„IT drives the business!” – Wie der CIO im Mittelstand dem Veränderungsdruck standhält

by Annecilla Sampt

IT ist der “unsichtbare” Schlüssel für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Eine gut funktionierende IT läuft im Regelfall “backstage” ab. Nun ist es an der Zeit, die Erfolge ins Rampenlicht zu holen. „IT drives the business!”, so Hannes Werderits, Leiter Informationstechnologie der Esterházy Betriebe. Gerade für mittelständische Betriebe ist es nicht einfach, dem Veränderungsdruck der Digitalisierung stand zu halten. Mit Fingerspitzengefühl, Weitblick und Kenntnis der Unternehmensstrategie meistert Hannes Werderits seine Aufgabe als CIO. Er hat die Zeichen der Zeit erkannt – das macht ihn zum Kandidaten für die Auszeichnung als #TopCIO und den CIO AWARD 2018. Auf dem 11. CIO Summit leitet er die Executive Arena „CIO im Mittelstand – zwischen Kostendruck und Innovation“.

Technologien und Kundenanforderungen ändern sich so schnell wie nie. Wie wirkt sich das auf einen mittelständischen Betrieb aus? Wie kann man als kleines Unternehmen dem Veränderungsdruck begegnen?

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass ein Unternehmen ohne digitalisierte Prozesse nicht geschäftsfähig ist. Egal, wie groß das Unternehmen ist, in dem man die Funktion als CIO ausübt. Kundenanforderungen an die IT eines mittelständischen Unternehmens wachsen rapide. War es vor 5 Jahren noch die (heute banal wirkende) Anforderung an die IT, auf einem Smartphone Mails zu lesen, sind es nunmehr komplexe Prozesse wie z.B. App für Ticketverkäufe, Onlinezugriff auf diverse Datenanwendungen, Auswertungen immenser Datenmengen etc., die digital abgebildet werden sollen.
Heterogene Geschäftsfelder in einem mittelständischen Unternehmen machen den Job der IT komplex und sicherlich nicht immer einfach. So werden – und das ist sicherlich gut und auch notwendig – in den einzelnen Geschäftsfeldern Ideen und Geschäftskonzepte entwickelt, um den Unternehmenserfolg zu steigern. Die IT im Mittelstand ist hier fallweise sehr gefordert, diese Ideen in konsolidierte, anwendbare und vor allem sichere und skalierbare, nachhaltige Technik umzusetzen. Kleinstunternehmen, die keine interne IT haben, können meines Erachtens – ohne externe Ressourcen – auf den Veränderungsdruck durch die Digitalisierungsthematiken gar nicht mehr schnell genug reagieren. Falls ausreichende Ressourcen für Digitalisierung in einer IT vorhanden ist, wird es – sofern die Geschäftsprozesse bzw. Anforderungen des Business in der IT ausreichend bekannt sind – theoretisch relativ einfach. Ohne ausreichende Ressourcen bleibt nur die Möglichkeit, als IT die Rolle des Business-Enabler wahrzunehmen und für Digitalisierungsansätze auf externe Dienstleister zurückzugreifen. Es liegt an der Geschäftsführung eines Unternehmens, ob Digitalisierung und Innovation gewünscht ist oder nicht.
Selbstverständlich muss sich jedes Unternehmen auf seine Kernbereiche konzentrieren und diese möglichst effizient und nachhaltig digital abbilden, um einerseits nicht den Anschluss zu verlieren, andererseits die Erschließung neuer Geschäftsbereiche gewährleisten zu können.
Als mittelständischer CIO gilt es, diesem Veränderungsdruck mit detaillierter IT-Planung und guter Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit der Geschäftsführung zu begegnen. Marktbeobachtung digitaler Technologien und „über den Tellerrand blicken“ sind essenziell. In Kombination mit einer großen IT-Community und daraus entwickeltem „Networking“ entstehen meist spannende Ideen, die sich vielleicht auch im eigenen Unternehmen gut entwickeln lassen. Aber nicht alles, was auf den Markt kommt, ist für das mittelständische Unternehmen sinnvoll und unbedingt notwendig. Einige Digitalisierungsthemen werden im Mittelstand sicherlich auch aufgrund von hohen Implementierungskosten oder unrealisierbaren Lösungsansätzen eines Projekts nicht umgesetzt.

