ImpactAward Preisträger Christian Hürter – Wie IT die Transformation vom Diesel zum Ökosystem beschleunigt

by Cansu Karacan

NEU im #ConfareBlog
ImpactAward Preisträger Christian Hürter – Wie IT die Transformation vom Diesel zum Ökosystem beschleunigt

IT ist längst mehr als Infrastruktur – sie treibt Innovation, verändert Unternehmenskulturen und schafft nachhaltigen Wandel. Mit dem Confare ImpactAward werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die diesen Fortschritt mitgestalten und über die IT hinaus Wirkung zeigen.

Die Gewinner:innen bestimmt nicht eine Jury, sondern die Community: Über 20.000 Stimmen wählten aus 16 Nominierten sechs herausragende Vorbilder. Einer davon ist Christian Hürter. Verliehen wurde der Award beim Confare CIOSUMMIT Frankfurt – der Termin für nächstes Jahr steht bereits fest: Holen Sie sich Ihr Ticket.

Heute im Blog – Confare ImpactAward Preisträger Christian Hürter. Christian ist Head of IT/CIO bei DEUTZ AG und treibt dort die IT als proaktive Kraft der Transformation voran – mit dem Ziel, Nachhaltigkeit durch IT zu ermöglichen und DEUTZ vom Diesel-Pionier zum Anbieter klimafreundlicher Produktökosysteme zu begleiten.

Wie hat sich das Marktumfeld von DEUTZ verändert und was bedeutet das für die Unternehmensziele und die Unternehmensstrategie?

Überall, wo große Lasten über lange Zeit abseits von Straßen bewegt werden müssen, ist DEUTZ zuhause, als ältester Motorenhersteller der Welt, schon seit 161 Jahren. Doch die Erfolge der Vergangenheit sind nicht automatisch Erfolgsgaranten in der Zukunft: der Markt strebt nach klimafreundlichen Antriebstechnologien. Zurecht. Daher hat sich DEUTZ im Rahmen der Unternehmensstrategie „Dual+“ auf eine historische Transformation eingestellt – vom Dieselmotorenbauer zum Antriebshersteller; auch von klimafreundlichen Produktökosystemen – mit entsprechenden, klaren, qualitativen und quantitativen Unternehmenszielen bis 2030.

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Wie wichtig sind Nachhaltigkeit und Umweltschutz dabei?

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind wesentliche Treiber des Wandels bei DEUTZ. Sie stiften Sinn und Zweck der gesamten Transformation und sind damit unser Kompass und Anspruch zugleich.

Welche Auswirkungen hat das auf die Rolle der IT?

Auch die IT hat sich der Transformation vom Diesel zum Ökosystem verschrieben – und zwar nicht nur als reaktiver Begleiter, sondern als proaktive Kraft. Dabei avanciert Nachhaltigkeit für die IT vom Mittel zum Zweck: „Nachhaltigkeit durch IT“, nicht nur „Nachhaltigkeit in IT“. Dieser Zweck materialisiert sich in unserer IT-Vision: Gemeinsam sichern wir die Zukunft, vom Diesel zum Ökosystem, indem wir auf Basis modularer Geschäftsprozesse die IT-Systemlandschaft neu denken und umbauen. Green IT bedeutet für DEUTZ eben nicht nur die umwelt- und ressourcenschonende Gestaltung von IT über den gesamten Lebenszyklus hinweg (Effizienz, Suffizienz, Konsistenz), sondern vielmehr, die IT so auszurichten, dass ganz DEUTZ inklusive Geschäftsmodellen, Geschäftsprozessen und Produktportfolio sich nachhaltig ausrichten kann. Das ist unser Anspruch und unsere Rolle in der IT.

Wo sind die zentralen Handlungsfelder Eurer IT?

Wir konkretisieren die eben genannte IT-Vision in drei Zielbereichen:

  1. Zusammenarbeit: IT und Digital (IT&D) verschmelzen innovativ und integrativ.
  2. Differenzierung: Spezifische IT&D-Fokusstrategien schaffen Wettbewerbsvorteile.
  3. Standardisierung: Globale Best Practices helfen, den IT&D-Reifegrad schrittweise zu erhöhen.

