Confare #ImpactChallenge Nominee Bernd Preuschoff, uvex: Transformation ist wie ein Tanz – es braucht Üben und Muskelkater, bis es leicht ausschaut

by Anthony Torno

CIOs und IT-Manager machen die Welt zu einem besseren Ort. Sie leben neue Führungsprinzipien vor, schaffen die Voraussetzungen für Nachhaltigkeit und Umweltschutz oder helfen gesellschaftlichen Herausforderungen mit Digitalisierung und Technologie erfolgreich zu begegnen. Sie verändern Unternehmen oder sogar ganze Branchen, helfen Menschen, die in Not sind und leben gesellschaftliche Verantwortung vor. Wir stellen Ihnen die Nominierten im Confare Blog vor:

Mit uvex hat er ganz neue Wege im e-Commerce beschritten, als Vortragender und Autor inspiriert er Top-Manager und als Führungskraft bewegt er Menschen bei uvex, damit die Transformation des Geschäftsmodells und der Unternehmenskultur voran geht. Die Erfolge bestätigen den eingeschlagenen Weg. Bernd und sein Team sind mehrfach ausgezeichnet und in den Corona Jahren wurde ein eigenes Online Business erfolgreich gestartet.

Bei der DACH-weiten Confare CIO #Impactchallenge zeichnen wir sie aus, diese Weltverbesserer und Verantwortungsträger. Die Gewinner werden beim Confare #CIOSUMMIT Frankfurt gekürt. Wollen Sie persönlich die besten Beispiele erleben? Melden Sie sich jetzt hier an.

Im Juni 2022 geht es los: Beim täglichen Publikumsvoting zur Confare Impact Challenge können Sie Bernd Preuschoff und zahlreiche andere hochkarätige IT-Entscheider mit Impact unterstützen. Die Gewinner treffen Sie persönlich beim Confare #CIOSUMMIT Frankfurt am 6. Oktober.

CIOSUMMIT Frankfurt 2022

Was sind die wichtigen Eckpfeiler Deiner Arbeit als Führungskraft? Was ist Deine Superkraft dabei?

Die wichtigsten Eckpfeiler meiner Arbeit sind Authentizität, Team-Building und gemeinsame Ziele. Nichts ist schöner, als gemeinsam in einer Mannschaft aus tollen Menschen, die ich mag und die mit mir ihr Bestes geben, ein Ziel zu erreichen, das wir alle schaffen wollen und welches bislang unerreichbar schien – aus diesem Stoff sind Erinnerungen gemacht. Meine Aufgabe als Führungskraft ist es, das möglich zu machen, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, die richtigen Teammitglieder zu finden und selbst mittendrin zu sein. Ich mag es, Menschen zu bewegen, körperlich wie geistig. Vielleicht ist das meine Superkraft.

Du vergleichst den Erfolg bei der Veränderung mit Erfolg im Profi-Tanz. Welche Rolle spielt Training beim Wandel eines Unternehmens? Was und wie sollte man trainieren?

Training spielt eine wichtige Rolle, im Leistungssport, wie auch im Unternehmen – immer dann, wenn man etwas Neues lernt. Zunächst einmal muss man die Demut haben, zu akzeptieren, dass man das Neue eben heute noch nicht kann – das ist nicht schlimm oder gar „ehrenrührig“, sondern normal. Dann sollte man sich klar machen, dass der Weg zur neuen Fähigkeit nicht einfach werden und nicht ohne Anstrengung gehen wird, körperlich wie mental. Jeder kennt das aus dem Sport, dass der ganze Körper Unbehagen zurückmeldet, weil er die neue Anstrengung nicht kennt. Hier nicht aufzugeben und am nächsten Morgen weiterzumachen, ist echte Resilienz – so lange weiterzumachen, bis es eben nicht mehr „neu“, sondern in Fleisch und Blut übergangen ist. Dazu gehört natürlich auch, dass es nach dem ersten Versuch nicht gleich funktionieren wird und Fehler passieren. Ich denke, im Unternehmen ist es genau das Gleiche: Neue Dinge fühlen sich komisch an und ungewohnt, aber es lohnt sich durchzuhalten und auch den „Muskelkater“ als notwendigen Bestandteil anzuerkennen – wer nach dem Sport seine Muskeln nicht spürt, hat nur das getan, was er schon konnte.

Wie kann man als Leader dazu beitragen, dass der Spaß dabei nicht verloren geht?

Ich denke, dass es damit losgeht, dass die gemeinsame Geschichte und das darin enthaltene gemeinsame Ziel, welche ich beide als Leader definiere, schon mal Spaß machen müssen – denn wenn mich das als Team-Mitglied schon nicht interessiert und emotional anspricht, warum sollte ich mich anstrengen, es zu erreichen? Je spannender das große Ziel, desto leichter tue ich mir mit hartem Training. Dann braucht es natürlich auch Leute in meiner Mannschaft, mit denen ich Spaß haben kann – obwohl sie vielleicht aus ganz anderen „Ecken“ kommen als ich. Diese Leute zusammenzubringen, ist ebenfalls meine Aufgabe als Leader. Und schlussendlich hilft es, bei aller Professionalität nicht immer alles und – vor allem – sich selbst nicht zu „bierernst“ zu nehmen – Humor ist eine wichtige Zutat des Erfolges.

