Swiss #TopCIO Sascha Schick, Amcor Group: Wie die Digitalisierung die Druck- und Verpackungsindustrie auf den Kopf stellt

by Katharina Konstacky-Degasperi

Während sich die gesamte Branche massiv verändert, sorgt Amcor Group CIO Sascha Schick dafür, dass die IT Hand in Hand mit den Fachabteilungen Innovationen und neue Geschäftsmodelle möglich macht. Das macht ihn in den Augen der Jury zu einem der Top-Kandidaten für die Auszeichnung als #TopCIO 2017 und den Swiss CIO AWARD 2017. Dieser wird am 26. September 2017 im Rahmen des 6. Confare Swiss CIO SUMMIT in Zürich verliehen. Hier treffen Sie mehr als 120 IT-Entscheider aus Schweizer Top Unternehmen. Im Blog Interview sagt Sascha Schick, welche Rolle die IT beim Digitalen Wandel spielt und wo dabei die Erfolgsfaktoren sind.

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf Ihre Branche? 

Die Auswirkungen der Digitalisierung sind bereits heute in der Druck- und Verpackungsindustrie in größerem Ausmaße zu spüren. Seit einigen Jahren sind die Maschinenhersteller unserer Branche bereits daran, neue Wege zu finden um
a) immer kleinere Lose und
b) immer kürzere Rüstzeiten zu ermöglichen.

Dies hatte zu Beginn keinen direkten Zusammenhang mit der Digitalisierung, führte aber durch die Verwendung von neuer Technologie und dem digitalen Wandel zu einer Revolution.  Dies betrifft nicht nur eine maschinelle Weiterentwicklung, sondern eine komplett neue Drucktechnologie – den sogenannten Digitaldruck.  Mit dieser neuen Drucktechnologie ist es den Herstellern gelungen nicht nur die zuvor genannten Ziele, kleinere Lose mit kürzeren Rüstzeiten zu ermöglichen, sondern vielmehr den gesamten Druckprozess inklusive der vor/ nachgelagerten Prozessschritte zu digitalisieren. Komplette Arbeitsschritte sind entfallen und haben somit um ein Vielfaches den Prozess simplifiziert und dadurch die Möglichkeit geschaffen, große Teile voll zu automatisieren. Wo früher noch viel manuelle Arbeit beim Rüstvorgang der Maschine notwendig war – wird dies heute durch die Druckdaten digital gesteuert und kontrolliert, was einen komplett neuen Stellenwert ergeben hat. Diese neue Drucktechnologie, welche mehrheitlich auf Maschinenlevel entstanden ist, als „ausreichend“ für die Digitalisierung der Druck- und Verpackungsindustrie zu bezeichnen ginge jedoch zu weit. Denn auch hier ist die Industrie immer noch am forschen und weiterentwickeln. Eine weitreichende Verbreitung ist ebenfalls noch lange nicht gegeben, der Start in eine neue Epoche ist jedoch initialisiert worden.  Für die Zukunft der Unternehmen in der Branche wird entscheidend sein, wie sie sich gesamtheitlich aufstellen werden.

Hat ein Unternehmen in der Vergangenheit meist „nur“ in neue Maschinen/ Technologien investiert, so ist es heute umso wichtiger die gesamte Wertschöpfungskette zu betrachten und auf eine digitale Ebene zu heben. Dabei ist es wichtig, eine stabile System- und Architektur- Basis zu haben, mit welcher man die Geschäftsprozesse optimieren, simplifizieren und final auch automatisieren kann. Die Unternehmen haben heute nicht mehr die Zeit mit der Digitalisierung Jahre zu warten, bis neue ERP Rollouts, Supply Chain Management Systeme oder IoT Technologien weltweit ausgerollt und etabliert worden sind. Hier müssen neue Wege gefunden werden, welche die Unternehmen unabhängig von diesen „Basisarbeiten“ einschlagen können, damit die Digitalisierung schnellstmöglich in der gesamten Prozess- und Wertschöpfungskette realisiert werden kann. Eine Möglichkeit ist die Anwendung von Bots/ Robots welche kombiniert mit Artificial Intelligence eine plattformunabhängige Möglichkeit bieten Digitalisierung voran zu treiben. Natürlich werden hierbei alte Jobs entfallen und neue Jobs/ Formen von Jobs entstehen. Zentraler Punkt muss und wird aber immer noch der Mensch bleiben, er muss die Bots/Robots anlernen und weiterbilden. Nur so können wir langfristig, natürlich auch kombiniert mit der neuen Maschinentechnologie erfolgreich sein und neue Werte schaffen.  Die Digitalisierung ist heute schon in der Druck- und Verpackungsindustrie angekommen – sie wird die Branche aber noch um ein Vielfaches mehr in der Zukunft verändern.

