ImpactAward Preisträgerin Yasemin Fröhlacher – Nachhaltig werben durch Digitalisierung

by Bianca Bogad-Frey

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ImpactAward Preisträgerin Yasemin Fröhlacher (easescreen) – Nachhaltig werben durch Digitalisierung

IT ist heute Treiber von Innovation, Kulturwandel und Nachhaltigkeit. Mit dem Confare ImpactAward werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die diese Entwicklung maßgeblich mitgestalten – weit über die IT-Abteilung hinaus.

Das Besondere: Die Preisträger:innen werden nicht von einer Jury, sondern durch ein Community-Voting gewählt. Über 20.000 Stimmen haben entschieden, wer die Auszeichnung beim Confare CIOSUMMIT Frankfurt 2025 erhalten hat. Eine davon ist Yasemin Fröhlacher.

Yasemin Fröhlacher ist Head of IT bei easescreen und Preisträgerin des Confare ImpactAwards. Im exklusiven Confare-Interview sprechen wir gemeinsam über die Software-Entwicklung von Digital Signage Lösungen, inwiefern diese wegen ihrer Nachhaltigkeit gefragt sind und viele mehr.

Welche Möglichkeit bieten moderne Digital Signage Lösungen? Welche Technologien sind dabei entscheidend?

Digital Signage ist heute viel mehr als nur ein Bildschirm mit Werbung. Es geht um smarte, automatisierte Kommunikation, die Menschen im richtigen Moment am richtigen Ort erreicht – ob im Einzelhandel, in Bildungseinrichtungen oder im Unternehmensumfeld. Wir setzen auf eine modulare Softwarelösung, die fast komplett unabhängig von Betriebssystemen läuft und sich nahtlos in bestehende IT-Strukturen integrieren lässt. Ein entscheidender Vorteil ist die native Unterstützung für Technologien wie z.B. Sensoren, mit der Inhalte z. B. durch Bewegungs- oder Berührungssensoren dynamisch gesteuert werden können. Eine offene Architektur, kombiniert mit Features wie Cloud-Management, Echtzeit-Ausspielung und API-First-Ansatz, machen einem flexibel und zukunftssicher.

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Wie verändert sich der Markt? Welche Wünsche haben die Kunden?

Der Markt wird zunehmend dynamischer, internationaler und technologiegetriebener. Kund:innen wünschen sich Lösungen, die einfach skalierbar, intuitiv bedienbar und gleichzeitig hochgradig anpassbar sind. Besonders gefragt sind dabei offene Systeme – also Systeme, die sich leicht in bestehende IT- und Medientechnik-Strukturen integrieren lassen, standardisierte Schnittstellen (wie APIs) bieten und mit verschiedenster Hard- und Software kombinierbar sind. Das Gegenteil wären sogenannte „Closed Systems“, bei denen man auf bestimmte Hersteller oder Formate festgelegt ist.

Nachhaltige Hardware-Optionen und integrierte Analysemöglichkeiten spielen ebenfalls eine immer größere Rolle. Gerade das Thema Green Signage ist längst kein reines Marketing-Ding mehr, sondern wird aktiv nachgefragt – und auch umgesetzt.

Wir arbeiten hier mit Partnern zusammen, die auf energieeffiziente Panels, Reparaturfähigkeit und modulare Bauweise setzen. Das bedeutet: Einzelteile lassen sich tauschen, statt gleich ein ganzes Gerät wegzuwerfen. Und durch smarte Steuerung wird zusätzlich Strom gespart. Das schont nicht nur Ressourcen, sondern spart Kund:innen langfristig auch Geld – und macht die Lösung nachhaltiger und zukunftsfähiger.

Welche Rolle spielt Eure IT dabei, diesen Kundenwünschen gerecht zu werden?

Wir legen großen Wert darauf, dass alles auch in der Praxis einfach wartbar bleibt – für uns und für unsere Kund:innen. Durch den engen Austausch mit Support, Vertrieb und Partnern wissen wir genau, wo wir ansetzen müssen.

Wir beraten Kund:innen oft schon auf Basis der Baupläne, führen Besprechungen mit Architekten und planen gemeinsam, wie ein Raum technisch sinnvoll aufgebaut werden kann – z. B. wie sich die Akustik ideal verteilt, welche Positionen für Displays oder

Lautsprecher sinnvoll sind oder wie die Technik später intuitiv steuerbar bleibt. Dafür haben wir ziemlich krasse Leute im Team, die an jedes kleinste Detail denken, maßgeschneidert entwickeln, gestalten – und die Kund:innen auch noch umfassend darauf einschulen.

