CONFARE CIO IMPACT CHALLENGE NOMINEE STEFAN LATUSKI – Menschenzentrierte Führung und New Work im Konzern

by Barbara Schweinberger

CIOs und IT-Manager machen die Welt zu einem besseren Ort. Sie leben neue Führungsprinzipien vor, schaffen die Voraussetzungen für Nachhaltigkeit und Umweltschutz oder helfen gesellschaftlichen Herausforderungen mit Digitalisierung und Technologie erfolgreich zu begegnen. Sie verändern Unternehmen oder sogar ganze Branchen, helfen Menschen, die in Not sind und leben gesellschaftliche Verantwortung vor.

Wir stellen Ihnen Stefan Latuski in unserem Blog vor. Kennen Sie weitere solche Vorbilder? Bis Ende Juli kann man sie nominieren, diese Weltverbesserer und Verantwortungsträger – bei der DACH-weiten Confare CIO IMPACT Challenge. Die Gewinner werden beim Confare CIOSUMMIT Frankfurt gekürt. Wollen Sie persönlich die besten Beispiele erleben? Melden Sie sich jetzt an.

Confare Impact Challenge

Wir stellen Ihnen die Nominierten im Confare Blog vor: Stefan Latuski steht kurz davor eine CIO Aufgabe von enormer gesellschaftlicher Bedeutung anzutreten. Ab dem 1. Juli wird er das Systemhaus der deutschen Bundesagentur für Arbeit leiten, in einer Zeit, in der Arbeitsmärkte unter besonderem Druck stehen. Als ausgezeichneter Chief Information Officer der Siemens Mobility GmbH hat er bewiesen, dass er dazu beitragen kann, auch große Organisationen nachhaltig zu verändern, Innovationsfähige Strukturen aufzubauen und Menschen zu bewegen.

Stefan Latuski ist Ihr Kandidat, wenn es um die Auszeichnung als Impactful CIO geht?  Ab 1. Juli geht das Publikumsvoting los. Wir freuen uns, wenn Sie der IT-Community Ihre Stimme geben. Wollen Sie auf dem Laufenden bleiben? Abonnieren Sie jetzt den Confare Newsletter.

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Was macht menschenzentrierte Führung aus?

Stefan Latuski Impact Nominee Challenge2Nahbarkeit, offene Kommunikation und Transparenz schießen mir sofort durch den Kopf. Als Führungskraft gilt es Hierarchieebenen zu durchbrechen, um nahbar für die MitarbeiterInnen zu sein. Dies basiert auf offener Kommunikation und Transparenz der Handlungen. Das große Ganze aufzeigen und jeden dazu befähigen, seinen/ihren individuellen Beitrag darin zu finden – ganz nach dem Motto: „Together we create future!“

Was bedeutet für Dich „New Work“?

Stefan Latuski: „New Work“ hat viele verschiedene Facetten. Das Schlüsselelement bleibt jedoch immer der Mensch.

Büroflächen, Arbeitsweisen und -rhythmen sowie Führungskulturen durchlaufen einen Wandel.

Es verliert zunehmend an Bedeutung, von wo die MitarbeiterInnen arbeiten und wie sie sich ihren Arbeitsalltag einteilen. Motivationen verändern sich. Obwohl Gehalt nach wie vor eine wichtige Komponente vieler ist, wird verstärkt nach sinnstiftenden Aufgaben, Einfluss, Herausforderungen, Abwechslung und Freiraum gestrebt.

Diese Entwicklung erfordert, dass die Menschen noch stärker befähigt werden und das digitale „mindset“ gefördert wird. Es muss in neue Technologien investiert werden, um auf der einen Seite noch effektiver zu arbeiten und auf der anderen Seite Menschlichkeit und Nahbarkeit zu fördern: „Keeping the distance while getting closer than ever before.“

Welche Methoden braucht es, um ein großes Unternehmen zu bewegen?

Stefan Latuski: Auch hier ist eine Zusammensetzung aus vielen kleinen, verschiedenen Bausteinen notwendig. Ein elementarer Baustein ist die Kommunikation auf allen Ebenen. Ein Prozess oder Methode kann noch so gut und effektiv sein, wenn die Kommunikation und das Verständnis nicht vorhanden sind, kann es nie zu Erfolgen führen. Ein weiterer Baustein bildet „cross-functional“ Teams. Verschiedene Perspektiven müssen zusammengebracht werden, wodurch automatisch Offenheit für Neues gefördert wird. Damit einhergehend werden Teams dazu ermutigt, neue Dinge in einem Umfeld, in dem Fehlerkultur großgeschrieben wird, auszuprobieren. Hierbei ist es ausschlaggebend, dass Entscheidungen nicht auf Managementebene erfolgen, sondern auf den Ebenen, die den nahen Kontakt zum Kunden, Partner, Business pflegen. Durch diese Nahbarkeit können Barrieren aufgebrochen und „Entrepreneurship“ gelebt werden.

