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Dana Krische (Swietelsky): Nachhaltigkeit und Menschlichkeit bei der digitalen Transformation

Dana Krische ist Group Enterprise Architecture bei Swietelsky und zudem unsere heutige Interviewpartnerin zum Thema Frauen in der IT. Gemeinsam mit ihr sprechen wir über ihren eigenen, ganz besonderen, Werdegang in der IT und warum Mentoringansätze wie das Confare Female IT-Mentoring für viele Frauen der Schlüssel zum Erfolg sein können.
Du hast ein Studium Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Elektronik-Business gewählt – kam das zufällig oder war Digitalisierung ein zentrales Interesse?
Ich habe mich ganz bewusst für Elektronik-Business entschieden, weil ich früh gespürt habe, wie stark digitale Technologien Wirtschaft und Geschäftsmodelle verändern. Mich hat besonders interessiert, wie man Prozesse digital unterstützt und dabei neue Chancen für Unternehmen schafft.
Wie bist Du ins Thema Enterprise Architecture hineingewachsen und was fasziniert Dich daran?
Nach meiner Erfahrung mit Deployment-Architekturen habe ich gemerkt, wie spannend die strategische Sicht auf IT ist. Ich wollte verstehen, wie Systeme, Prozesse und Strukturen zusammenspielen – und wie man Organisationen durch Architektur gezielt weiterentwickeln kann. Diese Verbindung von Technik, Strategie und Menschen fasziniert mich bis heute.
Was sind aus Deiner Sicht die wichtigsten Aufgaben eines EA aus der Vogelperspektive?
Für mich geht es darum, Komplexität zu reduzieren und Transparenz zu schaffen. Ein EA muss nicht jedes technische Detail kennen, aber die Zusammenhänge verstehen, strategisch denken und Veränderung übergreifend begleiten. Die Fähigkeit, das große Ganze mit den operativen Notwendigkeiten zu verbinden, ist zentral.
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Kann der EA zur Datenqualität für KI beitragen?
Unbedingt. EA schafft die strukturellen Voraussetzungen, damit Daten richtig erfasst, verarbeitet und nutzbar gemacht werden. Gerade bei KI sind nicht nur Datenmengen wichtig, sondern auch ihre Qualität, Konsistenz und Verfügbarkeit – genau hier kann Architektur einen entscheidenden Beitrag leisten.
Warum ist der EA für Dich ein Brückenbauer zwischen IT und Fachbereichen?
Weil der EA beide Seiten versteht: die technologische Machbarkeit und die fachlichen Anforderungen. Ich sehe es als meine Aufgabe, die unterschiedlichen Perspektiven zusammenzubringen, gemeinsame Ziele zu definieren und tragfähige Lösungen zu entwickeln, die wirklich funktionieren.
Ist Kommunikation Deine Stärke als Frau im EA-Kontext?
Kommunikation ist generell eine meiner Stärken – weil ich gerne zuhöre, auf Augenhöhe spreche und komplexe Themen klar vermitteln kann. Ob das speziell weiblich ist, weiß ich nicht, aber ich glaube, dass Empathie, Perspektivwechsel und Dialogfähigkeit entscheidend sind – besonders in Rollen, die stark vernetzen.
Muss man gerade jetzt seine EA-Hausaufgaben machen, um kommende Chancen zu nutzen?
Ja, ich denke, gerade in unsicheren Zeiten braucht es Struktur und Orientierung. Wer heute seine Architektur konsolidiert und strategisch aufstellt, kann neue Technologien schneller integrieren, Innovationen besser skalieren und den Wandel aktiv gestalten.
Es freut uns, jedes Jahr einen immer höheren Frauenanteil beim Confare CIOSUMMIT Frankfurt zu verbuchen. Mehr Infos zum IT-Management-Kongress finden Sie HIER.
Wie erlebst Du die Rolle von Frauen in der IT – besonders in Führungspositionen?
Es gibt positive Entwicklungen, aber Frauen sind noch immer unterrepräsentiert – vor allem in strategischen Rollen. Ich denke, es braucht gezielte Förderung, Sichtbarkeit und Räume, in denen Frauen sich vernetzen, voneinander lernen und wachsen können.
Welche Rolle spielen Frauen bei der digitalen Transformation?
Ich bin überzeugt, dass Frauen wertvolle Perspektiven und oft eine hohe soziale Intelligenz in technologische Veränderungsprozesse einbringen. Sie denken oft ganzheitlich, bringen neue Lösungsansätze und tragen dazu bei, Transformation nachhaltig und menschlich zu gestalten.
Wie wird Technologie Arbeit und Gesellschaft verändern?
Technologie verändert nicht nur Prozesse, sondern auch unser Denken, unsere Zusammenarbeit und unser Selbstverständnis. Ich sehe viele Chancen, aber auch die Verantwortung, ethisch und nachhaltig zu handeln – und den Menschen dabei nie aus dem Blick zu verlieren.
Was bedeutet Dir Mentoring und Netzwerken?
Mentoring hat mir geholfen, Klarheit über meine Stärken und Ziele zu gewinnen. Netzwerke geben Halt, Inspiration und Zugang zu neuen Möglichkeiten. Für mich sind sie ein wichtiger Bestandteil beruflicher Entwicklung – besonders für Frauen, die noch sichtbarer werden wollen.

