
Confare Swiss CIOAWARD Nominee Marco Flury (Bundesamt für Informatik und Telekommunikation)– Mit Präzision und Geduld zum Erfolg – was CIOs vom Fliegenfischen lernen können
Wir hatten die Gelegenheit, mit einem erfahrenen CIO zu sprechen, der auch ein ausgebildeter internationaler Fliegenfischer-Instruktor und Guide ist. Er teilt seine Erfahrungen, wie die Prinzipien des Fliegenfischens auf seine Rolle als CIO übertragbar sind und welche Herausforderungen er in der öffentlichen Verwaltung sieht.
Marco Flury ist außerdem für den Confare Swiss CIOAWARD nominiert.
Erlebe am 10. September im Marriott Zürich, wie die führenden CIOs des DACH-Raums ausgezeichnet werden – und lass dich von den digitalen Erfolgsgeschichten inspirieren, die die Zukunft prägen.
Wie haben Sie aus Ihrer Erfahrung als Fliegenfischer-Instruktor und Guide für Ihre Rolle als CIO profitiert?
Das Fliegenfischen begleitet mich seit meiner Jugend und hat mich über die Jahre stark geprägt – zunächst durch die gemeinsamen Stunden mit meinem Grossvater und sehr guten Freunden, später durch die intensive Ausbildung zum internationalen Fliegenfischer-Instruktor und Guide. Das Fliegenfischen hat mich gelehrt, Geduld, Ausdauer, Präzision und Selbstreflexion zu entwickeln. Diese Eigenschaften sind auch in meiner Rolle als CIO entscheidend, um komplexe Herausforderungen zu meistern. Die Prinzipien, die ich am Wasser gelernt habe, wie kontinuierliches Lernen, der Wille zur stetigen Verbesserung und die Freude am Erfolg, begleiten mich auch in der Führung.
Wie gelingt es Ihnen, strategische Weitsicht mit konkreter operativer Umsetzung zu verbinden?
Für mich ist strategische Weitsicht wie der Blick über einen Fluss: Man muss die Strömungen erkennen, die Hindernisse abschätzen und das Ziel klar vor Augen haben. Operative Umsetzung ist dann, wie der präzise Wurf inklusive des Positionierens der Fliege – jeder Schritt muss sorgfältig geplant und ausgeführt werden. Erst wenn Strategie und Handeln übereinstimmen, entstehen nachhaltige Erfolge.
Was macht die digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung besonders anspruchsvoll?
Die digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung ist besonders anspruchsvoll, weil sie weit über technologische Veränderungen hinausgeht. Es geht um kulturellen Wandel, strukturelle Komplexität und das Zusammenspiel unterschiedlichster Anspruchsgruppen. Als CIO sehe ich es als meine Aufgabe, diesen Wandel strategisch zu gestalten, Prioritäten zu setzen, Teams zu befähigen und Brücken zu bauen. Ich vergleiche das gern mit Fliegenfischen: Man muss sich ständig auf neue Bedingungen einstellen – Wind, Strömung, Verhalten der Fische. Ähnlich verändern sich bei der Digitalisierung die Bedürfnisse der Kunden, die Technologien oder die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Entscheidend ist, flexibel zu bleiben und im richtigen Moment zu handeln.
Sei dabei, wenn die besten CIOs der Schweiz ausgezeichnet werden. Beim Swiss CIOAWARD 2025.
Wie gehen Sie mit politischen, regulatorischen und organisatorischen Spannungsfeldern um?
Ich beziehe politische und strategische Rahmenbedingungen frühzeitig in die Planung ein und suche aktiv den Austausch mit allen relevanten Stakeholdern, um Interessen, Prioritäten und mögliche Konflikte früh zu erkennen. Regulatorische Anforderungen setzen ich konsequent um, indem ich sie nicht als Hürde, sondern als integralen Bestandteil unserer Architektur und Prozesse betrachte. Organisatorische Spannungen adressiere ich durch klare Kommunikation, nachvollziehbare Entscheidungen und das Aufzeigen tragfähiger Alternativen.
Was sind aus Ihrer Sicht die Erfolgsfaktoren für nachhaltige Veränderung in einer komplexen Organisation?
Aus meiner Sicht sind für eine nachhaltige Veränderung in komplexen Organisationen mehrere Faktoren entscheidend. Zunächst braucht es eine klare Vision und strategische Orientierung, damit alle Beteiligten das Zielbild und den Nutzen der Veränderung verstehen. Ebenso wichtig ist die konsequente Unterstützung durch die Führung, die Veränderung sichtbar vorlebt und Entscheidungen mitträgt. Nachhaltige Transformation gelingt zudem nur, wenn Mitarbeitende frühzeitig eingebunden und transparent informiert werden, um Vertrauen aufzubauen und Widerstände abzubauen.
Werde Mentee beim Confare Female IT-Mentoring in Frankfurt und gib deiner Karriere einen Schub durch Erfahrung, Netzwerk und Inspiration von erfolgreichen IT-Führungspersönlichkeiten.
Was bedeutet Leadership im Kontext der öffentlichen Verwaltung für Sie?
Leadership in der öffentlichen Verwaltung bedeutet für mich persönlich, Verantwortung zu übernehmen – für Menschen, für Prozesse und für die langfristige Wirkung unseres Handelns. Führung heisst für mich, Orientierung zu geben – gerade in Zeiten des Wandels. Es geht darum, eine klare Vision zu entwickeln, Ziele verständlich zu kommunizieren und die Mitarbeitenden auf dem Weg dorthin mitzunehmen.
Warum ist es wichtig, erfolgreiche IT vor den Vorhang zu holen?
Wenn wir unsere Erfolge sichtbar machen, holen wir die oft verborgene Arbeit der IT «vor den Vorhang». Das ist wichtig, weil die Digitalisierung heute eine Schlüsselrolle für die Zukunft unserer Gesellschaft spielt. Sichtbarkeit schafft Anerkennung, Motivation – und sie zeigt, wie sehr IT bereits heute das Fundament für die digitale Zukunft bildet.
Was bedeutet der CIOAWARD für Sie persönlich?
Der CIOAWARD ist für mich eine enorme Ehre und ein besonderer Meilenstein in meiner Karriere als CIO. Er bestätigt, dass die Prinzipien, die ich als Fliegenfischer-Instruktor und Guide entwickelt habe, auch in meiner Arbeit als CIO tragen. Geduld, Präzision, kontinuierliches Lernen und die Freude am Erfolg haben mich auf meinem Weg als CIO begleitet und mich dazu befähigt, komplexe Herausforderungen zu meistern.
Jetzt für den Confare CIOSUMMIT Wien am 25.–26. März 2026 in der METAStadt anmelden – und Teil des wichtigsten IT-Entscheider-Treffpunkts im DACH-Raum werden.


