Auf dem Weg zum Software-definierten Unternehmen – 5 Meilensteine für eine erfolgreiche Digitale Transformation

by Alp Keser

Bei Objectbay hat man sich vor allem einem Thema verschrieben: Software. In agilen, selbstorganisierten Teams wird für Kunden das entwickelt, was man zur Differenzierung in heiß umkämpften Märkten braucht: Individualsoftware.

Jedes Unternehmen wird im Zuge der Digitalen Transformation ein stückweit auch Softwareunternehmen – Beispiele wie SPAR, ANDRITZ, ÖAMTC oder Burckhardt Compression finden Sie in unserem Blog. Im Gastbeitrag verraten uns Objectbay Geschäftsführer Daniel Haslinger und VP Growth und Business Development Hannes Wambach was die 5 entscheidenden Meilensteine bei dieser Transformation sind.

Objectbay: Meilensteine der Digitalen Transformation

Objectbay: Meilensteine der Digitalen Transformation

Die digitale Transformation eines Unternehmens einzuleiten ist ein weitreichender Change Prozess, der alle oder zumindest weite Teile des Unternehmens erfasst. Wer die Transformation schaffen möchte, muss ganzheitlich denken und eine Digitalisierungsstrategie inklusive Softwarestrategie entwickeln. Die digitale Transformation ist daher kein Projekt, sondern ein Prozess, der alle Geschäftsbereiche der Wertschöpfung von der Produktentwicklung über die Herstellung bis zu kundenseitigen Abteilungen wie Marketing oder Vertrieb betrifft. Unternehmen, die den Einsatz digitaler Technologien nur als Möglichkeit sehen, die Effizienz zu steigern und Kosten zu sparen, verkennen das Veränderungspotenzial des digitalen Wandels. Langfristig wichtiger sind Strukturen, die es Unternehmen ermöglichen, schnell und flexibel neue Produkte und Erlösmodelle zu entwickeln.

„Das übergeordnete Ziel ist das lernende, agile bzw. wendige Unternehmen, das sich einer wandelnden Umwelt kontinuierlich anpassen kann“

Wie bei allen Veränderungsprozessen in Unternehmen beginnt der Wandel mit der Awareness und dem Buy-In des Managements bzw. der obersten Führungsebene. Dies ist im Zusammenhang mit der digitalen Transformation besonders von Bedeutung, weil diese nur dann nachhaltig gelingen kann, wenn sich auch eine Veränderung in der Führung in Richtung agile Leadership einstellt.

  • Meilenstein 1 im Kontext digitaler Transformation ist daher die Leadership Readiness, um einen solchen Wandel einzuleiten und in weiterer Folge die Awareness zu diesem Thema unternehmensweit zu verankern. Der Wandel beginnt also im Bereich der Führung und der Kultur des Unternehmens.
  • Im Meilenstein 2 geht es darum, die Vision, Mission, Werte und langfristigen Ziele als Framework bzw. Orientierung zur digitalen Transformation zu definieren. Eine starre Zielplanung in einem dynamischen Umfeld ist natürlich nicht zweckmäßig.
  • Meilenstein 3: Hierbei geht es ausgehend von einer Ist-Analyse um das Enabling bzw. die Befähigung der Organisation hinsichtlich Mitarbeiter, Technologien, Techniken bw. Methoden, Frameworks und Mindset. Dies umfasst beispielsweise die Etablierung von kundenzentriertem Denken und Handeln, dem Arbeiten mit Design Thinking, MVPs und Lean Startup und dem Aufbau entsprechender technologischer Kompetenz und Infrastruktur.
  • Der Meilenstein 4 umfasst eine initiale Potenzialanalyse, die allerdings laufend überprüft und adaptiert werden muss, um den sich ändernden Rahmen- bzw. Marktbedingungen gerecht zu werden.
  • Die konkrete Umsetzung ergibt den Meilenstein 5, wobei insbesondere zu Beginn auf die Umsetzung von Quick-Wins fokussiert werden soll, um rasch erste Ergebnisse zu erzielen. Grundsätzlich gilt es, schnelle datenbasierte Entscheidungsgrundlagen mittels MVPs zu schaffen. Die Zeiten komplexer und umfangreicher Digitalisierungsprojekte sind, zumindest bei Unternehmen der digitalen Ökonomie, weitestgehend vorbei. Strategische Annahmen werden in möglichst kleine und überschaubare Pilotprojekte überführt (MVPs). Diese Pilotprojekte werden mit einem Set an Zielen und KPIs (z.B.: via OKRs) ausgestattet und direkt am Markt getestet. Das Arbeiten in kurzen Zyklen und datenbasierten Entscheidungen hilft, digitale Chancen zu identifizieren. Gleichzeitig wird das Risiko falscher strategischer Entscheidungen und Ausgaben in komplexe digitale Service und Produkte reduziert.

Wichtig dabei ist, dass die Meilensteine nicht einfach sequentiell abgearbeitet werden, denn der Weg hin zum Digitalunternehmen ist ein Prozess und ein lernendes System. Erkenntnisse aus den einzelnen Schritten können und sollten immer wieder überprüft, geschärft oder auch geändert werden. Die Anwendung von agilem, inkrementellen Vorgehen ist daher unbedingt notwendig um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen und das Unternehmen erfolgreich digital zu transformieren.

Abhängig von dem entwickelten digitalen Produkt oder Services gibt eine Vielzahl von Messgrößen anhand derer sich der Erfolg festmachen lässt. Beispiele hierfür sind u.a. Churn Rate, Customer Retention, Customer Adoption, Usage, etc.

#IDEE2020

Generell gibt es 2 Kenngrößen, die eine wesentliche Rolle spielen.

Der zentrale Aspekt im Zusammenhang mit digitaler Transformation ist es, inwieweit es dem Unternehmen gelingt, rasch auf sich ändernde Kundenbedürfnisse durch die Anpassung oder Schaffung neuer digitaler Service und/oder Produkte zu reagieren. Daher ist die Cycle Time von dem Erkennen der Kundenmotive bis zur Zurverfügungstellung der Lösung eine wesentliche Kenngröße, um die digitale Agilität des Unternehmens zu beschreiben.

Als zweite wesentliche Kenngröße im Sinne eines Frühindikators der Leistung gilt generell die Kundenzufriedenheit. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass jährliche Kundenbefragungen nicht zweckmäßig sind, sondern auch hier eine laufende Messung der Kundenzufriedenheit beispielsweise im Kontext Service Qualität, Produktqualität, User Experience, etc. notwendig sind. ◼

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