More with less – Standortnachteile durch Effizienz und Qualität ausgleichen

by Bianca Bogad-Frey

Christian Hürter (DEUTZ): More with less – Standortnachteile durch Effizienz und Qualität ausgleichen

Christian Hürter - More with less – Standortnachteile durch Effizienz und Qualität ausgleichen

Der Confare ImpactAward Gewinner Christian Hürter (DEUTZ) im Confare-Blog-Interview. „More with less“ lautet seine Devise. Wie der CIO es schafft, durch Qualität, Effizienz und gutem Leadership die Oberhand zu gewinnen, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Warum fällt es vielen Unternehmen so schwer, zwischen sinnvollem Konsolidieren und gefährlichem Sparen zu unterscheiden?

Das könnte an einer kurzfristigen Denkweise liegen, die möglichweise durch Ängste geprägt ist – was ich absolut nachvollziehen kann, was aber einfach oft nicht hilfreich ist. Denn sinnvolles Konsolidieren bedeutet, Prozesse und Systeme zu optimieren, um langfristige Effizienz und Qualität zu gewährleisten. Gefährliches Sparen hingegen ist eine Reaktion auf unmittelbare finanzielle Drucksituationen, die oft zu einer Absenkung der Qualität und Innovationskraft führen kann. Der Schlüssel ist, die Balance zwischen Kosteneinsparungen und Investitionen in die Zukunft zu finden. Eine strategische Sichtweise, die auf langfristigen Zielen basiert, hilft, diese Unterscheidung zu treffen.

Wie kann IT helfen, Standortnachteile oder wirtschaftliche Schwächen durch Effizienz und Qualität zu kompensieren?

IT kann durch Automatisierung und digitale Prozesse Standortnachteile ausgleichen, indem sie Effizienz und Qualität steigert. Intelligente Systeme und Datenanalysen ermöglichen es uns, fundierte Entscheidungen zu treffen und Prozesse zu optimieren. Bei DEUTZ setzen wir auf modulare IT-Lösungen, die nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen verbessern. Und natürlich setzen wir auf eine entsprechende Datenstrategie in Verbindung mit einem innovativen KI-Ökosystem. So können wir auch in herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldern wettbewerbsfähig bleiben.

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Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit „More with less“ tatsächlich funktioniert?

„More with less“ erfordert eine Unternehmenskultur, die Innovation, Teamleistung und kontinuierliche Verbesserung fördert. Wir müssen in Schulungen investieren, um sicherzustellen, dass unsere Mitarbeiter die nötigen Fähigkeiten haben, um neue Technologien effektiv zu nutzen. Außerdem braucht es eine moderne Führung, die es uns ermöglicht, schnell auf Veränderungen zu reagieren. Letztlich müssen wir auch bereit sein, Daten als strategisches Asset zu betrachten und sie sinnvoll zu nutzen, um Effizienzgewinne zu realisieren.

Wann ist es sinnvoll, Strukturen zu konsolidieren – und wann braucht es stattdessen den Mut zum Neubau?

Die Entscheidung zwischen Konsolidierung und Neubau hängt von der spezifischen Situation ab. Konsolidierung ist sinnvoll, wenn bestehende Strukturen veraltet sind und die Effizienz steigern können. Neubau hingegen ist notwendig, wenn wir innovative Lösungen benötigen, die nicht durch bestehende Systeme oder Prozesse behindert werden. Oder ganz pragmatisch auch dann, wenn die Komplexität schier unüberwindlich geworden ist. Bei DEUTZ verfolgen wir einen hybriden Ansatz: Wir konsolidieren dort, wo es sinnvoll ist, und schaffen gleichzeitig Raum für neue Ideen.

Welche Rolle spielt Kommunikation – intern wie extern – um den Wert von IT-Investitionen nachvollziehbar zu machen?

Kommunikation ist der Schlüssel zur Akzeptanz und zum Verständnis von IT-Investitionen. Intern müssen wir den Mitarbeitern klar vermitteln, wie IT-Lösungen ihre Arbeit erleichtern und den Unternehmenserfolg fördern. Extern ist es wichtig, die Stakeholder über die Vorteile unserer digitalen Transformation zu informieren – besser: zu inspirieren. Transparente Kommunikation schafft Vertrauen und erhöht die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Bei DEUTZ setzen wir auf regelmäßige Updates und Feedback-Runden, um alle Beteiligten einzubeziehen.

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Wie viel Mut braucht es, in wirtschaftlich engen Zeiten an Digitalisierung und Transformation festzuhalten?

Es erfordert erheblichen Mut, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an Digitalisierung und Transformation festzuhalten. Oft ist der Druck, kurzfristige Einsparungen zu erzielen, überwältigend. Dennoch ist es wichtig, die langfristigen Vorteile der Digitalisierung zu erkennen. Investitionen in Technologie sind letztlich Investitionen in die Zukunft des Unternehmens. Bei DEUTZ haben wir uns auf Basis eines klaren Zielbilds entschieden, auch in herausfordernden Zeiten auf Innovation zu setzen, weil wir glauben, dass dies der einzige Weg ist, um nachhaltig erfolgreich zu bleiben.

„Digitale Schöpfung – Create. Inspire. Own.“ – beschreibt das für dich den Weg aus der reinen Kostenlogik?

Absolut! „Digitale Schöpfung“ bedeutet, dass wir nicht nur Kosten reduzieren, sondern aktiv Wert schaffen. Es geht darum, innovative Lösungen zu entwickeln, die inspirieren und die Zukunft gestalten. Bei DEUTZ sehen wir die digitale Transformation als Chance, unser Geschäftsmodell neu zu denken und unsere Produkte und Dienstleistungen zu verbessern. Ownership in der digitalen Welt bedeutet auch, Verantwortung für die Auswirkungen unserer Technologien zu übernehmen und sicherzustellen, dass wir nachhaltig und verantwortungsvoll handeln. Dies führt uns weg von der reinen Kostenlogik hin zu einem Ansatz, der Wert und Wirkung in den Mittelpunkt stellt.

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