Confare #ImpactChallenge Nominee, Ulf Hallmann: Mit ganzheitlichem Skillset und geschickter Positionierung kann auch mittelständische IT Weltklasse sein!

by Yara El-Sabagh

Ulf Hallmann: Mit ganzheitlichem Skillset und geschickter Positionierung kann auch mittelständische IT Weltklasse sein!

CIOs und IT-Manager machen die Welt zu einem besseren Ort. Sie leben neue Führungsprinzipien vor, schaffen die Voraussetzungen für Nachhaltigkeit und Umweltschutz oder helfen gesellschaftlichen Herausforderungen mit Digitalisierung und Technologie erfolgreich zu begegnen. Sie verändern Unternehmen oder sogar ganze Branchen, helfen Menschen, die in Not sind und leben gesellschaftliche Verantwortung vor. Wir stellen Ihnen die Nominierten im Confare Blog vor: Ulf Hallmann.

Die IT-Abteilung der Landbell Group ist als iTeam bekannt. Die Zusammensetzung des Teams ist heterogen, man agiert Prozess- und Business-orientiert und macht so Digitale Transformation und Informations-Technologie zu einem wichtigen Treiber des nachhaltigen Unternehmenswachtums. Ulf Hallmann ist CIO und hat die Überzeugung: es geht mehr ums -i- statt ums -I-

Lesen Sie hier, was das in der Praxis bedeutet.

Bei der DACH-weiten Confare CIO #Impactchallenge zeichnen wir sie aus, diese Weltverbesserer und Verantwortungsträger. Die Gewinner werden beim Confare #CIOSUMMIT Frankfurt gekürt. Wollen Sie persönlich die besten Beispiele erleben? Melden Sie sich jetzt hier an.

Im Juni 2022 geht es los: Beim täglichen Publikumsvoting zur Confare Impact Challenge können Sie zahlreiche hochkarätige IT-Entscheider mit Impact unterstützen. 

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Welche Rolle kann eine moderne IT in einem mittelständischen Unternehmen spielen?

Ulf Hallmann: Oftmals beträgt der Headcount eines KMU insgesamt nur einen Bruchteil der Größe von IT-Abteilungen in Großbetrieben. Dennoch sind die Herausforderungen grundsätzlich ähnlich. Dies verlangt eine hohe Vielseitigkeit der Mitarbeiter:innen, agiles Arbeiten und eine enge Verzahnung mit nichttechnischen Fachbereichen. Gleichzeitig haben Legacy Systeme, Wartungsrisiken oder auch Havarien eine extreme Bremswirkung, da im Mittelstand hierzu kaum dezidierte Ressourcen vorgehalten werden können. Folglich ist eine „moderne“ IT auch und insbesondere im Mittelstand wesentliche Grundlage für nachhaltigen Betrieb und beständiges Wachstum.

Wie hat sich denn Deiner Erfahrung nach die Zusammensetzung und die Selbstwahrnehmung von IT-Abteilungen verändert?

Digitalisierte Geschäftsprozesse sind inzwischen selbstverständlicher Bestandteil zeitgemäßer Geschäftstätigkeit. Ihre Definition erfordert mehr und mehr auch technischen Sachverstand. Somit verschwimmt die klassische Grenze zwischen „der IT“ und „dem Fachbereich“. Dies beeinflusst das Selbstverständnis der IT dergestalt, dass sie im Unternehmen zunehmend als zentraler Ideengeber und Innovationstreiber fungiert, sowie integraler Bestandteil der gesamtheitlichen Geschäftstätigkeit ist. Dabei erweist sich als vorteilhaft, wenn sich technische und nichttechnische Fähigkeiten auch im Skillset einzelnener Mitarbeiter:innen vereinen.

Warum ist es für Dich auch so wichtig, dieser Änderung mit einer Namensänderung für Dein Team gleich zu ziehen?

