Der Umbruch in der Medienbranche ist radikal. Da muss sich auch die IT anders aufstellen, meint #TopCIO Thomas Zapf von der Styria Media Group

by Michael Ghezzo

 

Thomas Zapf nimmt den Digitalen Wandel sehr ernst. Immerhin ist die Medienbranche enorm von den Entwicklungen rund um Internet, Social Media und Mobility verändert worden. Als Peter Drucker Fan hat er den Kundennutzen immer im Fokus. Das macht ihn zu einem aussichtsreichen Kandidaten für die Auszeichnung als TopCIO und den CIO AWARD 2016.

Welcher Wandel passiert in der Medienbranche? Wo sind dabei die Handlungsfelder des CIO?

Es ist ein massiver, radikaler Umbruch, der gerade stattfindet. Nicht nur bei der „Kleinen Zeitung“, dem Flaggschiff der Styria Media Group, spricht man vom größten Transformationsprozess in der Geschichte. Mit der Digitalisierung hat sich ein Prozess in Bewegung gesetzt, der noch lange nicht beendet ist – und es wahrscheinlich auch nie sein wird. Das Ziel ist, Nachrichten in Echtzeit in Szene zu setzen. In unserem neuen multimedialen Newsroom im Styria-Hauptquartier in Graz ist zum Beispiel nie Redaktionsschluss. Content wird permanent produziert und ebenso permanent auf die verschiedenen Plattformen gespielt. Nur so kann man den Anforderungen im Digitalzeitalter auch gerecht werden. Bei allen multimedialen Möglichkeiten wird aber auch Print weiterhin eine wesentliche Rolle spielen – und sich stärker in Richtung Premium-Produkt entwickeln. Was bleibt, ist die Tatsache, dass sich gute Information über die Recherche, die gut erzählte Geschichte, über Qualität und über den Diskurs definiert und verkauft, auf welcher Marken-Plattform auch immer. Aufgabe der IT ist es, für genau diese Plattformen die Architektur zu entwerfen und sie ständig weiterzuentwickeln. Innovationen, etwa bei Apps, Redaktions-, Content-Management-, SAP- oder Anzeigen-Systemen sind unsere tägliche Herausforderung. Als Innovationsmotoren fungieren bei uns zum Beispiel das „Digital Lab“ und die „Digital Performance Unit“. Spezialisten in den Bereichen Web Analyse, SEO, SEM, Social Media, UX, E-Mail Marketing und Big Data unterstützen hier alle Styria-Unternehmen bei ihren digitalen Zielen.

Der Veränderungsdruck ist hoch – in der IT, aber auch für Anwender und letztendlich auch für den Endkunden. Wie gehen Sie mit Veränderungen um und was sind dabei die Erfolgsfaktoren?
Das Wichtigste aus meiner Sicht ist die persönliche Kommunikation direkt mit allen Mitarbeitern. Dazu wird mindestens einmal im Jahr ein Treffen aller Standorte durchgeführt. Hier werden Themen, die ich für wichtig erachte, von mir persönlich an alle Mitarbeiter kommuniziert, dies beinhaltet natürlich auch alle möglichen Arten von Change. Ich versuche auch meinen Mitarbeitern immer wieder zu vermitteln, dass es keinen Change mehr im Konzern gibt, der nicht die IT betrifft.

Durch ein ständiges Monitoring unseres Business versuche ich die IT Organisation permanent anzupassen und zu optimieren. Als jüngstes Beispiel kann hier die Umstellung auf ein agiles Entwicklungsmodell genannt werden. Zusätzlich erweitern wir das digitale Produktmanagement Team in der IT um noch näher am Markt zu sein.

Der Veränderungsdruck ist hoch – in der IT, aber auch für Anwender und letztendlich auch für den Endkunden – Wie gehen Sie mit Veränderungen um und was sind dabei die Erfolgsfaktoren?

Das Wichtigste aus meiner Sicht ist die persönliche Kommunikation direkt zu allen Mitarbeitern. Dazu wird mindestens einmal im Jahr ein Treffen aller Standorte durchgeführt. Hier werden Themen die ich für wichtig erachte von mir persönlich an alle Mitarbeiter kommuniziert, dies beinhaltet natürlich auch alle möglichen Arten von Change. Ich versuche auch meinen Mitarbeitern immer wieder zu vermitteln, dass es keinen Change mehr im Konzern gibt der nicht die IT betrifft.

