CIOs müssen ihre Rolle einfordern – Swiss CIOAWARD Gewinner Daniel Fiechter

by Bianca Bogad-Frey

CIOs müssen ihre Rolle einfordern – Swiss CIOAWARD Gewinner Daniel Fiechter

Behind the Badge mit Swiss CIOAWARD Daniel Fiechter - CIOs müssen ihre Rolle einfordern

Der Confare CIOSUMMIT Zürich feiert dieses Jahr sein 15 Jubiläum. Zu diesem Anlass haben wir einige Confare Swiss CIOAWARD zu unserem Interviewformat „Behind the Badge“ eingeladen. Heute im Interivew: Daniel Fiechter (Vitra).

Daniel spricht über die Veränderung der CIO-Rolle der letzten 15 Jahre und wieso proaktives Handeln gefragt ist, um nicht den Überblick über Ihren Zuständigkeitsbereich zu verlieren.

Du hast 2024 den Confare Swiss CIOAWARD gewonnen. Was hat diese Auszeichnung bei dir ausgelöst?

Zuerst war ich extrem überrascht, dass wir den Preis gewonnen haben — gerade als Unternehmen mit einer vergleichsweise kleinen IT. Gleichzeitig war es ein sehr schönes Gefühl, diese Anerkennung für die gemeinsame Arbeit im Team zu bekommen. Man reflektiert dabei auch, was man in den letzten Jahren alles erreicht hat und bekommt bestätigt, dass man auf dem richtigen Weg war.

 

Welche Wirkung hat so eine Auszeichnung im Unternehmen und nach außen?

Intern stärkt das sicher das Standing der IT. Gerade in schwierigen Diskussionen hilft es, wenn sichtbar wird, dass die Arbeit und die Entscheidungen auch extern Anerkennung finden.

Für uns war der Award zusätzlich sehr hilfreich im Recruiting. Gerade wenn man keine bekannte Marke ist, hilft so ein Qualitätssiegel dabei zu zeigen, dass man spannende Themen und moderne IT-Arbeit bietet.

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Wie hat sich die Rolle des CIO in den letzten Jahren verändert?

Die Rolle ist heute viel stärker business- und strategieorientiert. Früher stand stärker im Vordergrund, dass Infrastruktur läuft und jeder seinen Laptop bekommt. Heute geht es um Geschäftsstrategie, Prozesse, Integration und Transformation.

Mit AI wird diese Entwicklung noch stärker. Technologie bleibt wichtig — aber sie ist immer Mittel zum Zweck.

 

Rund um den CIO entstehen laufend neue Rollen wie Chief AI Officer oder Chief Data Officer. Wie siehst du diese Entwicklung?

Ich glaube, moderne CIOs müssen diese Themen aktiv mitgestalten und auch einfordern. Viele dieser Aufgaben gehören heute schlicht zur Weiterentwicklung der CIO-Rolle dazu. Es geht darum, diese Themen als wertstiftenden Beitrag für das Unternehmen zusammenzuführen.

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Du sprichst oft von kundenzentrierter IT. Was bedeutet das konkret?

Für mich ist IT heute Unternehmensentwicklung. Mit Technologie kann ich Fähigkeiten schaffen, die das Unternehmen braucht, um seine Ziele zu erreichen.

Deshalb ist es entscheidend, dass IT die Kundenbedürfnisse und die Unternehmensstrategie wirklich versteht. Ich halte wenig von der künstlichen Trennung zwischen IT und Business. IT ist Business und Business ist IT.

 

Wie gelingt dieser Weg zu einer kundenzentrierten IT?

Man muss zuerst die Hausaufgaben machen. Viele IT-Abteilungen kämpfen mit Überlastung, zu vielen Themen und fehlender Priorisierung. Deshalb braucht es klare Rahmenbedingungen und Fokus auf die wichtigsten Themen.

Wichtig ist außerdem, dass alle verstehen, welchen Beitrag sie entlang der gesamten Wertschöpfung leisten. Die IT hat hier eine besondere Rolle, weil sie als einer der wenigen Bereiche das Unternehmen wirklich Ende-zu-Ende sieht.

 

Die Rolle des CIO bringt enormen Druck mit sich. Wie geht man persönlich damit um?

Man darf sich nicht verrückt machen lassen. Gerade bei AI erleben wir aktuell eine enorme Geschwindigkeit. Da hilft es manchmal, bewusst einen Schritt zurückzugehen und sich die grundlegenden Muster und Entwicklungen anzusehen.

Außerdem braucht Transformation Zeit. Man kann nicht alles gleichzeitig umsetzen. Deshalb braucht es Priorisierung, Fokus und einen klaren Horizont, wo man in zwei oder drei Jahren stehen möchte.

 

Was macht heute aus deiner Sicht eine preiswürdige IT-Organisation aus?

Wichtig ist ein modernes Verständnis von Technologie. IT darf sich nicht darauf beschränken, Systeme am Laufen zu halten. Es geht darum, Transformation zu ermöglichen und die Resilienz des Unternehmens aktiv zu stärken — technologisch, organisatorisch und prozessual.

 

Warum lohnt es sich aus deiner Sicht, beim Confare Swiss CIOAWARD mitzumachen?

Für mich war besonders wertvoll, gemeinsam mit dem Team auf die letzten Jahre zurückzublicken. Im Alltag vergisst man oft, was man bereits alles erreicht hat.

Zusätzlich bekommt man durch Jurygespräche und den Austausch mit anderen CIOs einen sehr guten Vergleich und neue Perspektiven. Dieser Austausch innerhalb der Community ist extrem wertvoll.

 

Der Confare Swiss CIOAWARD feiert 2026 sein 15-jähriges Jubiläum. Was möchtest du Confare mitgeben?

Macht weiter so. Was Confare besonders macht, ist die starke Praxisnähe. Man merkt, dass hier wirklich die Perspektiven von CIOs und IT-Führungskräften aus der Praxis im Mittelpunkt stehen. Genau das macht die Community und die Veranstaltungen so wertvoll.

Der Confare Swiss CIOAWARD feiert 2026 sein 15-jähriges Jubiläum. Gemeinsam mit der CIO-Community bringt Confare seit vielen Jahren jene IT-Führungskräfte vor den Vorhang, die Unternehmen und Organisationen aktiv weiterentwickeln.

Mehr Informationen zum Confare Swiss CIOAWARD und zum Confare CIOSUMMIT Zürich finden Sie auf Confare.at.

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