Was die Expansion von InterXion für die Kunden bedeutet und warum das Rechenzentrum die Basis für jede Digitalisierung ist

by Fernando Ducoing

Im Lockdown ist es besonders deutlich, wie wichtig eine funktionierende IT-Infrastruktur und gute Rechenzentrums-Anbindung für Unternehmen ist. Seien es Zustelldienste, Webshops oder Videokonferenzen – immer ist es Rechenleistung, die als Basis für digitales Business funktioniert. Martin Madlo ist Managing Director von Interxion Österreich und langjähriger Partner bei den Confare CIO Events.

InterXion: Das Rechenzentrum ist die Basis für jede DigitalisierungIm Bloginterview erzählt uns Martin, wie sich Home-Office und Lockdown auf seine Rolle als Geschäftsführer auswirken und was der Merger mit Digital Reality für die InterXion Kunden bedeutet.

Persönlich treffen Sie Martin Madlo und sein Team auf dem Confare #CIOSUMMIT 2021 – Österreichs größtem IT-Management Treffpunkt.

Was für ein Jahr war 2020 für InterXion?

2020 war ein in vielerlei Hinsicht aufregendes Jahr für uns. Durch den Merger mit Digital Reality stehen unseren Kunden nun 275 Datacenter auf der ganzen Welt zur Verfügung, sodass sie auf alle Kontinente expandieren können, ohne sich um ihre IT-Infrastruktur sorgen zu müssen. Zudem haben wir ein weiteres Grundstück mit einer Gesamtfläche von 22.000 m2 und 40 MW zusätzlicher IT-Kapazität in Wien erworben, damit wir den Wirtschaftsstandort Österreich weiter stärken. Denn die Nachfrage nach hochverfügbaren, sicheren Colocation-Rechenzentren steigt nicht nur durch den unerwarteten Digitalisierungsschub, den unsere Wirtschaft im Zuge der Krise erfahren hat, zusehends.

Schon zu Beginn des ersten Lockdowns ist die Nachfrage nach zusätzlicher Rechenzentrumsfläche, Connectivity und direktem Zugang zu Cloud Providern enorm angestiegen. In hohem Tempo wurden webbasierte Videokonferenzen, Instant Messaging und Collaboration-Tools in die gewohnte digitale Vor-Ort-Architektur integriert, damit das wirtschaftliche Überleben gesichert werden kann. Besonders wichtig ist, dass die Connectivity zwischen MitarbeiterInnen und Business-Tools leistungsfähig genug ist, um der „neuen Normalität“ gerecht zu werden. Ist das nicht der Fall, wird der Zugang zu Informationen verzögert und die Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Innovation werden reduziert. Unternehmen benötigen daher eine Infrastruktur, die leistungsstark und zuverlässig genug ist, um die Services und die User Experience zu liefern, die sich ihre Kunden erwarten.

Mit der Verlagerung ins Home-Office beziehungsweise Remote Working haben sich viele unserer Kunden zudem dazu entschlossen, den Weg in die Hybrid Cloud zu wagen: Mit eigenen Servern bei Interxion wird die Sicherung betriebskritischer Daten und Prozesse gewährleistet, mit einem privaten Zugang zu den Public Clouds aller Hyperscaler können MitarbeiterInnen modernste Services und Applikationen nutzen, ohne dass die Infrastruktur des gesamten Unternehmens überlastet wird.

Hinzu kommen jene Kunden, die ihre Digitalisierungsprojekte massiv beschleunigt haben, weil nun wirklich jedem klar ist, dass der Einsatz neuer Technologien einen deutlichen Wettbewerbsvorteil mit sich bringt.

Viele österreichische Unternehmen weisen eine hohe Innovationskraft auf und setzen verstärkt auf Schlüsseltechnologien wie KI, Big Data und Cloud Computing – als Innovations-Enabler ist es unser erklärtes Ziel, sie mit unseren leistungsstarken Rechenzentren auf diesem Weg zu begleiten.

CIO2020: Impact Challenge

Welche Auswirkungen hatten Coronakrise und Home-Office für Euer Unternehmen und für die Unternehmensführungen? Was waren Eure wichtigsten Erfahrungen dabei?

Als Betreiber einer kritischen Infrastruktur mussten wir in erster Linie sicherstellen, dass die Gesundheit unserer MitarbeiterInnen jederzeit geschützt ist. Das ist in einem Rechenzentrum weitaus komplexer als in anderen Betrieben, weil speziell unsere TechnikerInnen vor Ort sein müssen und nicht von zu Hause aus arbeiten können.

