Effiziente Prozesse, nahbarer Service – Confare ImpactAward Nominee Marcus Loskant

by Cansu Karacan

Confare ImpactAward Nominee Marcus Loskant (LVM Versicherung) – Effiziente Prozesse, nahbarer Service 

In dieser Blogbeitrag-Reihe sprechen wir mit den Nominees des Confare ImpactAward – der Auszeichnung für IT-Entscheider:innen, die die IT in das Rampenlicht rückt. Unser heutiger Gast: Marcus Loskant, Vorstand bei der LVM Versicherung. Er erläutert, wie die IT@LVM als strategischer Enabler gewachsene Kernsysteme modernisiert und warum eine erfolgreiche Transformation vor allem davon abhängt, Technologien konsequent in die Prozesse zu integrieren, um mehr Raum für die persönliche Kundenberatung zu schaffen. Sein erklärtes Ziel? Mehr Zeit für die persönliche Kundenberatung – geprägt von Empathie und einem vertrauensvollen Dialog.

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Welche Rolle spielen IT und Digitalisierung für Euer aktuelles
Geschäftsmodell?

IT und Digitalisierung sind ein zentraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Sie sorgen dafür, dass wir effizient, verlässlich und kundenorientiert arbeiten – etwa durch digitale Prozesse, Automatisierung und KI-gestützte Assistenz.

So verbessern wir Qualität und Geschwindigkeit, entlasten unsere Mitarbeitenden und steigern die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden, ohne Verantwortung aus der Hand zu geben. Letztendlich sorgen wir dafür, dass die Kolleginnen und Kollegen wieder mehr Zeit für Empathie und persönlichen Austausch mit unseren Kunden haben.

Welche Weichenstellungen stehen für die moderne Versicherungs-IT an?

Überraschenderweise sind die entscheidenden Weichen nicht in erster Linie in der Technologie zu finden. Die LVM hat den Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Das heißt: Für alle Innovationen und neuen Technologien brauchen wir Menschen, die diese mit viel Herz und Verstand bewerten und umsetzen können.
Natürlich benötigen wir auch die notwenige Technologiekompetenz. Klare Architekturentscheidungen, verantwortungsvolle KI-Nutzung und konsequente Automatisierung sind ebenso Schlüssel zum Erfolg.

Entscheidend ist, moderne Lösungen so einzubetten, dass sie stabil, sicher (Stichwort Governance) und kundenzentriert wirken können und dabei einen Mehrwert für die Prozesse der LVM-Mitarbeitenden im Innen- und Außendienst schaffen.

Kurz gesagt: Digitalisierung muss verlässlich, kundenzentriert und strategisch gedacht sein – nicht als Selbstzweck, sondern als echter Mehrwert für Kunden und Mitarbeitende.

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In der Versicherungsbranche treffen sich laufend verändernde
Arbeitswelten und moderne Technologien wie AI auf Legacy-Kernsysteme. Wie schafft man es, dass der Weg in die Zukunft nicht zur Zerreißprobe wird?

Der Weg in die Zukunft wird dann zur Zerreißprobe, wenn neue Technologien wie KI einfach „on top“ auf bestehende Strukturen gesetzt werden, ohne historisch gewachsene Prozesse zu überdenken und sich von veralteten Systemen zu trennen. KI ist kein Tool, das man einfach ausrollt und automatisch Mehrwert erhält. Es ist auch keine Wunderwaffe gegen schlechte Prozesse und vernachlässigte IT. Wirkung entsteht erst, wenn moderne Technologien konsequent in Prozesse tiefenintegriert und diese auch neu gedacht werden.

Als Versicherer brauchen wir neben neuen Technologien und KI gleichzeitig stabile und deterministische Kernsysteme als Rückgrat unseres Geschäfts. Das hier kein Widerspruch bestehen muss, zeigen wir gerade als LVM.

 

Was für ein Team braucht es für solch weitgreifende Veränderungen, im
Sinne von Skills, Persönlichkeit und Resilienz?

Für weitgreifende Veränderungen braucht es kein homogenes Spezialistenteam, sondern bewusst vielfältige Teams.

Entscheidend sind starke technische Grundlagen – etwa Architektur-, Daten- und Prozessverständnis – kombiniert mit Neugier und Lernbereitschaft. Nicht zuletzt braucht es Mut und die Fähigkeit, neue Technologien wie KI kritisch einzuordnen und zu einem Mehrwert zu bringen.

Genauso wichtig sind Persönlichkeit und Haltung: Resilienz entsteht dort, wo Erfahrung und neue Perspektiven zusammenkommen, Verantwortung übernommen wird und Fehler als Teil des Lernprozesses akzeptiert werden.

 

Wie wichtig ist auf diesem Weg die Entwicklung von Skills und Talenten in der IT?

Die Entwicklung von Talenten und Skills, inklusive der sogenannten Softskills, ist entscheidend für den Erfolg der IT– und keineswegs nur eine Begleitmaßnahme.
Wie schon erwähnt, stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt. Wir investieren gezielt in Weiterbildung und Upskilling, damit Mitarbeitende neue Technologien verstehen, sinnvoll einsetzen und aktiv weiterentwickeln können. Qualifizierung schafft Sicherheit, Akzeptanz und Tempo in der Transformation – hier gibt es übrigens keine Altersgrenze.

 

Wie gelingt der Weg in die Zukunft, auch wenn sich das Zielbild,
Technologien und Marktanforderungen laufend weiterentwickeln?

Kurz gesagt: Unternehmen brauchen kein starres Zielbild für die Zukunft, sondern eine strategische Orientierung, Lernen in kleinen Schritten und den Mut, Technologie konsequent in Prozesse zu integrieren. Entscheidend ist, Menschen aktiv in den Wandel einzubinden, ihr Feedback ernst zu nehmen, Fehler und Rückschritte zuzulassen und das Zielbild immer wieder neu zu justieren. So bleibt man handlungsfähig, auch wenn sich Rahmenbedingungen ständig verändern.

 

Wie viel gesellschaftliche Verantwortung trägt man als Führungskraft –
und was bedeutet das für dich in der täglichen Praxis?

Führungskräfte tragen heute eine klare gesellschaftliche Verantwortung, weil ihre Entscheidungen weit über das Unternehmen hinauswirken. Das gilt besonders für IT Themen.

Für mich heißt das, Technologien verantwortungsvoll einzusetzen, Menschen mitzunehmen und Werte wie Transparenz und Vertrauen konsequent zu berücksichtigen. Verantwortung zeigt sich dabei weniger in großen Worten als im täglichen Handeln – in Prioritäten, Entscheidungen und im respektvollen Umgang mit Mitarbeitenden und Technologie.

 

Welche Bedeutung hat der Confare ImpactAward für dich persönlich?

Die externe Nominierung zum Confare ImpactAward ist für mich eine besondere Anerkennung, eine Anerkennung der Leistung der Kolleginnen und Kollegen, insbesondere in der IT@LVM. IT und Digitalisierung in allen Facetten entstehen gemeinsam in Teams, die Verantwortung übernehmen, Neues ausprobieren und dranbleiben, auch wenn der Weg nicht immer geradlinig ist.

Die Auszeichnung ist für mich ein Ansporn, auch künftig die Digitalisierung voranzutreiben und mit dem IT@LVM-Team innovative Lösungen für die Herausforderungen der Versicherungsbranche zu entwickeln.

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