
Beim Confare CIOSUMMIT wurden Führungskräfte ausgezeichnet, die zentrale Systeme, Plattformen und Organisationen weiterentwickeln – in einem globalen Versicherungskonzern, in einem Medienhaus, im Mobilitätsbereich und im Österreichischen Parlament.
Der Confare CIOAWARD wurde in diesem Jahr zum 19. Mal verliehen.
Er ist die wichtigste Auszeichnung für CIOs und IT-Führungskräfte in Österreich.
Ausgezeichnet wurden Persönlichkeiten, die Verantwortung für komplexe IT-Landschaften übernehmen und deren Weiterentwicklung steuern. Im Fokus standen Führungskräfte, nicht einzelne Projekte.
Der Award zeigt, wie sich die Rolle des CIO verändert hat: von der Verantwortung für IT-Systeme hin zur Mitgestaltung von Geschäftsmodellen, Organisationen und zentralen Infrastrukturen.
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Die diesjährigen Preisträger stehen für unterschiedliche Ausgangssituationen und Aufgaben: die Modernisierung eines globalen Versicherungskernsystems im laufenden Betrieb, die Neuausrichtung eines Medienhauses nach dem Wegfall eines zentralen Geschäftsmodells, die Weiterentwicklung einer europaweiten Mobilitätsplattform sowie der Ausbau der IT einer staatlichen Institution mit hohen Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit.
Der Confare CIOSUMMIT Wien zählt mit mehr als 800 Teilnehmer:innen zu den größten Treffpunkten für IT-Entscheider:innen im deutschsprachigen Raum und steht in diesem Jahr unter dem Motto
„Digitale Schöpfung – Create. Inspire. Own.“
Der Ansatz spiegelt sich in den diesjährigen Auszeichnungen wider.
„Der CIOAWARD richtet den Fokus auf Führungskräfte, die Systeme und Organisationen verantworten, die für den Betrieb ihrer Unternehmen und Institutionen zentral sind“, sagt Michael Ghezzo, Gründer von Confare.
„Ihre Entscheidungen wirken weit über die IT hinaus – sie beeinflussen Prozesse, Geschäftsmodelle und die Leistungsfähigkeit von Organisationen.“
Barbara Klinka-Ghezzo, Geschäftsführerin von Confare, ergänzt:
„Die ausgezeichneten CIOs arbeiten in sehr unterschiedlichen Umfeldern. Gemeinsam ist ihnen die Verantwortung für Organisation, Technologie und Zusammenarbeit mit den Fachbereichen. Damit prägen sie, wie Veränderung in Unternehmen und Institutionen umgesetzt wird.“
Confare CIOAWARD: Thomas Baach modernisiert globales Allianz-Kernsystem
Der Confare CIOAWARD in der Kategorie Enterprise geht an Thomas Baach von Allianz Technology.
Er verantwortet die Modernisierung des Allianz Business Systems, das rund 60 Prozent der Versicherungsverträge weltweit abbildet. Im Programm Business Master Platform wird die bestehende Architektur schrittweise durch eine Microservices-basierte Plattform ersetzt.
„Wir haben begonnen, das Hotel zu renovieren, während es vollständig ausgebucht war.“ So beschreibt Thomas Baach die Herausforderung dieser umfassenden Transformation.
Denn die Umsetzung erfolgt parallel zum laufenden Versicherungsbetrieb. Neue Rollout-Frameworks ermöglichen es dabei, mehrere Transformationsprogramme gleichzeitig umzusetzen. „Diese Auszeichnung steht für die Leistung eines gemeinsamen Teams aus Business und IT“, sagt Thomas Baach. „Die Transformation war nur möglich, weil viele Menschen über Jahre hinweg konsequent an diesem Ziel gearbeitet haben.“
„Ohne mein Team hätte ich das nicht geschafft“ – ein Mantra, das viele unserer Confare CIOAWARD Gewinner wiedergeben. Wenn Sie auch denken, Ihr Team ist preisverdächtig, können Sie HIER für die Confare LivinIT Trophy einreichen.
Confare CIOAWARD: Martin Mair richtet die Wiener Zeitung neu aus
Der zweite Confare CIOAWARD geht an Martin Mair, CIO der Wiener Zeitung.
Nach dem Wegfall des Amtsblatt-Geschäfts musste das Unternehmen sein Geschäftsmodell neu aufstellen. Unter seiner Führung wurde die IT der Wiener Zeitung strategisch neu ausgerichtet und um digitale Angebote, neue Formate und zusätzliche Erlösmodelle erweitert.
Die Transformation betraf Organisation, Kompetenzen und Arbeitsweisen gleichermaßen.
