat sich seit der Auszeichnung verändert und für wen ist eine Einreichung sinnvoll? Alle Antworten in diesem Beitrag.
Du hast den Confare Swiss CIOAWARD in einer Phase gewonnen, in der Swissport wirtschaftlich stark unter Druck stand. Was war das damals für ein Gefühl?
Das war für mich eine ganz tolle Situation. Natürlich war es eine Bestätigung meiner Arbeit, vor allem aber auch der Arbeit des gesamten Teams.
Bei Swissport war IT damals nicht automatisch ein besonders sichtbarer Bereich. Deshalb war es wichtig zu zeigen, dass wir in kurzer Zeit viel erreicht haben — Kosten reduziert und gleichzeitig eine Standardisierung umgesetzt haben.
Wie war das Echo auf die Auszeichnung intern und extern?
Intern war die Wirkung fast noch wichtiger als extern. Die Auszeichnung wurde weltweit innerhalb von Swissport kommuniziert. Dadurch wurde sichtbar, dass der Weg der Zentralisierung und Modernisierung richtig war.
Früher hieß es an vielen internationalen Standorten oft: „Lasst uns mit der Zentralisierung der IT in Ruhe.“ Durch die Auszeichnung wurde klar, dass wir auf dem richtigen Weg waren.
Extern hat der Award natürlich zusätzliche Aufmerksamkeit gebracht — mehr Gespräche, mehr Anfragen und mehr Sichtbarkeit innerhalb der Branche.
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Wie hat sich deine Karriere danach entwickelt?
Swissport war sicher ein Höhepunkt meiner Karriere — CIO eines Unternehmens mit 80.000 Mitarbeitern weltweit in einem extrem dynamischen Umfeld.
Heute bin ich Leiter IT bei der AO Foundation in Davos. Dort geht es stark um Modernisierung und darum, die IT auf ein neues Niveau zu heben. Gleichzeitig hat die Arbeit in einer Stiftung für mich persönlich auch eine andere Qualität. Es macht Freude, etwas Sinnvolles für Menschen und Forschung beizutragen.
Wie blickst du heute auf die Entwicklung der CIO-Rolle?
Die klassische CIO-Rolle, wie es sie vor 15 Jahren gab, existiert heute eigentlich kaum noch.
Heute gibt es Security-Verantwortliche, Chief Digital Officer, Data-Themen und viele weitere Rollen. Dadurch ist das Aufgabenspektrum deutlich breiter geworden.
Die CIO-Rolle hat heute sehr unterschiedliche Schwerpunkte — abhängig davon, wo das Unternehmen gerade Unterstützung braucht.
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Die Vielfalt der Aufgabe erhöht natürlich auch den Druck. Wie bleibt man persönlich resilient?
Das Thema IT war immer schon ein 24/7-Umfeld. Heute ist das noch intensiver geworden. Man geht oft am Abend nach Hause und hat das Gefühl, trotzdem nicht alles geschafft zu haben.
Deshalb ist es wichtig, sich bewusst Freiräume zu schaffen. Nicht einfach Freizeit, sondern Zeit, um strategisch nachzudenken. Der CIO ist für die Ausrichtung der IT verantwortlich — und genau das geht im operativen Alltag sehr schnell verloren.
Was macht heute aus deiner Sicht eine preiswürdige IT aus?
Die geopolitische Situation und die Abhängigkeiten von großen Plattformen verändern die Anforderungen massiv.
Viele Unternehmen merken heute, wie schwierig es ist, aus technologischen Abhängigkeiten wieder herauszukommen. Deshalb wird Themen wie Open Source, Flexibilität und Multi-Cloud-Ansätzen wieder deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt.
Eine moderne IT muss heute offen und flexibel bleiben — technologisch und vertraglich.
Welche Rolle spielen dabei Cloud und Plattformstrategien?
Viele versuchen heute, Cloud-native Anwendungen so zu entwickeln, dass sie auf unterschiedlichen Plattformen betrieben werden können und nicht nur auf einem Anbieter laufen.
Die Herausforderung bleibt allerdings groß, weil viele Anbieter sehr schnell neue Abhängigkeiten erzeugen. Genau deshalb wird digitale Souveränität für CIOs zunehmend relevant.
Der Confare Swiss CIOAWARD feiert 2026 sein 15-jähriges Jubiläum. Was möchtest du Confare mitgeben?
Vor allem ein großes „Weiter so“. Über die Jahre habe ich unglaublich viele Menschen über Confare kennengelernt und viele Impulse mitgenommen.
Spannend finde ich heute vor allem Deep Dives in aktuelle Themen, weil die CIO-Rolle inzwischen so breit geworden ist. Für mich gibt es aktuell keine andere Organisation, die diese Form von Austausch so bietet.
Warum sollten CIOs beim Confare Swiss CIOAWARD mitmachen?
Für mich war der wichtigste Punkt die Reflexion. Ich habe mich damals hingesetzt und begonnen aufzuschreiben, was mein Team und ich eigentlich alles erreicht haben.
Dadurch wird vieles erst wirklich sichtbar. Gleichzeitig bekommt auch das Team eine Bestätigung für die geleistete Arbeit — und andere können daraus lernen.
Der Confare Swiss CIOAWARD feiert 2026 sein 15-jähriges Jubiläum. Gemeinsam mit der CIO-Community bringt Confare seit vielen Jahren jene IT-Führungskräfte vor den Vorhang, die Unternehmen und Organisationen aktiv weiterentwickeln.