Verändert sich auch die Rolle der IT?  

Während die IT sich in den vergangenen Jahren darauf konzentrierte, die notwendige Informationstechnologie- Basis für ein Unternehmen zu schaffen und bereit zu stellen indem sie beispielsweise Hardware bestellt, Software installiert, Mitarbeiter in IT-Abläufen geschult und dafür Sorge getragen hat, dass das tägliche Funktionieren der Standardprozesse gewährleistet ist, muss die IT von heute messbare Mehrwerte für das Unternehmen schaffen. Diese Mehrwerte sind in Form von Kosteneinsparungen, Prozessverbesserungen und Innovationen zu erreichen. Jedoch reicht es im Zeitalter der Digitalisierung nicht mehr aus nur die Prozesse des Unternehmens durch die IT aufrecht zu erhalten, regelmäßig prüfen und zu vereinfachen. Vielmehr ist das Ziel neue Wege zu finden, welche dem Unternehmen Mehrwerte schaffen und Kosten einsparen. Effizienteres Arbeiten, welches durch die Einführung neuer IT- Systeme, Optimierung von Applikationen und die Realisierung von Schnittstellen haben hierbei einen grundlegenden Einfluss.  Unternehmen in der Druck- und Verpackungsindustrie stehen wie Unternehmen in anderen Branchen im nationalen und im globalen Wettbewerb. Aufgaben können mittlerweile nach Osteuropa oder Asien ausgelagert werden oder sogar von dritten Unternehmen günstiger ausgeführt werden. Umso wichtiger ist es nun, dass die IT ihren Beitrag zur Prozessoptimierung und final zu einer Wertsteigerung des Unternehmens beiträgt. Durch Modernisierung von Systemen und Optimierung von Geschäftsabläufen können komplette Systeme rationalisiert werden, was mittelfristig zu einer Vereinfachung der Systemlandschaft, sowie zu einer erhöhten Anwenderakzeptanz führen wird.

Die Zukunft wird weitere Herausforderungen bringen und es wird nicht ausreichend sein, sich lediglich mit den oben genannten Aufgaben zu beschäftigen. Die Rolle der IT verändert sich bereits heute und wird sich noch um ein Vielfaches mehr in der Zukunft verändern, da nicht nur die Druck- und Verpackungsindustrie, sondern auch andere Branchen ohne die IT irgendwann an einen Punkt kommen werden, wo ohne eine moderne Informationstechnologie Grenzen erreicht werden – oder es zumindest zu einer reduzierten Innovationsgeschwindigkeit kommen wird. Einige Unternehmen in der Branche haben dies heute schon verstanden und schenken der IT eine höhere Aufmerksamkeit und einen damit verbundenen höheren Stellenwert. Durch die Aufmerksamkeit steht die IT im Rampenlicht und muss neben den Mehrwerten auch Innovator sein, damit sich die IT und das Business verbinden und eins werden können.

Darauf basierend, macht die IT aktiv Vorschläge an das Business bezüglich Innovationen und sucht neue Wege, um das Geschäft zu erweitern und Mehrwerte zu schaffen. Die Rolle der IT wird sich von einer reinen Kostenbetrachtung (liefern von Basis Services) zum Service Provider (Beste Qualität zum besten Preis) – hin zu einer «Strategischen Business Einheit» verändern. Dabei nimmt die IT eine proaktive Rolle ein und ist voll in das Business integriert.

Was sind die wichtigsten 3 Aspekte, die den CIO zu einem entscheidenden Faktor für den Unternehmenserfolg machen? 

