Emmi auf dem Weg zum intelligenten Unternehmen – Leckere Milchprodukte und das Intelligent Enterprise Framework

by Alp Keser

Am 15. September prämieren wir am 9. Confare Swiss CIOSUMMIT die besten Schweizer IT-Manager mit dem Swiss CIOAWARD 2020. Wie gewohnt, stellen wir Ihnen die besten Einreichungen und Nominierungen im Blog vor. Ricardo Nebot hat als Mitglied der Geschäftsleitung der Emmi Schweiz AG die Digitale Zukunft des Unternehmens als Ziel vor Augen. So hat sich die IT des Unternehmens vorgenommen, die nächsten Jahre aktiv zu nutzen, um Emmi zu einem noch intelligenteren Unternehmen zu machen – im Sinne des Unternehmenserfolges und im Sinne des Konsumenten.

  • Welche Rolle spielt die IT für den Erfolg von Emmi?

Emmi versteht es, aus guter Schweizer Milch und vielfältigen Zutaten viele leckere Produkte zu machen. Ohne IT würde Emmi kaum ein Produkt herstellen oder verkaufen können. Alle Prozesse der Emmi Wertschöpfungskette sind digital miteinander verknüpft. Die hohen Emmi Qualitäts­standards sowie die hohe Lieferbereitschaft lassen sich in den zum Teil sehr komplexen Prozessen nur mittels IT-Lösungen sicherstellen. Wir verbinden und betreiben alle Kern­applikationen in Eigenregie. Damit können wir schnell und flexibel auf die ständigen Veränderungen reagieren. Veränderungen in der Lebensmittelbranche gibt es viele und es werden ständig mehr – neue Produktlinien, veränderte Rezepturen, neue gesetzliche Anforderungen, erweiterte Qualitäts- und Prüfverfahren, um nur einige zu nennen.

Neben den Optimierungs- und operativen Aufgaben sorgen wir auch für die IT-Sicherheit. Wir sind da sehr restriktiv, haben eine klar kommunizierte Security Governance und schulen unsere Mitarbeitenden seit Jahren mit unseren Security Awareness Kampagnen.

Last but not least hat sich die IT in den letzten Jahren zu einem wichtigen Effizienztreiber entwickelt. Mittels neuer IT-Lösungen optimiert sich das Business laufend. Emmi spart nicht mehr an der IT, sondern mit der IT.

  • Wie schlägt sich das auf die IT-Strategie nieder?

Unsere IT-Strategie zielt aufs Business als Ganzes. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, Emmi bis 2024 zu einem intelligenten Unternehmen weiterzuentwickeln. Technisch betrachtet, ist es die vollständig integrierte Planung und Steuerung aller Geschäftsprozesse. Das hört sich komplex an und ist es auch. Wir sprechen hier nicht nur von einem Finanz-, Produktions- und Logistik-System, sondern von hunderten weiteren Applikationen und Datenflüssen, die miteinander verknüpft werden müssen.

  • Teil der IT-Strategie ist ein Intelligent Enterprise Framework – was sind die Erwartungen daran?

Die Emmi IT wird in den kommenden fünf Jahren einen substanziellen Beitrag leisten, um die Emmi zu einer intelligenteren Unternehmung weiterzuentwickeln. Das grösste Potential sehen wir dabei im Aufbau eines Intelligent Enterprise Framework. Um dieses strategische Ziel zu erreichen, muss die Emmi IT die „Extrameile“ in den kommenden Jahren gehen.

Das Intelligent Enterprise Framework setzt sich aus drei Komponenten zusammen.

Die Intelligent Suite ist die Integration unserer bestehenden Kern- und Fachapplikationen für Administration, Produktion und Logistik, die es dem Business ermöglicht, sein Tagesgeschäft erfolgreich zu meistern.

Die Digital Platform ist die Kombination aus aktuellen Cloud-Plattform- und Datenmanagement-Technologien, die es erlaubt, das wachsende Datenvolumen dynamisch zu orchestrieren. Damit können die Geschäftsprozesse besser analysiert werden und das Business kann Datenauswertungen in Echtzeit fahren.

Die Intelligent Technologies umfassen neue Tools und Technologien, mit deren Hilfe erweiterte Erkenntnisse gewonnen werden können. Hierzu gehören Advanced Analytics, Machine Learning, Artificial Intelligence sowie Internet of Things.

Kurz zusammengefasst sind für eine erfolgreiche Digitalisierung der Emmi drei grundlegende Fähigkeiten zwingend notwendig:

  • Durchgängige Datenversorgung aller Prozesse
  • Bereitstellung aller relevanter Daten in Echtzeit
  • Data Literacy Culture fördern
  • Wie gestalten Sie die Zusammenarbeit zwischen IT und Fachbereichen?

Die Zusammenarbeit gestalte ich respektvoll, vertrauensvoll und professionell. Diese drei Prinzipien sind mir wichtig und ich lasse mich an diesen messen. Respekt und Vertrauen sind die Grundlage für eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Mit Professionalität meine ich eine Lösungs- und Serviceorientierung, aktive Kommunikation zu allen Themen, Kosten­transparenz und Verlässlichkeit.

Ich verstehe mich als Ambassadeur zwischen dem Business und der IT. Wo immer möglich führe ich Ideen, Vorhaben und Mitarbeitende aus allen Fachbereichen zusammen, um gemeinsam an den richtigen Lösungen zu arbeiten. Dazu gehört es aber auch, die Grenzen des technisch Möglichen offen anzusprechen und Business Vorhaben kritisch zu hinterfragen.

  • Wo legen Sie Ihre Schwerpunkte? Wie gestalten Sie die Rolle als CIO?

Ein Schwerpunkt liegt ganz klar bei den Mitarbeitenden. Technik ist heute für alle Marktteilnehmenden gleichermassen verfügbar. Der echte Wettbewerbsvorteil liegt in den gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitenden. Wir achten bei der Auswahl neuer Mitarbeitender nicht nur auf technisches Know How und Culture Fit, sondern auch darauf, ob diese neue Ideen und Impulse mitbringen.

Inhaltlich treibe ich das Thema der Digitalisierung voran. Und das ist vor allem ein Kulturthema. Wir müssen innerhalb der bestehenden Emmi-Kultur Freiräume schaffen, in denen neues übergreifendes Denken und Arbeiten möglich ist. Die Entwicklungsstränge verlaufen heute nicht mehr linear und synchron, sondern parallel und asynchron. Was gestern noch gültig war, kann heute schon überholt sein. Darauf müssen wir unsere Mitarbeitenden vorbereiten und sie entsprechend stärken.

  • Was bedeutet der Confare CIOAWARD für Sie persönlich?

Der Confare CIOAWARD ist die Veranstaltung in der Schweiz, auf der man sich mit seinen Kolleginnen zu aktuellen und neuen Themen austauschen kann. Ich lerne bei jeder Veranstaltung neue Menschen kennen und lasse mich durch neue Lösungen inspirieren.

Der Wettbewerb ist ein schöner Ansporn sich zu messen und eine gute Gelegenheit, einmal über seine eigene Arbeit zu reflektieren.

Schon die Nominierung für den CIOAWARD ist ein Erfolg.

Swiss CIO SUMMIT

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