Wichtig ist uns dabei immer, den Kund:innen die Flexibilität zu lassen, auch später noch Änderungen vornehmen zu können – sei es bei der Benutzerführung, beim Funktionsumfang oder bei der Integration neuer Technologien. Und wenn es um nachhaltige Hardware geht, starten wir immer mit einer Bestandsaufnahme: Was kann wiederverwendet werden? Wo ist eine Neuanschaffung wirklich notwendig? So vermeiden wir unnötige Ressourcenverschwendung und helfen dabei, bestehende Technik sinnvoll weiterzunutzen.

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Was sind die entscheidenden Maßnahmen, um Ansprüchen der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gerecht zu werden? Welchen Beitrag leistet die IT dabei?

Nachhaltigkeit fängt bei der Hardware an: Wir empfehlen Geräte mit geringem Stromverbrauch, automatischer Helligkeitsregulierung und möglichst langer Lebensdauer. Zudem achten wir auf Herstellungsbedingungen, Reparierbarkeit und Verfügbarkeit von Ersatzteilen.  Auf Software-Seite bieten wir Möglichkeiten wie Zeitpläne, sensorbasierte Trigger, Remote-Abschaltung oder Helligkeitssteuerung – alles darauf ausgelegt, nur dann Energie zu verbrauchen, wenn es wirklich Sinn macht.
Unsere Verantwortung liegt auch darin, Kund:innen für dieses Thema zu sensibilisieren. Wir geben Tipps, wie Inhalte effizienter geplant werden können (z. B. keine 24/7-Ausspielung ohne Grund, weißen Hintergrund vermeiden, etc), wie Hardware gezielt selektiert wird oder wie man durch Monitoring versteckte Stromfresser identifiziert. Nachhaltigkeit ist nicht immer kompliziert – man muss nur bewusst damit umgehen.

Wieviel gesellschaftliche Verantwortung trägt man als Führungskraft? Was bedeutet das für Sie in der täglichen Praxis?

Ganz ehrlich: Auch wenn der Titel „Head of IT“ manchmal nach einem großen Team klingt – bin ich immer die Erste, die auf Fehlersuche geht, supportet und googelt, um das Problem zu beheben. Erst wenn ich nicht mehr weiterkomme, wende ich mich an unseren IT-Support.

Ich sehe das als meine Verantwortung: offen zu bleiben, neue Wege auszuprobieren, ständig zu lernen und mitanzupacken – auch wenn es Zeit frisst und man manchmal frustriert ist, wenn etwas nicht klappt.

Verantwortung heißt für mich auch, klar zu kommunizieren, auch Themen abzugeben, ehrlich zu sein und anderen Raum zu geben – sie zu unterstützen, wo auch

immer sie es brauchen. Das kann etwas Fachliches sein, aber genauso gut etwas Privates. Wir verbringen so viel Zeit miteinander – im Büro, auf Reisen, bei Projekten – da sehe ich es als Teil meiner Aufgabe, dass wir gemeinsam ein diverses, respektvolles und inklusives Miteinander leben. Und uns im Alltag gegenseitig das Leben ein bisschen leichter machen.

Welche Bedeutung hat der Confare ImpactAward für Sie persönlich?

Es ist schön, wenn der eigene Weg gesehen wird – gerade in einer Branche, in der es noch nicht allzu viele Frauen gibt. Wenn sich durch diese Nominierung vielleicht andere denken: „Hey, das will ich auch“, dann war’s das auf jeden Fall schon wert.

Der Award geht nicht nur an mich, sondern an mein gesamtes Team. Ich arbeite mit hochprofessionellen Menschen zusammen, die alle eine Hands-on-Mentalität haben, sich nie zu schade sind, anzupacken, die extra Meile zu gehen, ein breites Wissen haben – und Installationen von einer Baustelle im Rohbau bis hin zu einem fertigen, hochmodernen Veranstaltungsraum, Museum oder sonst was durchziehen. Dass diese Arbeit von allen gesehen, wertgeschätzt und anerkannt wird, ist mir ein echtes Anliegen.

Daher hat der Impact Award für mich eine besondere Bedeutung – nicht für mich allein, sondern stellvertretend für die Arbeit, das Wissen, die Leidenschaft und das Engagement meiner Kolleg:innen.  Wir leisten alle großartige Arbeit – und es ist schön, wenn das auch nach außen sichtbar ist.

Mehr zu unseren Confare ImpactAward Preisträger:innen finden Sie hier.

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