Da der Druck der Digitalisierung immer höher wird, wird auch die CIO-Position zu einer immer wichtigeren strategischen Führungsposition, in welcher der CIO den Change (Digitalisierung) aktiv vorantreiben und begleiten muss. Gleichzeitig muss der CIO permanent auf dem neuesten Stand der Technik sein, Marktentwicklungen beobachten, als Businessinnovator auftreten und die Innovationen selbst in das Unternehmen aktiv hineintragen. Der CIO tritt als aktiver und strategischer Berater für das Business auf Managementebene auf und hilft in dieser Funktion Prozesse zu standardisieren, Prozesszeiten zu verkürzen und Prozesse zu optimieren. Dies macht den modernen CIO zu einem entscheidenden Faktor für den Unternehmenserfolg. Um den Stellenwert der IT im Unternehmen zu beeinflussen spielt die Berichtslinie, ob zum CFO oder direkt zum CEO berichtet wird, dabei nur eine zweitrangige Rolle. Entscheidend und viel wichtiger ist das Verständnis über Unternehmensstrukturen, Prozesse und wie sich die Werteflüsse im Unternehmen zusammensetzen. Hierbei kommt es darauf an zu verstehen, durch welche Teile der Wertschöpfungskette welche Kosten entstehen und wo Optimierungspotentiale bestehen. Dieses Verständnis, gepaart mit soliden IT Fachwissen, bilden die Basis für einen modernen CIO. Der moderne CIO versteht das Business und spricht in der Business Sprache. Daraus resultieren die 3 wichtigsten Aspekte, die einen CIO auszeichnen, um aktiv den Unternehmenserfolg mitzugestalten:   1.„Business Kenner“, diskutiert mit seinen Management Kollegen proaktiv Optimierungsvorschläge und die Strategie des Unternehmens.  2.„Führungs- und Lenkungsperson im Unternehmensmanagement“, sucht und offeriert neue Wege um Unternehmensmehrwerte zu schaffen.  3.„Stratege und Innovator“, trägt Innovationen selbst in das Unternehmen hinein.

Welche Tipps haben Sie für Nachwuchsführungskräfte in der IT? Welche Skills sind entscheidend, um in der Rolle erfolgreich zu sein?  

Junge Talente und Nachwuchsführungskräfte sind ein wichtiger Bestandteil einer modernen und zukunftsorientierten IT Organisation. Wichtig zu erwähnen ist, dass nicht nur die jungen Talente von erfahrenen Kollegen lernen können, sondern auch erfahrene Kollegen von den jungen Talenten.  Nachwuchsführungskräfte müssen bereit sein, Eigenverantwortung zu übernehmen, die Bereitschaft haben mehr zu leisten als Andere und zuletzt auch stetig lernbegeistert sein. Sind diese wichtigen Eigenschaften vorhanden und paart man diese mit Zielstrebigkeit, Teamgeist und Flexibilität, dann hat man die perfekte Voraussetzung um langfristig erfolgreich zu sein. Natürlich ist es auch wichtig, die Freude an der Arbeit nicht zu vergessen. Denn ohne Freude und Motivation wird es einem schwer fallen langfristig erfolgreich zu sein. Eine gute Möglichkeit ist es auch, sich einen Mentor zu suchen. Ein Mentor kann von innerhalb oder außerhalb der eigenen Organisation stammen. Ein Mentor sollte dabei nicht nur Wissen und Erfahrungen vermitteln, sondern auch ein guter Feedbackgeber sein. Durch die Besten kann am schnellsten gelernt werden und durch ein gutes Feedback können die eigenen vorhandenen Potentiale voll entfaltet werden.

Welche Rolle spielt die interne IT für Innovation, Produktentwicklung und Geschäftsmodell? 

