Confare Swiss CIOAWARD Nominee Alexander Rehbeck: Ein kooperativer Führungsstil ist das Erfolgsrezept

by Bianca Bogad-Frey

Confare Swiss CIOAWARD Nominee Alexander Rehbeck (SH POWER)– Ein kooperativer Führungsstil ist das Erfolgsrezept

Alexander Rehbeck- Ein kooperativer Führungsstil muss her - Blog Beitragsbild

Alexander Rehbeck – Abteilungsleiter IT / CISO bei SH POWER – ist nominiert für den Confare Swiss CIOAWAD. Der Preis wird an die besten CIO des Jahres verliehen beim Confare CIOSUMMIT Zürich. Melden Sie sich hier an, um selbst mitzuerleben, wer die heissbegehrte Auszeichnung mit nach Hause nimmt.

In unserem heutigen Blogbeitrag sprechen wir mit Alexander über die Vorzüge eines kooperativen Führungsstils, den Gräben zwischen IT & OT und vieles mehr.

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Wie ist es Dir gelungen, aus einer Einzelkämpfer-IT ein echtes Team mit gelebtem Spirit zu formen?

Ich habe bislang sehr gute Erfahrungen mit dem „Kooperativen Führungsstil“ gemacht und versuche dabei immer authentisch zu bleiben.

Zu Beginn meiner Zeit bei SH POWER habe ich meine Team-Kollegen eher in einer ausführenden Rolle wahrgenommen. Das Team in den Entscheidungsprozess frühzeitig einzubinden und unterschiedliche Meinungen abzuholen, hat meiner Einschätzung nach den Zusammenhalt gesteigert und zugleich ein Bewusstsein für die gemeinsame Sache gefördert.

Gute Leistungen werden meist dann erzielt, wenn alle als Team zusammenarbeiten. Ich nehme mich da nicht aus und packe auch selbst mit an. Das kam beim Team offensichtlich gut an.

Ich habe hohe Ansprüche und Erwartungen an mich selbst und finde es wichtig, diese dem Team klar zu kommunizieren. Das sorgt für Offenheit und Transparenz und treibt das Team zu Höchstleistungen an.

Inzwischen agieren wir als gut eingespieltes Team, in welchem jeder Seinen Platz hat und genau weiss, wo die Stärken der anderen liegen.

Was war ausschlaggebend für die erfolgreiche Überwindung der Gräben zwischen IT und OT?

Die Themen der IT sind meist gut bekannt. Hier geht es im Grundsatz um die Bereitstellung von Applikationen, die eher im Büro-Umfeld verwendet werden. Der Bereich OT betrifft die Themen rund um Produktions- und Steuerungssysteme. Im Fall von SH POWER ist dies z. B. die Steuerung des Wasserkraftwerks in Schaffhausen. Diese Systeme sind als kritisch einzustufen.

Aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft und Spezifika haben die Bereiche IT und OT lange Zeit sehr unabhängig voneinander gearbeitet.

Heutzutage kommen auch in der OT immer mehr smarte Geräte zum Einsatz, bei denen Daten ausgetauscht werden müssen. Das bedingt eine engere Verbindung zwischen IT und OT und die Anforderungen an die beiden Bereiche werden immer ähnlicher.

In intensiven Gesprächen mit den Beteiligten konnten wir alle davon überzeugen, dass wir sehr ähnliche Anforderungen haben und ein gemeinsames Ziel verfolgen – sozusagen „im gleichen Boot sitzen“. Dies war ein langer Prozess und mit offener Kommunikation ist es uns gelungen, die Bereiche einander anzunähern. Das freut mich sehr.

Triff Vidor Kapy und mehr als 200 IT-Entscheider:innen aus der Schweiz auf dem Confare CIOSUMMIT Zürich.

Welche Wirkung hat die neue gemeinsame IT&OT- und Digitalisierungsstrategie bereits im Unternehmen entfaltet?

Wir stehen mit der Strategie noch ganz am Anfang. Die Freigabe durch unsere Verwaltungskommission ist Ende Juni erfolgt.

Die Kollegen der Fachbereiche sind von Anfang an mit eingebunden und wurden zu den relevanten Themen abgeholt. Ein gemeinsames Verständnis für die Sache ist vorhanden und wir arbeiten in Teilen bereits gemeinsam an diversen Themen.

Die Möglichkeit zum Ausbau der Ressourcen und der damit verbundenen Erweiterung des Aufgabenfeldes für IT und OT durch die Digitalisierung sind für mich ein Lichtblick und Highlight.

Wir können diese Bereiche nun für das, was uns in Zukunft erwartet, entsprechend ausrichten.

