DevOps machen den Kulturwandel möglich – Vom „das haben wir immer schon so gemacht“ zum agilen Unternehmen

by Michael Ghezzo

Im Vorfeld des 10. Confare CIO SUMMIT haben wir den Experten von AppDynamics über die Rolle der internen IT, den Kulturwandel im Unternehmen und Digitale Business Transformation gesprochen. Was bei der Implementierung von DevOps im Unternehmen zu beachten ist, sagt uns Karsten Flott.

DevOps versprechen eine nahtlosere Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Entwicklung und Operations – wie genau wird diese denn erzielt? 

DevOps-Maßnahmen sollen Bruchstellen zwischen Anwendungsentwicklung und IT-Betrieb überwinden. Dahinter steckt ein Kulturwandel in der IT. DevOps-Strategien stehen im Gegensatz zum Silodenken und dem „Das habe ich schon immer so gemacht“. DevOps soll den notwendigen Austausch zwischen Entwicklung und Betrieb sicherstellen, damit die IT-Abteilung agil auf neue Anforderungen reagieren und diese zeitnah umsetzen kann. Damit das funktioniert muss der Austausch zwischen Betrieb und Entwicklung auf dem Bewusstsein basieren, dass beide Teams gleichermaßen für den erfolgreichen Betrieb einer Anwendung verantwortlich sind. Dazu bedarf es Teams, Tools und Methoden, die das Silo-Denken aufbrechen und ein prozessorientiertes End-to-End-Denken ermöglichen. Nur wenn alle Beteiligten in die Verantwortung für den reibungslosen Betrieb der Applikationslandschaft eingebunden sind, können DevOps-Ansätze erfolgreich umgesetzt werden.

Was sind die wichtigsten Gründe, warum sich IT-Manager mit dem Konzept DevOps befass7501 DevOps -becio-memes-flott-1en sollten?

Die Digitale Transformation, wie wir sie heute sehen, kommt mit derartiger Geschwindigkeit, dass besonders in der IT neue Prozesse gefragt sind. Die Anforderungen von Anwendern und Kunden setzen Unternehmen enorm unter Druck, schnell zu reagieren und diese umzusetzen. Dazu gehören die Umsetzung von Business Anforderungen, die Priorisierung von Troubleshooting auf Business Impact und die effiziente Nutzung von Ressourcen durch Eliminierung von Minimum Viable Products. Der Schlüssel dazu ist Agilität. Egal ob bei der Entwicklung neuer Anwendungsreleases, dem Troubleshooting oder auch der Ressourcenplanung. Die IT muss schnell und effizient reagieren, um sich nicht mit Schadensbegrenzung, sondern mit dem Schaffen von Business-Mehrwert zu beschäftigen. DevOps-Methoden ermöglichen diese Agilität. Denn nur wenn die Arbeitsstruktur zur Anforderung passt, können diese erfolgreich umgesetzt werden. So wird die IT vom Cost- zum Profit-Center und gleichwertigen Partner für das Business.

Was ist bei der praktischen Umsetzung zu beachten? Welche Fehler sollte man vermeiden? Welche Potenziale sollte man nicht außer Acht lassen? 

Zum einen sind da die Herausforderungen hinsichtlich der technischen Rahmenbedingungen wie automatisiertes Deployment, Kontrolle der Versionen und Builds sowie effektives und zielgerichtetes Alarmieren mit Ticketsystemen. Die traditionelle Rollenverteilung in der IT und die unterschiedlichen Verantwortungsbereiche von Entwicklung und Betrieb sind aber die eigentliche Herausforderung. Die größte Hürde ist die organisatorische bzw. kulturelle Kollaboration, also die Herausforderung, das richtige DevOps-Team zusammenzustellen. Entscheidend ist ein guter Mix aus „Betrieb“, „Test“ und „Entwicklung“. Neben der fachlichen Kompetenz und den kommunikativen Fähigkeiten müssen die Teammitglieder das große Ganze, also den Business-Nutzen verstehen und in den Fokus ihres Tuns stellen.

Folgende Fragen helfen bei der Besetzung des Teams:

  • Wie groß soll das Team sein?
  • Wie soll das Verhältnis zwischen Mitarbeitern aus dem Betrieb, dem Test und aus der Entwicklung sein?
  • Wie viele unterschiedliche DevOps-Teams werden gebraucht?
  • Wie werden externe Entwicklungspartner integriert?
  • Sollen Entwickler Zugriff auf das Produktivsystem haben?
  • Wer ist für spontane Ausfälle des Systems zuständig? Das DevOps-Teams oder der Betrieb?
  • Wer trifft die Entscheidung, wenn es Netzwerkprobleme gibt und wann wird das DevOps-Team involviert?

Welche Rolle spielen Tools?

Eine Vielzahl von Tools und Methoden können einen spezifischen Nutzen im DevOps-Prozess bieten. Hierzu gehören Git, Maven, Sc7501- DevOps becio-memes-flott2rum, Kanban, Jenkins und auch Tools für das Application Performance Monitoring, um Probleme schnell zu identifizieren, eingrenzen und beheben, aber auch Ergebnisse und Erfolge überwachen zu können. Wenn möglich, greift man auf Werkzeuge zurück mit denen die Teams bereits Erfahrungen haben oder deren Anforderungen am besten entsprechen. Auf keinen Fall dürfen Tools für das Application Release Management und Continuous Integration fehlen. Im besten Fall liefert eine integrierte Plattform die Transparenz über alle Systeme und Komponenten, vom Backend über das Netzwerk bis zur Usertransaktion. Dieser Überblick gibt die Informationsgrundlage für die notwendige Agilität in der Entwicklung neuer Funktionen und gewährleistet bestehende Deployment- und Sicherheitsstandards.

Welche Perspektiven gibt es nach der erfolgreichen Etablierung von DevOps? Wie geht es weiter?

Wenn die DevOps-Struktur etabliert ist und funktioniert, entsteht ein Kreislauf effizienter und agiler Entwicklung und Release-Deployment. Auf das Deployment der Anwendung oder eines neuen Releases/Builds, folgt die Visualisierung der Servicequalität, die Analyse von potenziellen oder tatsächlichen Störungen und darauf basierend, die Bewertung des Business Impacts. Eine gut funktionierende DevOps-Struktur ist der entscheidende Schritt zum Continuous Delivery und zum Continuous Deployment. Ohne agile Teamstruktur wird aber weder das eine noch das andere umzusetzen sein. Der Wunsch IT-Services schnell und performant zur Verfügung zu stellen, bleibt ein frommer Wunsch.

Einreichungen für den CIO AWARD sind bis zum 31. Januar 2017 möglich. Für Fragen dazu steht Ihnen das Team von Confare jederzeit zur Verfügung.

#BeCIO – 10 Jahre CIO AWARD wird auf dem 10. Confare CIO & IT-Manager Summit gefeiert. Hier treffen sich mehr als 450 hochkarätige IT-Entscheider und Branchenprofis. Anmeldung und Details zum CIO SUMMIT, sowie die Einreichungsunterlagen zum CIO AWARD 2017 finden Sie hier: www.cioaward.at

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