„Diese Auszeichnung ist vor allem eine Anerkennung für das gesamte Team“, sagt Martin Mair.
„Sie zeigt, dass auch kleinere Organisationen umfassende Veränderungen umsetzen können.“
Confare TopCIO des Jahres: Martin Seiser entwickelt digitale Mobilität weiter
„IT ist geschäftskritisch geworden und längst viel mehr als eine Kostenstelle. Die Confare Bühne und die Vergabe des CIOAWARD machen sichtbar, wie IT Wert schafft und helfen, sie langfristig als Partner für Innovation zu etablieren“, sagt Preisträger Martin Seiser, Group CIO der ÖBB.
Die IT der ÖBB bildet die Grundlage für eine riesige Mobilitäts- und Logistikplattform. Sie verbindet Zugbetrieb, Fahrgastinformation, Ticketing, Infrastruktursteuerung und internationalen Güterverkehr. Damit ist sie ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Mobilitätsinfrastruktur.
Unter der Verantwortung von Martin Seiser wird diese Systemlandschaft schrittweise weiterentwickelt. Änderungen müssen so umgesetzt werden, dass der laufende Betrieb jederzeit stabil bleibt.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen: digitale Plattformen für Kund:innen, datenbasierte Steuerung, sowie die Integration unterschiedlicher Geschäftsbereiche.
Damit verändern sich auch Arbeitsweisen, Verantwortlichkeiten und die Zusammenarbeit zwischen IT und Fachbereichen. „Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der Technologie, sondern in der Organisation“, sagt Martin Seiser.
„Wir verändern, wie Teams arbeiten, wie Verantwortung verteilt ist und wie Entscheidungen getroffen werden – bei gleichzeitig laufendem Betrieb. Das erfordert Verlässlichkeit und eine klare Zusammenarbeit über Bereiche hinweg.“
Confare TopCIO: Peter Reichstädter modernisiert die IT des Parlaments
Als Confare TopCIO des Jahres wurde auch Peter Reichstädter, CIO des Österreichischen Parlaments, ausgezeichnet.
Er hat die IT des Parlaments im Zuge der Generalsanierung des Gebäudes und während des laufenden parlamentarischen Betriebs weiterentwickelt.
Neue digitale Services unterstützen heute Abgeordnete, Mitarbeitende und Öffentlichkeit. Dazu zählen Anwendungen wie die „Mein Parlament“-App sowie Systeme zur Bereitstellung und Verarbeitung parlamentarischer Inhalte. Die IT trägt damit direkt zur Arbeitsfähigkeit parlamentarischer Prozesse bei.
Zudem engagiert sich Peter Reichstädter in europäischen und internationalen Netzwerken zu Themen wie digitaler Souveränität, Cyberresilienz und künstlicher Intelligenz im parlamentarischen Kontext.
„Der Austausch mit anderen CIOs und das Feedback der Jury hilft, eigene Ansätze weiterzuentwickeln“, sagt Peter Reichstädter.
Lifetime Achievement Award für Hermann Sikora
Mit dem Confare Lifetime Achievement Award wurde Hermann Sikora, langjähriger Geschäftsführer der Raiffeisen Software ausgezeichnet. Gewürdigt wurde sein Beitrag zur Digitalisierung im Raiffeisen-Konzern sowie sein Engagement für digitale Bildung und die Weiterentwicklung der CIO-Community in Österreich.
Jury und Award-Partner
Die Gewinner werden von einer unabhängigen Jury aus Wirtschaft, Forschung und IT ausgewählt.
Den Vorsitz führt Ali Aram, Partner bei EY.
Weitere Mitglieder sind Martina Gaisch, Isabella Mader, Stephan Alexander Taborsky sowie die Vorjahrespreisträger Horst Ulrich Mooshandl und Astrid Zöchling.
„Die Bandbreite der Einreichungen war in diesem Jahr besonders groß – von umfassenden Transformationen über neue Geschäftsmodelle bis hin zu Restrukturierungen unter wirtschaftlichem Druck“, sagt Ali Aram. „In vielen Fällen übernimmt die IT dabei eine doppelte Rolle: Sie treibt Innovation voran und stellt gleichzeitig Stabilität und Betrieb sicher.“
Ein zentrales Thema in den Einreichungen waren zudem steigende Anforderungen durch Cyberrisiken und Regulierung. „Diese Aufgaben werden in den Unternehmen maßgeblich von der IT getragen. Das zeigt, welche Verantwortung CIOs heute übernehmen – fachlich, organisatorisch und in der Führung ihrer Teams.“