In Deiner Rolle als CIO, CISO und Abteilungsleiter – wie gelingt Dir die Balance zwischen operativer Verantwortung und strategischer Steuerung?

Die Balance zwischen operativer Verantwortung und strategischer Führung herzustellen, ist nicht immer ganz einfach.

Strategie ist wichtig, weil sie uns Leitplanken vorgibt, innerhalb derer wir uns bewegen können. Durch entsprechende Konzepte lässt sich planerisch vorgehen. Das sehe ich als eine wichtige Basis an.

Manchmal muss jedoch auch „hands on” gehandelt werden, um das Business bei dringenden Themen gut zu unterstützen.

Für mich ist es ein Mix aus beidem und manchmal auch ein «trade off». Es gilt aus meiner Sicht fallweise zu entscheiden, was angebracht ist.

Was bedeutet für Dich Führung in einer Welt, in der technologische und kulturelle Transformation gleichzeitig stattfinden?

Neben dem fachlichen Aspekt von Führung, stehen für mich auch immer die Menschen im Vordergrund. Dabei ist es mir wichtig, Personen an Bord zu haben, die mit Engagement und Energie dabei sind.

Fachliches Wissen lässt sich jederzeit weiterentwickeln und ausbauen. Die richtige Einstellung hingegen muss bereits vorhanden sein.

Ich versuche auf die Stärken der Team-Mitglieder (sowohl fachlich als auch persönlich) einzugehen und diese entsprechend hervorzuheben. Natürlich muss hin und wieder auch „ungeliebtes“ erledigt werden. Das ist ebenso „part of the game“.

Die Energiebranche ist im Umbruch – wie positioniert sich SH POWER im Kontext von Prosumer-Modellen und Smart Grids?

Als Anbieter kritischer Infrastruktur mit einem Versorgungsauftrag für die Bevölkerung im Stadtgebiet von Schaffhausen achten wir sehr auf Sicherheit und Nachhaltigkeit.

SH POWER sieht sich nicht als „first mover“, jedoch streben wir die Position des „fast followers“ an.

Neue Trends werden frühzeitig aufgegriffen, analysiert und wo sinnvoll umgesetzt. Dies gilt insbesondere auch für die aktuellen Themen von Smart Meter und Smart Grid, welche in unserer Branche gerade in aller Munde sind.

Unser Ziel ist es, mit den angebotenen Leistungen stets wirtschaftlich und konkurrenzfähig zu sein und unseren Kunden einen Top-Service zu bieten.

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Was sind deine drei wichtigsten Tipps für junge Menschen, die eine Karriere als CIO anstreben?

Ein ausgeprägtes, technisches Verständnis bildet aus meiner Sicht die Grundlage für die Arbeit eines CIOs. Mir hat es immer sehr geholfen, bei der Technik ein solides Fundament aufgebaut zu haben und sich dadurch nicht abgehängt zu fühlen. Auch wenn ich natürlich im Laufe der Zeit – bei all den vielen Themen – nicht mehr überall bis in die Tiefe mitreden kann.

Neben einem guten technischen Verständnis ist meiner Meinung nach vor allem auch die Freude am Umgang mit Menschen sehr wichtig. Dazu gehören unter anderem eine Stufengerechte Kommunikation mit den Anspruchsgruppen (z. B. Team-Mitarbeitende, interne Kunden, Geschäftsleitung, Lieferanten) sowie ein ausgeprägter Service-Gedanke.

Aus meiner Sicht ist ein gewisses Mass an Wissbegierde und Bereitschaft hilfreich, sich stets weiterzuentwickeln. Es braucht eine intrinsische Motivation, ständig neues Wissen aufbauen und zukunftsorientiert zu bleiben. Für mich ist es ein gutes Zeichen, wenn die Antwort auf die Frage, warum man etwas wissen wollte, ab und zu lediglich lautet: „Weil es mich interessiert“. Das finde ich eine gute Einstellung.

Warum ist es wichtig, erfolgreiche IT vor den Vorhang zu holen? Und was bedeutet der Confare CIOAWARD für dich persönlich?

IT-Teams arbeiten meist im Hintergrund und sorgen so für einen reibungslosen Ablauf. Solange alles läuft, hört man nicht viel.

Für gute Leistungen darf meiner Meinung nach jedoch auch Werbung gemacht werden. Getreu dem Motto „tue Gutes, und sprich darüber“ finde ich es wichtig, Erfolge zu kommunizieren.

Als Repräsentant unseres Teams freut es mich sehr, dass unsere Team-Leistung von aussen wahrgenommen wird und wir für diesen Award nominiert sind. Ganz besonders freut es mich auch, dass mein Team bei der Veranstaltung geschlossen mit dabei sein wird.

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