IT sichert die globale Wertschöpfung – Confare ImpactAward Nominee Martin Wilde

by Cansu Karacan

Confare ImpactAward Nominee Martin Wilde (PFISTERER) – IT sichert die globale Wertschöpfung

In dieser Blogbeitrag-Reihe sprechen wir mit den Nominees des Confare ImpactAward – der Auszeichnung für IT-Entscheider:innen, die die IT in das Rampenlicht rückt. Unser heutiger Gast: Martin Wilde, Senior Vice President IT – CIO bei PFISTERER. Er verrät uns, wie IT in einem globalen Industrieunternehmen die Wertschöpfung sichert und warum die Entwicklung von Führungstalenten eine zentrale Managementaufgabe darstellt.

Ihre Stimme für die IT ist gefragt! HIER können Sie täglich für Ihre Favoriten beim Confare ImpactAward voten. Verliehen wird der Preis beim Confare CIOSUMMIT in Frankfurt. Freuen Sie sich auf inhaltliche Top-Beiträge von CIOs aus renommierten Unternehmen aus ganz Deutschland. Nähere Infos zum Event finden Sie HIER.

Welche Rolle spielt IT heute konkret im Kerngeschäft eines mittelständischen Konzerns?

Wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, hat sich die Rolle der IT fundamental verändert. Früher war sie unterstützend – heute ist sie geschäftskritisch. In einem international aufgestellten Industrieunternehmen entscheidet IT direkt darüber, ob Produktion läuft, Lieferketten stabil, interne Projekte abgewickelt und Kunden zuverlässig beliefert werden.

Für mich ist IT heute ein integraler Bestandteil der Wertschöpfung – und zunehmend auch ein Differenzierungsfaktor im Wettbewerb.

Wie gelingt es auch im Mittelstand, im Bereich Cyber Security auf professionellem Niveau mitzuhalten?

Meine Erfahrung ist: Es geht weniger um Größe, sondern um Klarheit. Mittelständler können sehr stark sein, wenn sie fokussiert bleiben.

Wir setzen bewusst auf einen klar definierten Security Stack mit einem hohen AI-Anteil, saubere Architekturen und eine konsequente Trennung von IT und OT. Wichtig ist auch, nicht jedem Trend hinterherzulaufen. Sicherheit entsteht durch Struktur, Disziplin und ein gemeinsames Verständnis im Unternehmen – nicht durch möglichst viele Tools.

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Welche Entscheidungen sind notwendig, um Security als festen Bestandteil der Organisation zu verankern?

Die wichtigste Entscheidung ist, Security nicht als IT-Thema zu behandeln.

Es braucht klare Verantwortlichkeiten, verbindliche Governance und vor allem die Haltung des Managements. In globalen Organisationen kommt hinzu, dass diese Prinzipien überall gelten müssen – nicht nur am Headquarter. Security ist am Ende eine Frage von Konsequenz und Kultur.

 

Welche Rolle spielt IT für die Internationalisierung eines mittelständischen Konzerns?

Internationalisierung funktioniert heute nur über eine starke IT. Sie ermöglicht es, neue Standorte schnell zu integrieren, globale Standards zu etablieren und Transparenz über Daten und Prozesse zu schaffen. Ohne diese Basis entstehen Insellösungen – und die bremsen Wachstum massiv aus. Ich sehe IT hier ganz klar als strategischen Skalierungshebel und Partner der Fachabteilungen.

 

Wie verändert die Internationalisierung die Anforderungen an Architektur und Governance?

Mit wachsender Internationalität steigt die Komplexität exponentiell – technisch, regulatorisch und organisatorisch. Das erfordert klare, standardisierte Architekturen und ein starkes Governance-Modell. Gleichzeitig muss man akzeptieren, dass nicht alles zentral gesteuert werden kann. Die Kunst liegt darin, globale Leitplanken zu setzen und lokal handlungsfähig zu bleiben.

 

Was bedeutet das alles für deine Rolle als CIO im Alltag? Was macht heute einen erfolgreichen CIO aus?

Ich sehe meine Rolle heute sehr viel stärker als die eines Gestalters und Enablers. Technologie ist wichtig – aber entscheidend ist, wie man Organisationen ausrichtet und Menschen mitnimmt.

Ein großer Teil meiner Arbeit ist inzwischen Coaching und Mentoring: Talente entwickeln, Führungskräfte auf allen Ebenen begleiten und die nächste Generation von IT-Leadern aufbauen.

Ein guter CIO schafft nicht nur Systeme, sondern eine Organisation, die auch ohne ihn eine Zeitlang funktioniert.

 

Woran misst du persönlich den Impact deiner Arbeit im Unternehmen?

Ganz pragmatisch: Läuft das Geschäft stabil? Können wir liefern? Sind wir resilient? Werden Projekte mit hohen IT-Anteilen professionell abgeliefert?

Aber darüber hinaus messe ich Impact auch daran, wie sich die Organisation entwickelt. Werden wir schneller? Treffen wir bessere Entscheidungen? Und wachsen Menschen in neue Rollen hinein?

Nachhaltiger Impact zeigt sich immer auf mehreren Ebenen.

 

Wie viel gesellschaftliche Verantwortung trägt man als Führungskraft – und was bedeutet das für dich in der täglichen Praxis?

Mit der Rolle wächst automatisch die Verantwortung. Für mich bedeutet das, Entscheidungen nicht nur kurzfristig wirtschaftlich zu denken, sondern auch nachhaltig und im Sinne der Menschen im Unternehmen. Gerade in der IT gestalten wir aktiv, wie Technologie eingesetzt wird – und damit auch, welche Auswirkungen sie auf Arbeitsweisen und Gesellschaft hat.

 

Welche Bedeutung hat der Confare ImpactAward für dich persönlich?

Ich freue mich natürlich sehr über die Nominierung. Gleichzeitig sehe ich sie vor allem als Anerkennung für das, was wir als Team aufgebaut haben. Für mich persönlich ist sie auch ein Signal, die eigene Erfahrung stärker zu teilen – im Austausch mit anderen CIOs und insbesondere in der Förderung junger Führungskräfte.

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