CIO Leadership mit Herz, Hirn und Hand- So war der Mid Summer ThinkTank am 28. Juli

by Stephanie Ellemunter

Mid Summer ThinkTank am 28.07.

Der erste Mid Summer Webcast mit den Nominierten der Confare CIO OF THE DECADE #ImpactChallenge hat stattgefunden und war sehr inspirierend. Im Talk als Gäste mit dabei waren Karin Wegscheider, Head of Department beim Bundesrechenzentrum, Franz Hillebrand, CIO bei SIGNA, Ingo Oberortner, Geschäftsführer beim WSR, Manuel Stecher, CDO von Verbund und Ulf Hallmann CIO bei Landbell.

Im Gespräch mit Confare Gründer Michael Ghezzo verrieten die Nominierten ihre Erfolgskonzepte und sprachen über einen menschenzentrierten Führungsstil, Digitale Masterpläne und der Methode des „contextens“.

 

Hier einige Eindrücke aus dem Webcast “CIO Leadership mit Herz, Hirn und Hand”:

Bei allen Herausforderungen die wir derzeit gesellschaftlich haben, stellen IT und Digitalisierung einen wesentlichen Baustein für die Lösung dar. Das bedeutet auf der einen Seite viele Möglichkeiten/ Spielraum in der IT, auf der anderen Seite eine besondere Herausforderung für jene, die IT in einem Unternehmen managen und die IT-Agenden eines Unternehmens gestalten. Das führt natürlich auch zu besonderer Verantwortung.“

Michael Ghezzo

Michael Ghezzo
Founder, Confare

Nominee Ingo Oberortner hat über seinen menschenzentrierten Führungsansatz gesprochen und die Methode, die er in seinem Team beim WSR anwendet, das „contexten“.

Menschenzentrierte Führung bedeutet den Menschen da abzuholen wo er ist. Man darf sich als Führungskraft auch nicht so wichtig nehmen. Die Leute, die Erfolge leisten müssen nach vorne geholt werden. Dazu muss man alte Denkmuster verändern. Gemeinsamen Erfolg erreicht man nicht wenn man selbst im Zentrum steht.

“New work“ bedeutet für mich nicht nur Remote Work, sondern es ist einfach die Art wie wir in Zukunft miteinander agieren. Die Arbeitswelt ändert sich, also muss sich auch die Führung ändern. Dafür muss man zuerst sein eigenes Mindset ändern und sein Menschenbild hinterfragen.“

Die Methode des „Kontextens“ sagt im Grunde aus, dass jedes Handeln sowohl zum Eigen- als auch zum Gemeinwohl beitragen soll. Die Grundvoraussetzung dafür ist, dass man Dinge gemeinsam mit den Mitarbeitern bearbeitet. Man muss akzeptieren jeder hat eine eigene Geschwindigkeit, eigene Stärken. Dieser Wandel ist im Prinzip ein Kulturwandel und somit nicht einfach über Nacht zu vollziehen. Es gibt keinen Zeitrahmen wie bei einem Projekt, man muss also auch Geduld haben.“

 

Nominee Karin Wegscheider hat ihre Philosophie der “Führung mit Herz, Hirn und Hand” genauer erklärt.

Karin Wegscheider

Karin Wegscheider
Bundesrechenzentrum

Ich wollte eine Art der Führung vermitteln die simpel ist, für alle verständlich, da bin ich auf die Führung mit Herz, Hirn und Hand gekommen. Mit Hirn führen viele Führungskräfte ja schon, vor allem auch in der IT, aber besonders der Herz-Gedanke geht in der Führung oft verloren, das gilt zu beachten. Und auch mit Hand will ich führen, das heißt Dinge in die Hand zu nehmen, umzusetzen, zu machen und nicht nur zu denken.“

Wegscheider ist in Zeiten großer Umstrukturierung ins Unternehmen gekommen. Wie sie die Hindernisse, die sich dadurch ergeben haben, gelöst hat, hat sie auch verraten:

Eine Restrukturierung bedeutet immer auch sehr viel Unsicherheit. Meist wird diese Unsicherheit von den Mitarbeitern negativ ausgelegt, man will sich an das klammern was man kann und kennt. Als Führungskraft muss man die Mitarbeiter anleiten in dieser schwierigen Phase, man muss gemeinsam gestalten. Denn von oben ist ja nur der Rahmen festgelegt, wir müssen selber darin unsere zukünftige Rolle festlegen. Wichtig ist mir dabei der Community Gedanke. Wir haben im Unternehmen eine Community gebildet, die sich monatlich trifft und verschiedene Themen diskutiert. Wir reden darüber wie wir die Zukunft gemeinsam gestalten wollen, dann merken die Mitarbeiter auch „Wenn ich mitgestalte, bewege ich Dinge und bin ein Teil davon““.