Der Wertbeitrag der IT liegt dabei wiederum in drei Dimensionen:

  • People: IT stärkt IT&D-Fähigkeiten in allen Bereichen und sichert Wettbewerbs-, Innovations- und Zukunftsfähigkeit
  • Planet: Nachhaltigkeit avanciert vom Mittel zum Zweck; Nachhaltigkeit durch IT, nicht nur in IT
  • Profit: IT fördert organisches und anorganisches Wachstum und zahlt auf die Effizienz im Konzern ein

Wie schafft man es, den unterschiedlichen Zielsetzungen gerecht zu werden und Balance zu finden, zwischen Stabilität und Transformation, Legacy und Modernisierung, Kosten und Innovation?

Ich denke, die richtige Balance zu finden, erfordert in erster Linie starke und empathische Führung. Vor ein paar Jahren sagte mir eine erfolgreiche Führungskraft: “Wenn Du als CIO alles richtig machst, sind das 50% des Erfolgs. Die anderen 50% liegen auf der Beziehungsebene. Diese Ebene zu bespielen, ist absolut erfolgskritisch.”
Dieses kluge Statement half mir damals, in meiner Rolle als CIO anzukommen – und begleitet mich bis heute. Ich möchte Menschen bewegen, Dinge zu bewegen. Sicherlich gibt es dabei teilweise noch Luft nach oben: Wir CIOs sind in der Regel sehr belesen, fachlich und analytisch in Topform, psychisch wie physisch ausdauernd und belastbar. Für mich braucht Leadership aber mehr: wir sollten auch in Topform sein, wenn es um Menschen und Emotionen geht. Das meine ich mit richtiger Balance.

Ihr habt anspruchsvolle Ziele – wie schafft man es auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten den strategischen Visionen treu zu bleiben?

Kostenbewusstsein und strategischer Umbau sind nicht automatisch Gegensätze. Natürlich kommt es immer wieder zu Zielkonflikten, aber ich sehe es als Kernaufgabe von uns Führungskräften an, die richtige Balance zu finden. Wir müssen also beides tun – Kosten sparen und zugleich strategische Themen vorantreiben. Das ist auch eine der Kernbotschaften unseres CEOs Dr. Sebastian C. Schulte.

Was bedeutet das für Deine Arbeit als Führungskraft?

Führung bedeutet für mich Leidenschaft, Ehrlichkeit, Authentizität und Einfühlungsvermögen, dazu kommen Kommunikations- und Verhandlungsgeschick. Das klingt vielleicht eher nach erfolgreichem Vertrieb als nach IT-Führung, aber auch das sind eben keine Gegensätze, sondern die beiden Pole passen perfekt zusammen.

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Wieviel gesellschaftliche Verantwortung trägt man als Führungskraft? Was bedeutet das für Dich in der täglichen Praxis?

Als Führungskraft, speziell im IT-Umfeld, tragen wir Verantwortung dafür, wie Technologie eingesetzt wird – und damit auch, welche Wirkung sie auf Mensch und Gesellschaft hat. Das betrifft Themen wie Cybersicherheit, Datenschutz, KI-Einsatz oder digitale Teilhabe. In der Praxis heißt das: Ich treffe Entscheidungen nicht nur mit Blick auf Effizienz, sondern auch auf Fairness, Transparenz und Nachhaltigkeit. Führung bedeutet für mich, dabei Haltung zu zeigen – und zwar jeden Tag, auch im Kleinen.

Welche Bedeutung hat der Confare ImpactAward für Dich persönlich?

Der Confare ImpactAward ist für mich persönlich von großer Bedeutung, da er nicht nur die herausragenden Leistungen und Innovationen in der IT-Branche würdigt, sondern auch die transformative Kraft von Menschen und Technologien in den Vordergrund stellt. Als CIO von DEUTZ sehe ich diesen Award als Anerkennung und Motivation für die harte Arbeit und das Engagement unseres Teams, das kontinuierlich daran arbeitet, die Zukunft unseres Unternehmens zu gestalten.

Mehr zu unseren Confare ImpactAward Preisträger:innen finden Sie hier.

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