Exklusiv in der Kolumne mit Markus Czerner:
Gemeinsam-besser-machen:
Mit viel Verantwortung umgehen: Wie IT-Entscheider in einer Welt voller Bedrohungen bestehen
“Hacker-Angriffe sind heutzutage nicht mehr eine Frage des „Ob“, sondern des „Wann“.”
In einer Welt der allgegenwärtigen Cyberbedrohung ist der Spagat zwischen Systemsicherung und dem Monitoring von ständig neuen Technologien gar nicht so einfach. Eine herausfordernde Aufgabe, die viel Verantwortung seitens der IT-Verantwortlichen verlangt. Keynote Speaker und Autor Markus Czerner gibt Einblicke in die Auswirkungen großer Verantwortung. Was macht es mit Menschen, ständig unter Druck zu stehen?
„ALLES KOPFSACHE“ heißt das einflussreichste Buch von Markus Czerner, der darin seine Erfahrungen aus dem Spitzensport für einen Business-Kontext nutzbar macht. Es hat ihn, dem Erfolg Magazin zufolge, zu „einem der bedeutendsten Köpfe der Erfolgs-Welt“ und einem gern gesehen Gast auf den Confare Bühnen gemacht.
In der heutigen Zeit tragen Sie als IT-Entscheider eine der größten Lasten in Unternehmen – die Verantwortung für Systeme, die ständig bedroht werden. Auf den Confare-Events habe ich als Außenseiter eines gelernt: In einer Welt, in der Hacker-Angriffe nicht mehr eine Frage des „Ob“, sondern des „Wann“ sind, sind IT-Verantwortliche ständig auf der Hut – und müssen es auch sein. Es gibt kein „Feuerwerk“ bei Erfolg, kein großes Lob, wenn alles reibungslos läuft. Vielmehr ist Ihr Erfolg, der Erfolg eines IT-Entscheiders oft unsichtbar, während Misserfolge und Probleme sofort sichtbar werden.
Die Realität ist für Sie ein ständiger Spagat: Sie müssen Systeme sichern, die ständig weiterentwickelt und immer mehr Angriffen ausgesetzt werden. Dabei gibt es immer wieder neue Technologien, neue Bedrohungen und neue Herausforderungen, denen man gerecht werden muss. Ich sag´s wie es ist: ständig brennt irgendwo die Hütte. Es ist ein wenig wie beim Feuerwehrmann – immer bereit, sofort zu reagieren, auch wenn man selbst oft die einzige Anlaufstelle in Krisenzeiten ist. Vor dieser Aufgabe habe ich den größten Respekt!
Aber was macht den Umgang mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe so herausfordernd? Sie wissen, dass keine Systeme „unangreifbar“ sind. Der Erfolg besteht also nicht darin, einen Angriff zu verhindern, sondern wenn er kommt, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Für die meisten Menschen ein seltsamer Erfolg, wo wir gesellschaftlich und unternehmerisch doch ein anderes Erfolgsbild pflegen. Es gibt viele Unwägbarkeiten – vom Hackerangriff über Softwarefehler bis hin zu Naturkatastrophen. Was bleibt, ist der unermüdliche Kampf, stets einen Schritt voraus zu sein.
Doch wie geht man mit dieser Art der Verantwortung am besten um, ohne sich selbst zu verlieren? Wie bleibt man fokussiert und motiviert, wenn Erfolg kaum sichtbar und die Gefahren ständig präsent sind?
Ich denke, der Schlüssel liegt in der mentalen Resilienz und einem klaren Verständnis der eigenen Prioritäten. Sie als IT-Entscheider müssen wissen, dass Sie nicht alles kontrollieren können, aber alles in Ihrer Macht Stehende tun müssen, um das Unternehmen zu schützen. Das gilt es zu akzeptieren. Genau diese Akzeptanz ist es, die zu Selbstwirksamkeit führt, sodass Sie stets Herr der Lage sind. Ein klarer Kopf in Krisensituationen ist entscheidend. Wenn Sie Dinge akzeptieren, die Sie nicht ändern können, hilft das, den Fokus auf das zu lenken, was Sie selbst beeinflussen können. Natürlich gehört auch der Mut dazu, Risiken realistisch einzuschätzen und Entscheidungen zu treffen, die langfristige Sicherheit bieten – nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die eigene mentale Gesundheit.
Ihre Arbeit ist oft unsichtbar – bis etwas schiefgeht. Klingt zugegeben sehr hart, aber genau das macht Ihre Rolle so wichtig. Ohne die unsichtbare Arbeit, die jeden Tag geleistet wird, wäre das Unternehmen nicht in der Lage, weiter zu bestehen und zu wachsen. Wir sehen ganz oft immer nur die großen Erfolge, aber den harten Weg dorthin sehen die meisten nicht – das ist in der Sportwelt nicht anders. die den Und manchmal, wenn alles läuft und der „Hut“ nirgendwo brennt, ist das vielleicht das größte Lob und die größte Bestätigung für Sie und Ihre Arbeit – die Stille, die von der Stärke und Resilienz der Systeme zeugt.
Meinen allerhöchsten Respekt für Ihre tägliche Arbeit und die Herausforderungen,
Markus




