FinTech Disruption: Eine Digitale Bank kann in sechs Wochen am Markt sein

by Annecilla Sampt

Umwälzungen der Finanzindustrie durch FinTech Startups sind allseits spürbar. 77,6 Milliarden waren die 25 Top-FinTechs Anfang 2018 wert. Mitten in der gravierenden Disruption, die dem Old Capital den Todesstoß versetzt, sind wir heute aber noch nicht. Ein Grund: Die lange Entwicklungszeit von drei bis vier Jahren bis zum laufenden FinTech-Produkt. Ein zweiter: Entwicklungszyklen mit Technologie-Basis brauchen lange bis zum MVP und ziehen deshalb in frühen Phasen eher niedrige Investorengelder an. Das heißt: Oft fließt relativ wenig Geld in eine Idee, diese wird dann mühsam von zu kleinen Teams ausgearbeitet und braucht lange bis sie zu einem funktionierenden Minimal-Produkt gewachsen ist, das hohe Bewertungen rechtfertigt.

Challenger-Bank Entwicklung in unter 6 Wochen

Be CIO Braintribe FintechDas Wiener SmartData-Startup Braintribe sieht sich heute in der Lage den MVP für eine funktionierende Bank in unter 6 Wochen zu entwickelten. Branchen-Urgestein Yury Demidovich leitet seit Mitte des Jahres Braintribes FinTech-Abteilung. Er spricht heute von einer “Revolution, die so gravierend ist, wie die Einführung des Internets” und meint damit den SmartData-Zugang von Braintribe-Gründer Stefan Ebner. Dieser möchte Daten verständlich und zugänglich machen, sodass digitale Produkte von der Idee und der User-Experience ausgehend entwickelt werden können, nicht mehr von einer Technologie-Basis. “Ich habe kein Wort verstanden, als wir uns zum ersten mal darüber unterhalten haben”, lacht Yury Demidovich und es habe durchaus einige Zeit gebraucht, ihn zu überzeugen.

Russischer Branchen-Guru für Braintribes FinTech-Plattform

Anfang der 90er entwickelte Yury Demidovich für die russische Sberbank, damals kundenstärkste Bank der Welt, die erste Smart Wallet, lange bevor Visa und Mastercard mit IMB auf den Zug aufsprangen. Führungspositionen in chinesischen, kontinentaleuropäischen und zuletzt in britischen Bankunternehmen machten ihn zur FinTech-Koryphäe. Heute ist Demidovich dabei wieder umzuziehen – nach Wien; um für Stefan Ebners Braintribe eine FinTech-Plattform aufzubauen.

Die Technologie im Hintergrund

Wenn FinTechs heute an den Start gehen, tun sie das mit einer guten Idee. In diese wird investiert. Mit dem Geld wird die technologische Entwicklung vorangetrieben, Investitionsrunde für Investitionsrunde wird auf den Proof of Concept und das erste Minimal-Produkt hingearbeitet. Später wird die User-Experience erstellt und verfeinert. Nach durchschnittlich vier Jahren geht das FinTech-Produkt an den Start.

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Der neue Zugang, den Braintribe durch SmartData möglich machen möchte, stellt dieses Modell auf den Kopf. Intelligente Softwarebausteine – Braintribe nennt sie xperience assets, model assets, computing assets und data assets – erlauben es eine Idee sofort umzusetzen, ohne programmieren zu müssen. Konzept und Bausteine werden seit Anfang des Jahres entwickelt und getestet – dabei ist bereits eine digitale Bank entstanden: “Das Produkt läuft. Es läuft jetzt mit simulierten Daten, weil es noch eine Zulassung gibt, aber es läuft”, erklärt Yury Demidovich.

Smart FinTech zwischen Academy und Community

Braintribes Plattform Datapedia, soll bald Gründern auf der ganzen Welt die Möglichkeit geben, FinTech-Produkte in sehr kurzer zu entwickeln. Demidovichs Smart FinTech Lab ist dabei eingebettet in ein Umfeld, das mit der Smart FinTech Academy, Talente ausbilden und mit der Smart FinTech Community Co-Creation fördern soll. Nach den heurigen Büro-Eröffnungen in Wien und London, sind die nächsten Rollouts in Frankfurt, New York und Singapore geplant.

Die Fintech Experten von Braintribe treffen Sie beim 2. Confare BeCIO SUMMIT in Frankfurt am 18.10.2018, gemeinsam mit hochkarätigen IT-Managern, CIOs und Digitalisierungs-Pionieren. Sichern Sie rechtzeitig Ihre Teilnahme!

 

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