Stefan Bogdanovic (ÖFB) – IT, die die Vereine vereint – Die IT beim ÖFB

Stefan Bogdanovic ist CIO des ÖFB. Der Confare CIOAWARD Nominee spricht im Interview über die Möglichkeiten, die IT dem Fußball gibt – nicht nur im Marketing, sondern auch direkt im Sport selbst.
Auch im Fußball wird heute stark datenbasiert gearbeitet.
Das betrifft Trainingssteuerung, Belastung der Spieler, Gegneranalyse und die Analyse des eigenen Spiels.
Teile dieser Analysen passieren bereits während des Spiels – teilweise unterstützt durch KI.
In der Halbzeit stehen diese Informationen zur Verfügung und fließen direkt in die Anpassungen für die zweite Hälfte ein.
Dafür braucht es eine Infrastruktur, die Daten schnell verarbeitet und bereitstellt. Zentral eingebunden ist dabei die Abteilung Wissenschaft, Analyse und Entwicklung, die diese Daten aufbereitet, interpretiert und in konkrete sportliche Entscheidungen überführt.
Fußball und IT werden selten gemeinsam gedacht. Welche Rolle spielt IT heute im Fußball?
Eine sehr zentrale.
Auch im Fußball wird heute stark datenbasiert gearbeitet.
Das betrifft Trainingssteuerung, Belastung der Spieler, Gegneranalyse und die Analyse des eigenen Spiels.
Teile dieser Analysen passieren bereits während des Spiels – teilweise unterstützt durch AI.
In der Halbzeit stehen diese Informationen zur Verfügung und fließen direkt in die Anpassungen für die zweite Hälfte ein.
Dafür braucht es eine Infrastruktur, die Daten schnell verarbeitet und bereitstellt.
IT also nicht nur Marketing und Sponsoring, sondern direkt im sportlichen Bereich?
Genau.
Sichtbarkeit für Sponsoren ist ein wichtiger Teil – etwa durch digitale Werbebanden oder Auswertungen, wie oft Inhalte gesehen werden.
Gleichzeitig geht es um die sportliche Leistung.
Der Spieler wird zunehmend datenbasiert betrachtet – von der Belastung bis zur taktischen Analyse.
Ihr habt mit dem ÖFB-Campus ein großes Infrastrukturprojekt umgesetzt. Was war der Hintergrund?
Der Campus ist ein zentraler Entwicklungsschritt für den österreichischen Fußball.
Er bringt Vereine, Landesverbände und den ÖFB zusammen und schafft eine gemeinsame Basis.
Das Ziel ist, mehr Menschen für den Sport zu begeistern und gleichzeitig professionelle Rahmenbedingungen zu schaffen.
Was waren die größten Herausforderungen auf IT-Seite?
Die Komplexität.
Ich war zentraler Ansprechpartner für Planung, Bau und Technik.
Das bedeutet, viele unterschiedliche Anforderungen zusammenzubringen und gleichzeitig Entscheidungen schnell zu treffen.
Ein Beispiel:
Unterschiedliche Bereiche wie Medientechnik, Netzwerkinfrastruktur, externe Betreiber oder der VAR-Bereich müssen zuverlässig und in Echtzeit funktionieren.
Das erfordert eine Architektur, die stabil ist und gleichzeitig zukünftige Entwicklungen berücksichtigt.
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Parallel dazu habt ihr auch eine Microsoft-365-Transformation umgesetzt. Wie gelingt so etwas gleichzeitig?
Es hilft, wenn man die Themen miteinander verbindet.
Wir haben physisch und digital gleichzeitig etwas Neues geschaffen.
Das ließ sich gut gemeinsam kommunizieren und umsetzen.
Wichtig war auch ein strukturiertes Change-Setup:
Wir haben mit einem Buddy-System gearbeitet – mit klar definierten Rollen und Verantwortlichkeiten, die das Wissen ins Unternehmen tragen.
Wie entwickelst du die IT-Architektur für zukünftige Anforderungen weiter?
Die Basis bleibt stabil.
Physisch gibt es Kupfer und Glas – das ist entsprechend ausgelegt, um skalieren zu können.
Darauf aufbauend nutzen wir Cloud-Lösungen, um flexibel zu bleiben.
Wichtig ist, dass die Architektur offen bleibt und Erweiterungen möglich sind.
Wo braucht es Standardisierung und wo individuelle Lösungen?
Die Basis muss standardisiert sein.
Nur standardisierte Prozesse lassen sich automatisieren und vereinfachen.
Das ist die Voraussetzung für Effizienz.
Individuelle Lösungen braucht es dort, wo der konkrete Anwendungsfall es erfordert – etwa bei Videoanalyse oder Medientechnik.
Wichtig ist, dass diese Lösungen kontrolliert bleiben und in die Gesamtarchitektur passen.
Das Projekt hat euch eine Nominierung für den Confare CIOAWARD eingebracht. Was bedeutet das für dich?
Für mich ist es eine Bestätigung für ein sehr komplexes Projekt.
Für die Community zeigt es, dass IT auch im Sport ein strategischer Faktor ist.
Solche Infrastrukturprojekte werden weiter an Bedeutung gewinnen.