Karin Wegscheider

Karin Wegscheider
Bundesrechenzentrum

Ulf Hallmann hat darüber gesprochen, was die Rolle eines CIOs heutzutage ausmacht:

CIO News Ulf Hallmann

Ulf Hallmann
Landbell

Als CIO ist natürlich vor allem Leadership sehr wichtig, man muss die Richtung kennen, in die es gehen soll und natürlich auch vermitteln können. Dennoch muss man aber die Menschen in den Mittelpunkt stellen, sie sollen die Vision teilen, um sie bestenfalls mit Herzblut umzusetzen. Man muss den Teams die nötigen Mittel geben damit sie arbeiten und die Ziele erreichen können, aber auch Veränderung durchsetzen und Vorbild sein.“

Wie er bei der Wertstoffwiederverwertung Datenmanagement einsetzt, hat er auch verraten:

Die Vermüllung ist, wie wohl jedem bekannt, ein globales Problem. Die Lösung dafür ist Recycling. Landbell agiert dabei als Vermittler, wir managen globale Wertströme. Es braucht für das Recycling entsprechende Sammel- und Rücknahmestrukturen, das ist eine komplexe Angelegenheit. Zur Umsetzung einer “data driven”  Vision ist Wissen über Gesetze, Verordnungen, Produkte, Materialströme und Akteure geschickt zu kombinieren. Man kann Daten, die vorhanden sind oder täglich anfallen, optimal nutzen und als Grundlage für proaktives Handeln einsetzen. So einsteht ein Paradigmenshift mit vielen Vorteilen für alle Akteure.”

CIO News Ulf Hallmann

Ulf Hallmann
Landbell

Hallmann betont auch, dass dieser Prozess durch die hohe Komplexität eine kontinuierliche Veränderung beinhaltet. Mit ständiger Veränderung kennt sich auch Franz Hillebrand, CIO von SIGNA aus:

Veränderung ist für mich ein Normalzustand. Herausforderungen des CIOs sind heutzutage die große Geschwindigkeit, aber auch die vielen Themen, die bedacht werden müssen. Wir haben im Business in unterschiedlichen Bereichen unterschiedliche Reifegrade. Für Leadership ist das eine besondere Herausforderung einerseits alles stabil zu halten, andererseits Innovation zu ermöglichen, aber ich bin der Meinung die Operation muss einfach rennen. Gewisse Standardprozesse müssen automatisiert sein und ich will davon nichts merken, die restliche Zeit kann ich dann für Innovation nutzen. Da kann man auch gerne ein bisschen herumprobieren, nicht alles muss erfolgreich sein, jede Erfahrung bringt dem Unternehmen etwas. Als CIO muss man aber auch sagen, wo sind die Grenzen und Schranken davor setzen. Der CIO muss festlegen was passt in die Gesamtstrategie und was nicht.“

Auch er sieht sich als CIO nicht in einer Sonderpostion:

Der CIO muss wie der Schneepflug sein, der den Weg frei macht. Als CIO bin ich nicht der wichtigste Posten, ich bin nicht dafür zuständig, dass es läuft, sondern ich bin dafür da Probleme zu beheben. Man muss als CIO Netzwerke aufrechterhalten, Stakeholder auf den aktuellen Stand halten und aktiv Prozesse mit beeinflussen.“

Manuel Stecher von Verbund hat über seine spezielle Position als CDO gesprochen und welche Vorteile es bringt die Funktionen des CIOs und CDOs zu trennen:

Stecher Manuel

Manuel Stecher
Verbund

Die Rolle des CIOs hat sich dementsprechend verändert, dass er nun mehr am Business dran ist. Der Unterschied zum CDO ist, dass dieser sich konkret auf die Digitalisierung des Business fokussiert, in meinem Fall ist das z.B. die Energieerzeugung und der Energiehandel. Durch die Trennung fallen viele Tagesthemen, mit denen der CIO zu tun hat, weg und man kann sich ganz auf seine Rolle fokussieren um das Unternehmen voranzubringen. Es ist eine stark diplomatische Rolle, die größte Herausforderung ist es dabei das Unternehmen mit zu nehmen auf dem Weg zur Digitalisierung. Dafür braucht es Empathie, man muss die Menschen verstehen. Kommunikation ist der Schlüssel. Der Technikanteil in diesem Job ist sehr gering.“

Auch über seinen Digitalen Masterplan hat Stecher gesprochen:

Zu unserem Digitalen Masterplan gehört, dass die Digitalisierung eigentlich eine Roadmap ist. Der Plan bestimmt welche Projekte in welchem Zeitraum umgesetzt werden sollen, in Bezug auf die Gebäude, Maschinen und die Wartung. Auch die Vernetzung ist dabei wichtig, das verhindert Doppelgleisigkeit.“

Stecher Manuel

Manuel Stecher
Verbund

Sehr spannende Eindrücke aus der Arbeit unserer Nominierten! Einer unserer Speaker hat sie besonders überzeugt? Dann stimmen Sie doch gleich für sie oder ihn ab! Beim nächsten Webcast am 11. August dabei sind: Anke Sax von KAGAL, Werner Leodolter von KAGes, Carsten Priebs von Randstad, Andreas Meyer-Falcke vom Land NRW und Nino Messaoud von Barry-Wehmiller.

Confare Mid Summer ThinkTank
CIO Leadership mit Herz, Hirn und Hand – Kultur, Agilität und Innovationskraft im Digitalen Zeitalter

Hier geht es zum Link der Aufzeichnung!

    Vorname & Nachname*

    E-Mail-Adresse*

    Firma*

    Ich bin damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten von Confare GmbH zu Zwecken der Werbung, der vertrieblichen Kontaktaufnahme, der Einladung zu Events und zur Übermittlung von Werbematerial bzw. Mailings verwendet werden. die Weitergabe der Daten erfolgt im Rahmen der von mir erteilten Einwilligung ausschliesslich an Confare GmbH, zu denselben wie den oben angeführten Zwecken. Ich kann diese Einwilligung jederzeit per E-Mail an info@confare.at widerrufen.

    CIOSUMMIT Frankfurt - Jetzt Voten

    Sharing is caring!

    0 comment

    Für Sie ausgewählt

    Leave a Comment