Für unsere MitarbeiterInnen im Home-Office haben sich wiederum andere Herausforderungen ergeben – weniger technischer Natur, weil unser Team bereits vor den Lockdowns über die erforderliche Ausstattung verfügte, sondern mehr in Hinblick auf das Menschliche, sprich die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie das individuelle Wohlergehen. Wir von Interxion haben uns daher schon früh mit dem arbeitspsychologischen Impact des ersten Lockdowns auseinandergesetzt und unser Angebot an die MitarbeiterInnen dahingehend erweitert, etwa im Rahmen von Workshops oder dem Ermöglichen von nicht-berufsbezogenen, informellen Gesprächen, um Isolation und Einsamkeit entgegenzuwirken. Man darf nicht unterschätzen, welche Bedeutung das Büro, das durch den raschen Umstieg aufs Home-Office plötzlich wegefallen ist, als soziales, identitätsstiftendes Umfeld hat. Das war eine der wichtigsten Erfahrungen für uns und wir werden unsere Bemühungen weiter vorantreiben. Für uns als Team war es aber ebenso eine wichtige Erfahrung, eine derart beispiellose Ausnahmesituation gemeinsam meistern zu können – das motiviert uns sehr. Darüber hinaus finde ich es eine der wichtigsten Lehren der Krise, dass vieles, das vor einem Jahr noch unmöglich schien, doch möglich ist und auch gut funktioniert. Wir haben sicher auch – durch das zwangsläufige Verlassen der Komfortzone – gelernt, wieder kreativer mit Herausforderungen und Hürden umzugehen, statt den Kopf in den Sand zu stecken.

Wie wirkt sich die weitere Expansion auf Eure Kunden aus?

Was unsere Kunden unter anderem besonders an Interxion schätzen, ist, dass sie stets ein und dieselbe Ansprechperson beziehungsweise denselben Anbieter haben – etwa, wenn ein österreichischer Betrieb Rechenzentrumsfläche im Ausland benötigt. Durch den Merger mit Digital Reality ist dies nun nicht mehr nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt möglich. So können unsere Kunden jederzeit auf andere Kontinente expandieren, ohne sich um ihre IT-Infrastruktur sorgen zu müssen. Parallel hat Digital Reality kürzlich Rechenzentren in Europa, konkret in Athen und Zagreb, erworben und investiert laufend in PlatformDIGITAL®, eine globale Rechenzentrumsplattform, die die physische und virtuelle Welt in der Nähe von Zentren für den Datenaustausch miteinander integriert, digitale Ökosysteme verbindet und auf individuelle Geschäftsanforderungen zugeschnitten ist. Damit wird die Infrastruktur-Bereitstellung vereinfacht, indem deren Aufstellung und Betrieb auf einer einzigen globalen Rechenzentrumsplattform standardisiert wird. Zusätzlich werden Risiken reduziert, indem globale Sicherheits- und Compliance-Anforderungen gewährleistet werden, sowie Kosten durch Konsolidierung, Minimierung von Überbereitstellung und Implementierung einer preis- und leistungsoptimierten hybriden Infrastruktur gesenkt.

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Cloud, Digitalisierung, Mobility – Wie positioniert sich InterXion in einem sich wandelnden Umfeld? Welche Rolle spielt Ihr in diesem Eco-System?

Hochverfügbare, sichere und perfekt vernetzte Rechenzentren sind die Grundvoraussetzung für die digitale Transformation. Ohne sie wäre – und das hat man während der Krise deutlich gesehen – das Aufrechterhalten der Wirtschaft, aber auch Bereiche wie Distance Learning, Streaming, Gaming, Telemedizin, Remote Working, digitale Behördenwege und E-Commerce nicht möglich gewesen. In unserem Wiener Rechenzentrumscampus bieten wir unseren Kunden eine digitale Gesamtlösung bestehend aus Colocation, Connectivity und Cloud-Zugang an, die ihnen den Weg in ihre digitale Zukunft ebnet. Zusätzlich können sie sich mit unserem Cross-Connect-Service direkt mit Zulieferern und Partnern verbinden – das reduziert nicht nur die Latenz, sondern auch die Netzwerkkosten. Gerade der Zugang zu dieser großen Community an Unternehmen ist für viele unserer Kunden der entscheidende Grund, uns als Partner zu wählen.

Was sind die Perspektiven für 2021?

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung verzichten immer mehr Unternehmen auf ein eigenes Datacenter und setzen stattdessen auf professionelle Colocation-Rechenzentren, weil nur diese über die erforderliche Konnektivität, Hochverfügbarkeit und Sicherheit verfügen, die erforderlich sind, um digital auf stabilen Beinen zu stehen. Dieser Trend wird sich dieses Jahr noch verstärken, da der Betrieb eines eigenen Rechenzentrums inhouse immer weniger Sinn macht. Zudem wird auch das Thema Künstliche Intelligenz den Durchbruch vom Buzzword zum echten Use Case schaffen – das besagt zum einen eine von uns in Auftrag gegebene Studie, zum anderen beobachten wir das auch bei uns im Haus, wo zukunftsweisende Innovationen made in Austria entstehen. Als Innovations-Enabler haben wir bereits frühzeitig darauf reagiert und betreiben aktuell das einzige österreichische Datacenter, das von NVIDIA, dem größten Hardwarehersteller für KI-Anwendungen, als DGX-ready zertifiziert ist. Damit ist unser Wiener Rechenzentrumscampus der ideale Standort, um das volle Potenzial neuer Technologien ausschöpfen zu können und somit mehr Effizienz, Resilienz und Wachstum zu erreichen. Mit dem Ausbau unserer Wiener Rechenzentrumscampus möchten wir den Standort Österreich weiter stärken. Damit ermöglichen wir datengetriebene Innovation und stärken die wirtschaftliche Resilienz unserer Kunden.

14. Confare #CIOSUMMIT 2021
Mit Verleihung des Confare #CIOAward
Österreichs größtes IT-Management Forum
01./02. September 2021

#CIOSUMMIT 2021

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