Grundsätzlich versuche ich immer, einen Leitsatz zu beherzigen, der unter Tänzern sehr bekannt ist:

„In the long run, people will forget about your actions. But they’ll never forget how you made them feel.”

Wenn es mir gelingt, dass meine Mitarbeiter, Kollegen und Partner eines Tages sich an unsere gemeinsame Zeit erinnern und sich dabei automatisch ein kleines Lächeln auf ihr Gesicht zaubert – dann habe ich mein Ziel erreicht. Das würde mich sehr glücklich machen.

Wie kann man Kultur sichtbar machen? Wo sind die wichtigsten Handlungsfelder beim Gestalten einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur?

Der erste Weg, Kultur sichtbar zu machen, bin ich selbst als Leader – die Art, wie ich auf Menschen zugehe, wie ich arbeite, spreche und handle. Das wird meines Erachtens oft unterschätzt: Mitarbeiter haben ein feines Gespür dafür, ob eine Führungskraft bzw. deren Team das auch selbst tut, was sie anderweitig verlangt. Zum Beispiel von anderen Agilität und Geschwindigkeit zu fordern, selbst sich aber keinen Zentimeter zu bewegen, macht Transformation schwierig bis unmöglich. Ich gebe meinen Teams immer mit: „Macht es zum Erlebnis, mit uns zu arbeiten“. Dahinter steckt ein hoher Anspruch an die Qualität unserer Ergebnisse, aber auch die Art, wie wir mit den Menschen umgehen. Dass man mit uns vorankommt, es aber auch noch Spaß macht, halte ich persönlich für eine starke Mischung, um Kultur sichtbar positiv weiterzuentwickeln. Für die Zukunft, die immer weniger vorhersehbar wird, brauchen wir eine Kultur mit Geschwindigkeit und Flexibilität, die immerzu ausprobiert und schnell lernt, die aber messbare Ergebnisse im Fokus hat. Um im Sport zu bleiben: „Jeden Tag ein bisschen besser“ muss der Anspruch sein, wenn man ins Training geht – speziell, wenn man nicht weiß, was der Wettbewerb bringen wird.

Wieviel gesellschaftliche Verantwortung trägt man als Führungskraft? Was bedeutet das für Dich in der täglichen Praxis?

Ich glaube, dass im Moment, angesichts von Pandemien, Klimakatastrophen und Kriegen, viele Menschen in der Gesellschaft sich denken: „Das wird alles zu viel – wie kommen wir da je wieder raus?“ Ich selbst weiß bei weitem auch nicht bei allem, wie man da herauskommen könnte – aber ich bin mir sicher, dass es nur gelingt, wenn jemand nach vorne tritt und Verantwortung dafür übernimmt, dass wir uns auf die Suche nach Lösungen begeben. Wenn das nicht unsere Aufgabe als Führungskraft ist, was dann? Den Bestand zu verwalten, kann es nicht sein – und wir müssen diese Werte auch transportieren, gerade in einer Zeit, in der diejenigen, die nie zur Lösung beitragen, öffentlich polarisieren und die Gesellschaft damit spalten.

Für mich bedeutet das konkret im Alltag, jeden Tag Verantwortung für Wege und Ergebnisse zu übernehmen, diejenigen Menschen zusammenzubringen, die gute Lösungen finden, die Bündnisse mit Partnern zu schmieden, die das einbringen, was wir selbst nicht können – und natürlich auch die Geschichte zu erzählen, um anderen zu zeigen, dass es nicht unmöglich ist, in diesen Zeiten gemeinsam neues zu schaffen. Denn je mehr den Mut aufbringen und es versuchen, umso besser für uns alle.

Welche Bedeutung hat die Confare CIO Impact Challenge für Dich persönlich?

Für mich ist diese Nominierung, die ja von den Kolleginnen und Kollegen meines Faches kommt, immer eine große Freude und Ehre. Schließlich können sie am besten beurteilen, was wir leisten und ob unsere Arbeit einen Gehalt hat. Von ihnen benannt zu werden, ist daher etwas ganz Besonderes und Wertvolles (und ganz sicher nichts Alltägliches!), was einen selbst im eigenen Tun bestätigt und bestärkt. Diese Challenge letztes Jahr gewonnen zu haben, war ein unglaubliches Erlebnis – jetzt wieder nominiert zu sein, ist unfassbar schön. Ich bin sehr dankbar und freue mich, mit meinen mit-nominierten Kolleginnen und Kollegen bei der Preisverleihung in Frankfurt wieder zusammenzutreffen und gemeinsam die Erfolge unserer Arbeit zu feiern.

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