Welche Rolle spielt die IT für die Wettbewerbsfähigkeit?

Ich denke, diese Frage stellt sich ein strategisch denkender CIO heutzutage gar nicht mehr. Ohne IT wird ein Unternehmen zumindest eine Zeit lang funktionieren; komplexe Unternehmensstrukturen lassen sich meines Erachtens nicht mehr effizient betreiben. Das banale Beispiel eines funktionierenden Mailservers ist fallweise schon wettbewerbsentscheidend, wenn es um die Zustellung digitaler Geschäftskorrespondenz geht.
Die IT ist der Motor eines Unternehmens und für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zwangsweise essenziell und notwendig. Es kommt aber auch immer darauf an, wie das Unternehmen diesen Motor mit seinen Geschäftsprozessen nutzen möchte.

Wie gestaltest Du die Rolle als CIO, um diesen Anforderungen gerecht zu werden?

Mit Fingerspitzengefühl, Weitblick und Kenntnis der Unternehmensstrategie. Als CIO ist es mir sehr wichtig, die globale Ausrichtung der Unternehmensgruppe zu kennen und Basis-Know-How der Geschäftsprozesse zu haben. Basierend auf der Unternehmensstrategie entwickle ich dann die IT-Roadmap. Nur so kann ich mit digitalen Mitteln als kleiner Baustein zum Unternehmenserfolg beitragen. Zu viel Digitalisierung ist schlecht, zu wenige Digitalisierungsansätze sind auch schlecht. Ein gesundes Mittelmaß kann hier dem Unternehmen durchaus guttun und neue Möglichkeiten mit Geschäftsfeldern eröffnen.

Wieviel Digitalisierung steht tatsächlich auf Deiner Agenda?

Als mittelständischer CIO hätte man gerne mehr Zeit für das Thema, ich denke mit dieser Aussage stehe ich sicher nicht alleine da. Ich versuche jedoch, mich gelegentlich aus dem operativen Tagesgeschäft herauszunehmen und mich dem Thema der IT-Strategie und damit einher gehenden möglichen Digitalisierungsszenarien zu beschäftigen.

Wie wichtig sind für Dich Netzwerke? Wie sieht Dein eigenes Digitales Ecosystem aus?

Extrem wichtig. Je mehr „CIO-Kollegen“ man in den diversen Unternehmen kennt, desto besser. Vielleicht gibt es da und dort Problemstellungen in der IT, welche man sogar im Rahmen von Networking lösen kann.

Mein eigenes Digitales Ecosystem ist eine gesunde Mischung zwischen IT-Strategie, IT-Operations aber auch Networking. Wenn alles miteinander funktioniert, entsteht Emotion, Leidenschaft und es lassen sich – im Rahmen des Möglichen – alle IT-Ziele erreichen.

Was bedeutet der Confare CIO AWARD für Dich? Warum ist es wichtig IT-Manager vor den Vorhang zu holen?

Mit dem CIO Award haben Confare und EY eine meines ErachtensHannes Werderits, Esterhazy Betriebe für die IT-Community sehr wichtige Auszeichnung ins Leben gerufen. IT-Manager und CIOs bilden mit ihrer IT-Mannschaft das stabile Rückgrat eines Unternehmens und arbeiten oft „backstage“ an diversen Themen. Eine gut funktionierende IT spürt man im Regelfall nicht. Erfolge werden meist innerhalb des IT-Teams im Stillen gefeiert.

Der CIO Award holt die IT in das Rampenlicht auf die Bühne. Einerseits ist der CIO Award eine Auszeichnung für ein funktionierendes IT-Team (dessen Teil der/die Leiter/in IT oder CIO ist) basierend auf einem eingereichten, erfolgreich abgeschlossenen Projekt im jeweiligen Unternehmen, andererseits tut es auch gut, sich mit CIOs zu vernetzen und Erfahrungen im Rahmen des CIO-Summit austauschen zu können. Erfolge müssen fallweise auch öffentlich in gebührendem Rahmen gefeiert werden, nach dem Motto „IT drives the business!“

Treffen Sie Hannes Werderits am 11. / 12. April 2018 beim Confare CIO SUMMIT in Wien, Österreichs größtem IT-Management Treffpunkt, auf dem die besten IT-Manager Österreichs mit dem Confare CIO AWARD 2018 ausgezeichnet werden.

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