Gefangen im Wort-Dschungel von Data Governance, Datensouveränität, Data Science etc.? Keine Angst – Es sind nur Daten, meint DIO Präsident Tschabuschnig.

by Fernando Ducoing

Daten sind das neue Öl! Macht etwas aus Euren Datenschätzen!
Holt Euch Data Scientists an Bord, aber achtet auf Data Governance, Data Souverenität und arbeitet in Data Ecosystemen. Kein Wunder, dass mancher sich im Dschungel des Data Driven Business verliert.

Günther Tschabuschnig ist CIO der ZAMG, vielzitierter Mr. Data der österreichischen IT-Landschaft und Präsident der DIO – Data Intelligence Offensive, die sich das Ziel gesetzt hat, durch Vernetzung den österreichischen Unternehmen den Weg in das Data Driven Business zu erleichtern. Ganz entsprechend unserem Motto: Gemeinsam. Besser. Machen.

Dasselbe Ziel verfolgt auch unser Factsheet „Data Driven Business“ in Zusammenarbeit mit den Data Profis von Sphinx IT Consulting rund um Ingrid Kriegl. Im Vorfeld der neuen Ausgabe haben wir Günther um seinen Input gebeten.

Mit welchen Maßnahmen kann man die Awareness für die Möglichkeiten von Daten im Unternehmen steigern?
Günther Tschabuschnig - Datensouveränität„Nimm ihnen die Angst – es sind nur Daten“

In jeder Organisation schwirren sie herum – Begriffe wie „Datensouveränität“, „Data Science“ oder „Data Literacy“ und kaum einer weiß, was damit gemeint ist. Eine allgemeine und organisationsübergreifende Begriffsaufklärung wirkt hier oft Wunder. Dann werden Metadaten zu „Daten, die Daten beschreiben“ und „Agile Data Governance“ zu „Lass uns gemeinsam schauen, wie wir mit Daten in unserem Unternehmen umgehen“. Denn ist diese Hürde einmal geschafft, wird schnell klar, wie wertvoll Daten in und über die Grenzen von Unternehmen hinaus sind.

Welche Methoden haben sich bewährt, um das Unternehmen auf dem Weg ins Data Business voran zu bringen?
„Tue Gutes und rede darüber“

In der DIO haben wir schnell gemerkt, dass die Mitglieder unserer Community oft ähnliche Herausforderungen haben, auch wenn ihre Domänen unterschiedlich sind. Erfahrungsaustausch und Netzwerk hilft nicht nur neue Innovationen zu schaffen und Daten zu verschneiden, sondern auch die alltäglichen Herausforderungen im Datenalltag besser zu meistern.

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Agilität und Geschwindigkeit sind eine wichtige Voraussetzung um in einer Digitalen Welt zu bestehen. Welche Rahmenbedingungen sind dafür nötig?
„Legt euch einen Plan zurecht“

Ohne Strategie und Plan, kann es schnell passieren, dass man in die falsche Richtung läuft. Besonders in Datenökosystemen kann man mit Tools nicht unbedingt organisatorische Strategien ersetzen. Daten sind nicht nur Bits und Bytes, sondern Inhalt und Wissen. D.h. eine enge Verschneidung zwischen Fachbereich und IT, zwischen Expertinnen Wissen und Data Science.

Navax CIO ThinkTank
Das datengetrieben Business hat viel mit Innovation und Experimentieren zu tun. Was braucht es um die notwendigen Freiräume und Spielwiesen dafür zu schaffen?
„Wer spielt nicht gern im Sandkasten“

In der DIO arbeiten wir an einem neuen innovativen Konzept an „Regulatory Sandboxing“. Ausprobieren außerhalb von  commodity Rahmenbedingungen und in eng abgesteckten Möglichkeiten. Wir arbeiten hier in ausgewählten Domänen (also fachbezogen) an Möglichkeiten, besondere Daten unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen innovativ einzusetzen. Ein Kollege in den USA meinte erst unlängst zu mir „DSGVO? Solange das Produkt mehr Gewinn abwirft als es Strafe kostet, ist es doch eine einfache Rechnung, oder?“ – gut, dass wir nicht in den USA sind. Aber auch unsere Rechtsrahmen müssen immer wieder adaptiert und auf den Markt angepasst werden. In enger Abstimmung mit den Regulatorien ist Österreich Spitzenreiter in solch innovativen Umsetzungsprozessen.

Daten gewinnen an Wert, wenn man sie vernetzt betrachtet. Welchen Stellenwert haben Data-Ecosystems für Sie? Mit welchen Maßnahmen kann man solche Ökosysteme aufbauen?
„Lasst uns Amazon für Daten nachbauen – oder doch nicht?“

Nur, dass dies nicht funktionieren wird. Datenökosysteme verlangen nach einem neuen Zugang der Marktstrategie. Dezentrale domänenspezifische Märkte sind gefragt. Der nächste Schritt ist es diese zu vernetzen, zu verschneiden und abzubilden. DAS Datenökosystem wird es nicht geben – aber wir haben gelernt, dass sich Datenbiotope zu Datenökosystemen verschneiden lassen. Unerlässlich und innovativ. Nimmt man dazu noch den Umsetzungsgedanken von Innovationen wie GAIA-X oder IDSA wird der viel gehuldigte „Datenschatz“ dann doch zu dem was wir uns wünschen: die Ressource der Zukunft.

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