Nur wenige Innovationen haben das Leben der Menschheit in den letzten 20 Jahren so entschieden verändert und geprägt, wie die Digitalisierung und Vernetzung der Welt – das Internet, Smartphones, Apps – ein Verzicht von alledem wäre heute undenkbar, bringt es uns doch viele Vorteile in unserem täglichen Leben. Die drei Unternehmen mit den aktuell größten Börsenwerten auf der Welt sind Apple, Google und Microsoft. Der Erfolg jedes dieser Unternehmen ist stark mit der Digitalisierung und somit mit der IT sowie mit IT-getriebenen Produkten verbunden.  Die digitale Transformation schreitet unaufhaltsam voran. In der heutigen Zeit entstehen und verschwinden Geschäftsmodelle schneller als je zuvor. Unternehmen die heute nicht innovativ sind und nicht kosteneffizient arbeiten, verlieren Marktanteile. In der Druck- und Verpackungsindustrie ist dies leider noch nicht flächendeckend erkannt worden. Daher ist es von enormer Bedeutung, das Business und IT miteinander arbeiten und ineinander verschmelzen. Fachbereiche und IT müssen enger zusammenarbeiten als zuvor, um gemeinsam neue Geschäftsmodelle und Innovation zu schaffen. Etliche neue Geschäftsmodelle sind heute mit der IT verbunden oder sogar IT-getrieben. Die IT hat dabei zwei Rollen bei der Einführung neuer Geschäftsmodelle:  1. sie muss einerseits in Ihre Rolle als Unterstützer und strategischer Partner das Business bei der Entwicklung und Realisierung neuer Geschäftsmodelle effizient begleiten. Das Business muss die IT bei der Entwicklung neuer Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle von Anfang an eng mit einbeziehen. Des Weiteren muss sie in diesem Zusammenhang dem Business Lösungen anbieten und realisieren, mit welchen neue Geschäftsmodelle eingeführt, Innovation geschaffen und Kosten eingespart werden können.  2. in ihrer zweiten Rolle muss die IT heute selbst als Innovator auftreten. CIOs und Führungskräfte in der IT müssen permanent auf dem neuesten Stand über Software, Technik, Geschäftsprozessen und neuen Geschäftsmodellen sein. Hierbei kennt und versteht der moderne CIO das eigene Business tiefgreifend und arbeitet eng verzahnt mit den Fachabteilungen zusammen.  Ein gutes Beispiel im eigenen Unternehmen ist hierfür die Präsenz von Fachbereichen und dem Senior Management in allen wichtigen IT Meetings und IT Konferenzen. Wenn vor 5 Jahren noch eine aus „rein“ IT Experten gehaltene IT Manager Konferenz durchgeführt wurde, sind heute viele Business Vertreter ebenfalls integriert und anwesend. Dadurch kann und muss die IT neue Entwicklungen am Markt frühzeitig erkennen und dem Business selbst Vorschläge für neue Geschäftsmodelle oder optimierte Geschäftsprozesse unterbreiten, die durch neue technologische Entwicklungen entstanden sind oder entstehen werden. Hiermit wird klar aufgezeigt, dass die Rolle der IT bei der Einführung neuer Geschäftsmodelle heute wichtiger ist als je zuvor. Es darf keine Trennung mehr zwischen Business und IT geben, so wie dies früher oft der Fall war. In Unternehmen, in denen die digitale Transformation bereits weiter vorangeschritten ist, arbeiten Business und IT eng zusammen. Diese Unternehmen erwarten einer aktivere Rolle von der IT, sie muss als Innovationstreiber agieren und proaktiv zum Unternehmenserfolg beitragen.

Welche Bedeutung hat der CIO AWARD für Sie? Warum ist es wichtig, IT-Manager vor den Vorhang zu holen?

Mit dem CIO Award möchte ich nicht nur meine persönlichen Fähigkeiten und Leistungen meiner beruflichen Karriere untermalen, sondern vielmehr den Menschen, die mich die letzten 15 Jahre eng begleitet haben, ein Dankeschön sagen. Ich möchte allen Mut machen und aufzeigen, dass mit einer klaren Vision, Zielen und der richtigen Einstellung (persönliche Werte) jeder in der Lage ist erfolgreich zu sein. Nach meiner Überzeugung stehen das Team und damit der Mensch immer im Mittelpunkt. Ziel muss es also sein, den Mensch mit der Informationstechnologie in Einklang zu bringen, denn technologischer Fortschritt soll eine Unterstützung und damit eine Chance für uns Menschen sein. In den letzten 15 Jahren habe ich stetig daran gearbeitet diese Werte zu leben und sie anderen Menschen zu vermitteln, egal in welcher Funktion oder Hierarchiestufe ich mich gerade befand. Der CIO Award wird neben der Aufmerksamkeit um die Person die ihn gewinnt auch unserer Berufsgruppe und damit der gesamten IT einen weiteren Schub geben. Die zuvor genannten Aufgaben und Ziele mit mehr Aufmerksamkeit und größerer Unterstützungsbereitschaft durch das Senior Management umzusetzen zu lassen. Der CIO Award wird somit helfen unsere Berufsgruppe ins Rampenlicht zu stellen, er zeigt und bestätigt die Wichtigkeit der IT in der heutigen Welt und bestärkt uns darin, weiter aktiv und mit voller Energie und Innovationsbereitschaft den Wertbeitrag und damit den Unternehmenswert zu steigern

Wollen auch Sie wissen, wer das Rennen um den begehrten Swiss CIO AWARD macht? Seien Sie live dabei! Der Swiss CIO AWARD wird am 26. September 2017 im Anschluss an das 6. Swiss CIO & IT-Manager Summit 2017 in Zürich verliehen. Die Teilnahme am Swiss CIO SUMMIT und am Swiss CIO Networking Dinner mit der Verleihung des Swiss CIO AWARD ist für CIOs & IT-Manager kostenfrei.