Durch ein ständiges Monitoring unseres Business versuche ich die IT Organisation permanent anzupassen und zu optimieren. Als jüngstes Beispiel kann hier die Umstellung auf ein agiles Entwicklungsmodell genannt werden.

Wie wichtig ist der menschliche Faktor bei der Aufgabe des CIOs? Wo sehen Sie da die Kernherausforderungen und welche Ratschläge würden Sie Kollegen dabei geben?

Grundsätzlich verfolge ich den dualen Ansatz um alle Mitarbeiter so gut wie möglich über alle Vorgänge und Trends sowohl intern und extern auf dem Laufenden zu halten. Dual in diesem Kontext ist als formell und informell zu verstehen. Meiner Ansicht nach wird dadurch auch der Mensch in den Mittelpunkt gestellt, da wir durch spielerische und offene Veranstaltungen die Gemeinschaft unseres gesamten Teams stärken.

Ich kann meinen Kollegen auf jeden Fall raten, eine offene Kultur zu pflegen und die Energien der Mitarbeiter durch ein vertrauensvolles Umfeld optimal zu nutzen. Weg vom anwesenheitsorientierten Arbeiten und Denken hin zu idealen Rahmenbedingungen um auch das kreative Potential jedes einzelnen Mitarbeiters voll zu nutzen.

Welche Fähigkeiten muss ein #TopCIO vereinen?

Ein #TopCIO in der heutigen Zeit muss weg vom veralteten Modell des klassischen „IT-Dienstleisters“ welcher nur nach konkreter Aufforderung aktiv wurde. Er muss aktiv auf das Business zugehen und immer wieder neue Ideen und Möglichkeiten (vor allem in der digitalen Transformation) einbringen um weiteres Business zu „enablen“. Dies geht sogar so weit neue Geschäftsmodelle zu entwerfen und diese mit dem klassischen Business zu verbinden.

Wichtig ist in diesem Fall die Rolle des CIO in der Gesamtorganisation fest zu verankern. Dies ist mir u.a. durch Etablierung einer verbindlichen IT-Governance und durch eine Vielzahl an erfolgreichen Projekten sehr gut gelungen.

Was sind Ihre nächsten Ziele?

Die wichtigsten nächsten Ziele sind die weitere Harmonisierung der Systemlandschaft um ein noch höheres Synergiepotential zu nutzen. Ebenso die Etablierung einer weiteren prozessual und geschäftsorientierten Organisationseinheit in der IT, damit das Business bei der Analyse Ihrer Anforderungen noch besser unterstützen werden kann und somit die Umsetzung von IT-Systemen und Applikationen möglichst effizient funktionieren kann.

Und natürlich die weitere Entwicklung unsere Konzeptes in der Personalentwicklung „Challenge, Feedback und Support“.

Welche Bedeutung hat für Sie der Confare CIO AWARD? Warum ist es wichtig, die besten IT-Manager auszuzeichnen und was bedeutet die Auszeichnung für Sie selbst?

Der CIO Award gibt mir die Möglichkeit meine Arbeit auf einem objektiven Level mit CIO Kollegen in meiner Branche zu vergleichen. Ich kann meinen persönlichen Standort besser bestimmen und weitere Motivation für meine Arbeit generieren.

Ebenso kann ich den Award nutzen um meine Leistungen im Konzern nochmals mit einer externen Sicht darzustellen und dass ich mit meinem Weg die richtige Richtung eingeschlagen habe.

Die Gelegenheit des Austausches mit den CIO Kollegen während und nach der Veranstaltung gibt mir die Möglichkeit mein Netzwerk weiter auszubauen und wichtige Erfahrungen zu teilen. Dies rundet sie gesamte Veranstaltung für mich perfekt ab.

 

Der Confare CIO AWARD wird auf dem 9. CIO & IT-Manager Summit am 6/7. April von Confare in Zusammenarbeit mit EY und dem CIO Guide verliehen. Bereits 300 hochkarätige IT-Entscheider haben sich angemeldet – Sichern Sie sich Ihre Teilnahme auf www.ciosummit.at – diese ist für CIOs und IT-Manager kostenlos.
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