Was macht das mit den Menschen im Team?

Stefan Latuski: Werden die Methoden gelebt, wird eine Veränderung bei den MitarbeiterInnen erkennbar, da sie auf die Reise mitgenommen werden. Die Wichtigkeit ihrer Position, Arbeit und Leistung wird aufgezeigt. Dies führt zum „Mindset Change“ – die Menschen erkennen die Vorteile und den Mehrwert aus Öffnung, Zusammenarbeit und neue, ungekannte Wege zu gehen.

Confare CIOSUMMIT Frankfurt

Wie geht man mit Ängsten und Veränderungs-Resistenz erfolgreich um?

Stefan Latuski: Es liegt in der Natur des Menschen, Veränderungen zunächst skeptisch gegenüber zu stehen und das ist auch vollkommen in Ordnung. Wir müssen es schaffen, durch Transparenz Ängste in gesunden Skeptizismus zu wandeln. Ich möchte meine Leute aus der Komfortzone locken und ihnen die positive Seite von Wandel aufzeigen. Indem wir unser Team in Prozesse und den Wandel einbinden und diesen mitgestalten lassen, können wir Verständnis für Maßnahmen und Handlungen schaffen.

Welche Auswirkung hat das auf die digitale Transformation des Unternehmens und die Innovationsfähigkeit?

Stefan Latuski: Ich bin davon überzeugt, dass dies große Schritte auf unserer Transformationsreise sind. Innovationen entstehen, da das Team Verantwortung übernimmt und Risiken in einer lebenden Fehlerkultur eingeht. Als Beispiel möchte ich hier „Citizen Development“ aufführen. Wir als IT befähigen die Organisation, digitale Lösungen zu verwenden und selbst aktiv zu werden – sie probieren sich mit internen Prozessen und „Use Cases“ aus und weisen eine enorme Lernkurve auf. Diese Erkenntnisse können sie für externe Produkte anwenden und somit unseren End-Kunden innovative Lösungen und Geschäftsmodelle anbieten. Auch hier im Fokus: Kommunikation ist der Schlüssel.

Wie geht man eine solche Veränderung des Führungsstils erfolgreich an?

Stefan Latuski Impact Challenge NomineeStefan Latuski: Starte bei dir selbst! Wenn wir persönlich keine Veränderung durchlaufen, können wir nicht von unseren MitarbeiterInnen erwarten, dass diese sich ändern. Es geht darum, einen Führungsstil zu leben, der dem Team Freiräume gibt, Vertrauen schenkt und eine helfende Hand anbietet. Kleine Schritte führen zum großen Ganzen. Feedback und Selbstreflexion stellen hier ein signifikantes Schlüsselelement dar.

 

Wieviel gesellschaftliche Verantwortung trägt man als Führungskraft?

Stefan Latuski: Dies ist eine durchaus komplexe Frage. Ich denke, hier müssen wir stark zwischen „Accountability“ und „Responsibility“ unterscheiden. Ich bin der Meinung, dass jeder im Team Verantwortung sich, seinem Team, dem Geschäft sowie der Gesellschaft gegenüber trägt. Während ich als Führungskraft das Ziel verfolge, die Leute zu befördern, Verantwortung zu übernehmen, werde ich nie meine Rechenschaftspflicht übergeben können. Aber auch ich bewege mich nur in einem gewissen Rahmen. In einem globalen Team habe ich zwar auf der menschlichen Ebene für jeden die gleiche Verantwortung und Rechenschaftspflicht, auf der beruflichen Ebene (Arbeits,- Urlaubszeit, .etc.) zeigen sich bereits Unterschiede auf.

Welche Bedeutung hat die Confare CIO Impact Challenge für Sie persönlich?

Stefan Latuski: Ich sage zu meinen MitarbeiterInnen immer, egal wie gut ihr seid und welche herausragenden Leistungen ihr erbringt, wenn es keiner mitbekommt, werdet ihr nicht weiterkommen. Ich habe als Leader eine Vorbildfunktion und trage Verantwortung. Durch eine Plattform wie Confare kann ich meine Ansichten und Erfahrungen teilen und sowohl Leute inspirieren als auch selber inspiriert werden. Besonders im „New Normal“ lernen wir alle noch und es ist selbstverständlich, dass wir Fehler machen. Durch das Teilen erhoffe ich mir, dass wir schneller zusammenwachsen und besser werden. Um die Klammer zu schließen. Kommunikation ist das Schlüsselelement – Lasst uns voneinander lernen!

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