Mein Herz schlägt nicht nur für gute IT-Systeme, sondern auch für gutes Projektmanagement. Zumindest in meinem Umfeld gibt es nur selten Projekte, welche nur rein technische Anforderungen bedienen. Natürlich sind meistens auch operative Prozessthemen oder finanztechnische Aspekte zu berücksichtigen. Oft wird auch strategisches Neuland betreten. In unserer immer schnelleren und – glücklicherweise – zunehmend digitalisierten Welt haben klassische Fachbereiche jedoch zunehmend Schwierigkeiten, Prozesse und Anforderungen hinreichend zu definieren. Aus diesem Grunde begann ich, Fachexperten z.B. aus Logistik und Supply Chain als Projektleiter:innen einzustellen, so dass diese die richtigen Fragen stellen und vor allem deren Antworten zielführend übersetzen. Es ist mir wichtig, dass diese Projektleiter:innen nicht als reine „IT-ler“ wahrgenommen werden. Weiter suchte ich nach einer Abteilungsbezeichnung, mit der sich all diese Personen identifizieren können. Zudem möchte ich klassisch technisches Personal permanent daran erinnern, mit Stolz Expertise auch in operativen Aspekten aufzubauen. Dies war die Geburtsstunde des „iTeams“. Es hat sich gezeigt, dass diese Teambezeichnung hervorragend zur gesamten Bandbreite möglicher IT-relevanter Rollen passt. Sie stellt die Menschen, den Teamgedanken und die Inhalte in den Vordergrund. Das ist für mich essentiell.

Wofür steht denn das kleine i-? Wie wirkt sich das in der Praxis aus?

Das kleine i ist ein kleines i, weil ich die zugrundeliegenden Gedanken in englischer Sprache formuliert hatte. Natürlich steht es für „information“, aber auch für „innovation“, „inspiration“, „integration“, „impuls“ oder „idee“. Wir interpretieren das, was früher „die IT“ war, als interdisziplinären Think Tank, welcher zunächst die reine Technologie in den Hintergrund stellt, prozessgetriebene Lösungen sucht und diese im ganzheitlichen Verbund umsetzt. Dies funktioniert am Besten im Team, also auch gern unter Zurücknahme des eigenen Ichs. Daher wiegt für mich das „kleine i“ schwerer als „das große“ („I“ = engl. „ich“).

Welche Rolle nimmst Du als CIO dabei ein?

Ulf Hallmann: Als CIO baue ich Brücken zwischen ganz unterschiedlichen Welten. Mit Blick auf Leadership kämpfe ich tagtäglich darum, Talente zu finden und – vor allem – zu fördern und im Unternehmen zu halten. Es ist mir wichtig, dass meine Teams nahe am Business positioniert sind und mit Leidenschaft für bestmögliche Ergebnisse kämpfen. Ein Teamname scheint dabei auf den ersten Blick Makulatur zu sein. Dennoch hilft dieser einfache Kniff meiner Erfahrung nach sehr dabei, gerade interdisziplinäre Teams zusammenzuschweißen, zu motivieren und zu positionieren.

Wie verändert das neue Selbstverständnis auch die Zusammenarbeit innerhalb der IT-Teams und mit den Fachbereichen?

Ich denke, dass durch dieses neue Selbstverständnis eine ganz neue Vertrauensbasis entsteht, welche Iterationen verringert, Effizienz steigert und Lieferqualität erhöht. Natürlich ist diesem Vertrauen mit Demut zu begegnen: Auch wenn im business-nahen, interdisziplinären Team viele Fäden zusammenlaufen sollte nicht versucht werden, den Kolleg:innen aus den Fachbereichen permanent ihr Geschäft zu erklären. Vertrauen und Respekt sind die beste Ausgangsbasis für gemeinsamen Erfolg.

Wieviel gesellschaftliche Verantwortung trägt man als Führungskraft? Was bedeutet das für Dich in der täglichen Praxis?

Eine Gesellschaft wird ebenso von Menschen getragen wie unsere Teams. Jeder Mensch hat nur ein Leben. Wir Führungskräfte müssen Raum zum Leben lassen und Raum zur Entfaltung von Talenten geben. Wir sollten ein Wertebild vermitteln und vorleben, welches nicht nur den Geschäftszielen dienlich ist, sondern auch eine nachhaltige Weltgemeinschaft fördert. Die Balance zwischen Work and Life, zwischen fordern und fördern sowie zwischen verschiedenen Kulturen ist unser tägliches Geschäft. Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin, welche abends glücklich heimkommt und stolz auf Unternehmen, Produkte, Team und sich selbst ist, ist ein positiver Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung.

Welche Bedeutung hat die Confare CIO #ImpactChallenge für Dich persönlich?

Ulf Hallmann: Wir können durch diese Plattform erlerntes weitergeben, Erfahrungen teilen und Talente begeistern. Dazu leiste ich sehr gern meinen Beitrag.

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