Haufe Group CIO Andreas Plaul: Wie sich Inflations- und Energiekrise auf die interne IT auswirken

by Cansu Karacan

OUT NOW im #ConfareBlog mit Haufe Group CIO Andreas Plaul: Wie sich Inflations- und Energiekrise auf die interne IT auswirken

Vom Verlag zum Software- und Medienkonzern: Die Geschichte der Haufe Group ist nicht nur bewegt, sie ist auch ein Beispiel für gelebte Digitale Transformation. Business und IT müssen dafür Hand in Hand gehen. Im Vorfeld des Confare CIOSUMMIT Frankfurt wollten wir von CIO Andreas Plaul mehr darüber wissen, wie sich die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen auf die Rolle des CIO auswirken und wo er die besonderen Herausforderungen für die IT dabei sieht.

IT und Digital verändern die Welt – das bedeutet eine besondere Verantwortung für jene Menschen, die diese Bereiche in den Unternehmen leiten. Mehr als 20 hochkarätige CIOs und CDOs sind für die Confare #ImpactChallenge nominiert – Sie können diese jetzt mit Ihrer Stimme beim täglichen Community Voting unterstützen.

Was macht denn die Aufgabe des CIO im Unternehmen aus? Wie legen Sie die Rolle aus?

Die Rolle der IT in der Haufe Group ist vielschichtig. Zunächst einmal liegt es in der Verantwortung der IT, dass das Unternehmen handlungsfähig bleibt. Unsere stetigen Hausaufgaben sind der Basisbetrieb, die Bereitstellung von Arbeitswelten und die Durchführung der zentralen IT-Governance.

Allerdings wirken wir auch in die Business IT. Hier unterstützen wir früh im Innovationsprozess, in der Steuerung und Umsetzung. Das ist nicht in jedem Projekt gleich, als größter Technologiebereich sind wir aber in technologischen Themen auch im Business beteiligt.

Inflations- und Energiekrise lösen die Coronakrise ab – inwieweit ist man denn als CIO von den aktuellen globalen Entwicklungen betroffen und gefordert?

Krisen sind Risiko und Chance zugleich. Wir müssen als IT unsere synergetische Stärke ausspielen und kostengünstigste, innovative Lösungen bieten. Gleichzeitig verringert sich der Spielraum und wir müssen schneller auf den Markt reagieren.

Das führt dazu, dass nicht jedes Projekt durchgeführt werden kann und wir auch kritisch Investitionen hinterfragen müssen. Die zusätzlichen Lieferzeiten belasten die zeitliche Planung von Themen und Projekten weiter.

Welche Rolle spielt der CIO dabei, die aktuellen Herausforderungen zu meistern?

Der CIO vermittelt zwischen dem Unternehmen und der IT.

Ich schärfe das Verständnis für die Herausforderungen im Business, aber auch für die Notwendigkeiten der IT im Business und erarbeite mit der IT-Lösungskonzepte. Ohne diese Vermittlerrolle entstehen viele Reibungsverluste und Frust.

Was sind denn Ihrer Ansicht nach die wichtigsten Themen auf der CIO-Agenda?

Ich sehe zwei besonders wichtige Schwerpunkte. Zum einen gilt es die Innovationskultur auch in der Krise aufrecht zu erhalten. Zum anderen geht es jetzt an das Gestalten neuer Arbeitswelten. Dabei ist es wichtig, die Möglichkeiten der erweiterten Realität zu berücksichtigen, um auch langfristig durch Immersion die geistige Gesundheit der Mitarbeiter zu wahren.

Beschränkt sich die Rolle der IT bei Nachhaltigkeit auf die Datensammlung für das ESG-Reporting? Welche Möglichkeiten gibt es darüber hinaus?

Die IT ist für Nachhaltigkeit Chance und Risiko zugleich. Durch den Betrieb von Technologie entstehen ökologische, ökonomische und soziale Belastungen. Gleichzeitig reduzieren Digitalisierung und neue Arbeitswelten diese Belastungen. Die Rolle der IT ist es sich smart aufzustellen, so dass die Chancen die Risiken überwiegen.

Wieviel gesellschaftliche Verantwortung trägt man denn als Führungskraft in der IT?

IT ist ein wesentlicher Bestandteil aller Lebensbereiche mit einem hohen Bedarf an Fachkräften. Dies muss man sich als Führungskraft bewusst sein und diese transformatorische Wirkung aktiv nutzen, um einen positiven Einfluss auszuüben.

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