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9 comments

Ronny Klär 23. August 2017 - 9:09

Die Innovationspotenziale der Digitalisierung sind enorm.
Um die geänderten und gewachsenen Herausforderungen erfolgreich zu meistern, sind als Folge davon neue Konzepte und Vorgehensweisen im IT-Management sowie besondere Anstrengungen zur Kompetenzentwicklung aller Beschäftigten (sowohl der Managementebene als auch für Fachkräfte) notwendig.

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Sascha Schick 5. September 2017 - 17:34

Guten Tag Herr Klär,
ich gebe ihnen hier absolut recht.
Wer heute immer noch davon ausgeht er könnte weitermachen wie in der Vergangenheit wird schnell zu seinem Limit kommen.
Hier versuchen wir über neue agile Methoden und der Integration junger Talente eine “neue modernere und mehr flexiblere” Unternehmenskultur zu schaffen. Dies ist aus meiner Sicht heraus der schwierigste Teil des Digitalisierungs-/ Veränderungs- Prozesses.
Ich bin aber auch davon überzeugt mit einer offenen Einstellung gemeinsam die Herausforderungen meistern zu können.
Beste Grüsse
Sascha Schick

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Mario Vogel 24. August 2017 - 10:06

Treffende Aussage bei der Nachwuchsförderung in der IT.
Es ist wichtig eine gute Durchmischung in einem Team zu erreichen.
Fehlende technische Fähigkeiten in neuen Technologien werden durch Erfahrung bei älteren Kollegen aufgefangen. Bei den “Digital Natives” verhält es sich umgekehrt, so können beide Gruppen voneinander lernen.

Zu Unterstreichen ist der Kommentar zur Rolle der internen IT im Unternehmen.
Eine wichtige Rolle trägt die interne IT auch bei der Darstellung und Präsentation neuer Innovationen für die Gesamtbelegschaft. Wenn die Transparenz der Vor- und möglicherweise auch Nachteile nicht gegeben ist, ist es schwer Akzeptanz für noch so gute Lösungen zu erhalten. Damit steht und fällt jedes Projekt.

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Sascha Schick 5. September 2017 - 17:45

Guten Tag Herr Vogel,
die Nachwuchsförderung liegt uns bei Amcor und speziell mir persönlich sehr am Herzen. Ich habe schon sehr früh erkannt wie wertvoll eine Kombination zwischen jungen und erfahrenen Kollegen ist. Hierbei sehe ich die Anwendung der Strategiemassnahme “IT Academy” nicht nur rein als IT technisches Thema. Sie hilft uns neben der “Durchmischung auch dabei eine langfristige “Talent Contingency” sicher zu stellen. Wie bereits per Telefon besprochen freue ich mich über einen weiteren persönlichen Austausch und eine potentielle auch business übergreifende Zusammenarbeit zu dem Thema.
Bezugnehmend auf die Rolle der IT haben wir speziell mit dem InnoLAB eine neue Form gesucht wie wir zukünftig die Kollegen aus dem Business und die IT näher zusammen bringen. Ich bin schon sehr auf unseren ersten Event Anfang 2018 gespannt bei welchem auch meine Kollegen aus dem Senior Management teilnehmen werden. Speziell im Thema Robotics und AI sehe ich hier die Zukunft für weitere Geschäftsprozess Optimierung und Automatisierung.
Beste Grüsse
Sascha Schick

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Michael Schmitt 25. August 2017 - 14:53

Die Digitalisierung ist eine Chance für alle Unternehmen der Druck- und Verpackungsindustrie sowie für Unternehmen vieler anderer Branchen. Jedes Unternehmen hat im Zuge der Digitalisierung die Chance sich Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten zu verschaffen. Bei diesem Prozess spielt die IT sowie die Integration der IT in das Unternehmen eine wichtige Rolle. Einerseits ist es Aufgabe der IT selbst, Trends selbständig im Rahmen der Digitalisierung zu erkennen, diese zu testen sowie zu implementieren und wenn sinnvoll, daraus neue Standards zu schaffen. Andererseits ist es Aufgabe der Unternehmen, die neue Rolle der IT zu erkennen / anzuerkennen, die unsere Zeit und die Digitalisierung der IT zuweist und daraus resultierend die IT als Teil des Business selbst zu verstehen sowie die IT voll in das Business zu integrieren.

