Drei ERP-Trends für 2018

by Lisa Baur

Das wird den Markt für Unternehmenssoftware bewegen

2018 gibt es zahlreiche neue Entwicklungen und Innovationen. Auch im Markt für Unternehmenssoftware existieren Trends, an denen in diesem Jahr kein Hersteller, Anbieter oder Anwender vorbeikommt. Welche das sind, hat Matthias Weber, Spezialist für Unternehmenssoftware, zusammengestellt und um Einschätzungen deutschsprachiger ERP-Experten ergänzt. Insgesamt werden nächstes Jahr drei Themen den Markt bewegen: Künstliche Intelligenz, Virtual Reality und Security.

Innovative CIO - ERP TrendsIntelligente Unternehmenssoftware: Predictive Data und Künstliche Intelligenz

Schon heute treffen ERP-Systeme datenbasierte Entscheidungen. So wird die Online-Bestellung abgelehnt, wenn die georderte Anzahl höher ist als die verfügbare Lagermenge. In Zukunft werden ERP-Programme noch intelligenter und bestellen den gewünschten Artikel bei anderen Anbietern oder listen alternative Produkte auf. Diese Vorschläge ergeben sich aus dem historischen Kaufverhalten. Der nächste Schritt wird sein, mit Hilfe von Daten kommende Präferenzen vorherzusagen.


Marc Drögsler, CTO bei der inovoo GmbH, über Künstliche Intelligenz (KI)

„Bezogen auf den Anwendungsfall werden einfache Prozesse wie Customer On-Boarding, Entscheidungsfindungen, zum Beispiel Rechnung bezahlen (die einen Bestellbezug haben und der Betrag kleiner „x“ ist), Fullfillment-Prozesse (wie „Willkommenspakete“ versenden), etc. in 2018 komplett von KI übernommen werden. Die Durchdringung des Marktes in Richtung KI aus ERP-Sicht wird dazu führen, dass Informationen schneller an den richtigen Stellen und im grossen Umfang zur Verfügung stehen werden.“


Interaktive Unternehmenssoftware: Schnittstellen und Virtual Reality

Unser Alltag wird immer digitaler. Ob auf der Arbeit, wo der Lagerist über eine Datenbrille mit dem ERP-System interagiert und dank eingeblendeter Objekte die Lagerplätze schneller findet. Oder beim Online-Shopping, wo Virtual Reality die Produkte auf eine neue Art erleben lässt und über die PIM-Schnittstelle alle Infos bereitstellt. Ergeben sich dann hier weitere Fragen, liefert der Chatbot automatisch Antworten, die wiederum aus dem ERP-System generiert werden.


Godelef Kühl, Vorstand, godesys AG, über Virtual Reality

„Virtual Reality wird die Möglichkeiten des Einkaufens erweitern. Es gibt technikaffine Kunden, die gerne auf VR setzen werden. Zugleich gibt es aber auch eher traditionelle Kunden, die der neuen Technik zunächst mit Skepsis begegnen werden. Jeder Kunde sollte da abgeholt werden, wo er oder sie sich befindet. Darum ist eine flexible Geschäftssoftware so wichtig: Der Anwender muss die Möglichkeit haben, Erweiterungen und Anpassungen wie in Sachen VR, einfach und schnell in die Tat umzusetzen.“


CIO Summit 2019 - Talente bewegen

Sichere Unternehmenssoftware: Blockchain und automatisierte Überwachung

Ob Datendiebstahl oder Manipulation – der Schaden durch Hackerangriffe kann immense Verluste verursachen. Da Software nicht autonom in einem geschlossenen System agiert, wird sichere Unternehmenssoftware immer wichtiger. Neben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die mit empfindlichen Bußstrafen droht, besteht auch ein Eigeninteresse am Datenschutz. Technologien wie Blockchain und TLS-Verschlüsselung nehmen daher im kommenden Jahr an Bedeutung zu.


Mario Baldi, CEO Scheer GmbH, über automatisierte Überwachung

„Die eigentliche Frage für die Zukunft wird jedoch sein, wie sich die Auswirkungen solcher Angriffe begrenzen und kontrollieren lassen. Gerade durch die zunehmende Automatisierung von Entscheidungen wird es immer herausfordernder gegenzusteuern, bevor durch den Angriff relevante Schäden entstehen. Als Beispiel seien hier die Flash Crashs genannt […]. Einen möglichen Ausweg bieten hier Techniken aus den Bereichen AI und Process Mining: Wenn wir die Entscheidungen automatisieren, müssen wir auch die Überwachung und Gegenmassnahmen automatisieren.“


Mehr zum Thema Unternehmens-Software Trends bei Innovative CIO am 27. November 2018 in Wien.

 

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