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Sascha Schick 5. September 2017 - 17:57

Hallo Herr Schmitt,
hier haben wir eine absolute Übereinstimmung: die Digitalisierung ist eine Chance für jeden Einzelnen und die Unternehmung selbst!!!
Leider haben dies heute noch nicht alle Kolleginnen und Kollegen voll verinnerlicht. Aber der sogenannte Change Management Prozess ist ja sowieso einer der schwierigsten Prozesse denen wir uns stellen dürfen.
Ich finde ihren Punkt bezogen auf die “Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten” sehr interessant, da wir in der Druck- und Verpackungsindustrie meist nicht die Vorreiter sind. Hier kann mit einem überschaubaren Invest (bsw. verglichen mit der Automotive Industrie) sicherlich ein grosser Schritt und damit ein Geschäftsvorteil und damit final eine Unternehmenswertsteigerung erreicht werden.
Wenn ich mir überlege wie ich die CIO Rolle der Zukunft beschreiben würde bin ich mir sicher dass ich meinen Schwerpunkt mehr auf die Businessfachkompetenz anstelle der IT technischen Kompetenz legen möchte. Ich sehe einen grossen Vorteil darin asl CIO oder IT das Business zu verstehen – und möchte eigentich die Trennung IT und Business auch im verbalen täglichen Umgang vermeiden.
Grüsse aus ZH
Sascha Schick

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Michael Krapp 1. September 2017 - 2:15

Die Bedeutung der IT wird in den meisten Unternehmen der Druckindustrie falsch eingeschätzt. Auf Grund der Komplexitität werden die Möglichkeiten nicht transparent und nicht ausreichend gefördert. Die Digitalisierung und die damit verbundenen neuen Prozesse sind die größte Herausforderung für die Unternehmen in der Verpackungsbranche. Investitionsentscheidungen werden komplexer und mit der IT entsteht ein weiterer wichtiger Partner. IT-Management nimmt an Bedeutung zu und wird ein wichtiger Wettbewerbsfaktor.

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Sascha Schick 5. September 2017 - 18:07

Guten Abend Herr Krapp,
ich gebe ihnen hier absolut recht. Leider wird in den meisten Unternehmen der Druck- und Verpackungsindustrie die IT noch als reiner Kostenfaktor (Kostenstellenbetrachtung) gesehen. Es wird meist schneller in neue Maschinen und Equipment investiert bevor eine Entscheidung für eine IT Investitions anstelle der Maschine getroffen wird.
Jedoch muss ich sagen dass ich mittlerweiele auch in unserer Industrie vereinzelt sehr inovative Werke kennen lernen durfte, welche mich sehr beeindruckt haben. Ich bin absolut überzeugt das dies ebenfalls mit den Menschen und somit der Führungsspitze dieser Unternehmen zu tun hat. Einige Kollegen im Management haben die Möglichkeiten der IT Mittel erkannt und wenden diese auch Schritt für Schritt an. Der Digitaldruck, volloutomatisierte Produktionen und die weiteren Bekannten sind Ergebnisse dieser “neuen” Kultur.
Gerne würde ich mich hierzu persönlich mit ihnen austauschen – bitte um kurze Mitteilung ihrer Kontaktdaten via email.
Beste Grüsse
Sascha Schick

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Guy Huau 21. September 2017 - 5:16

Interesting article that explains in an easy readable way the vision of a CIO that understands the print and packaging industry and how to integrate business and IT strategy, how to run lean and efficient IT organisations and how to implement systems with a long term vision not forgetting smaller but crucial elements that are often key for a long-term success. It will catch reader’s attention that the common thread in the article are integration, innovation and talent, 3 key ingredients that are essential to keep a company at the forefront and that make the real difference for IT co-workers, the company and its customers and suppliers. Mr. Schick I wish you good luck with the #TopCIO 2017 award !!!

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