Employer Branding: Wie Sie im Personalmarketing die 2 größten Fehler vermeiden und zusätzlich an Fördergelder kommen

by Alp Keser

Brigitte Pawlitschek ist PR und Medienprofi und unterstützt mit ihrer Agentur Results & Relations zahlreiche Kunden beim Employer Branding. Talent ist eines der Schlüsselthemen bei der Digitalisierung von Unternehmen. Im Vorfeld der Confare Konferenz IDEE 2019 bringt sie in ihren Gastbeiträgen wichtige Tipps und Erfahrungen rund um Personalmarketing und den Employer Brand.

Karriere-Seiten, die sofort auf eine englische Seite „springen“ und „Jobs near you“ anbieten, welche sich dann in China, Indien und Malaysia befinden – keine Seltenheit bei österreichischen IT-Anbietern. Und in den konkreten Stellenanzeigen geht es weniger darum, was die Unternehmen bieten, sondern darum, was der Bewerber mitbringt.

Impulsvorträge von Experten und Meinungsbildnern namhafter Unternehmen wie ÖBB, RHI Magnesita und SIGNA Holding | Networking und Erfahrungsaustausch mit Fachbereichs-Managern aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen | Creative Hub | Confare #IDEE 2019 – Das Event zu Digitalisierung und Innovation in Österreichs Unternehmen | 20. Mai 2019 – Park Hyatt Wien

Augenhöhe geht anders. Vor allem, wenn man sich den oftmals zitierten Fachkräftemangel in Österreich vor Augen hält: Der Fachverband Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung (UBIT) in der Wirtschaftskammer schätzt, dass zurzeit in Österreich rund 5.000 bis 10.000 offene IT-Stellen nicht besetzt werden können. Allein in Oberösterreich (zahlreiche großen Industriebetriebe) fehlen laut Markus Roth, UBIT-Obmann OÖ, an die 3.000 IT-Kräfte. Da die Wirtschaft derzeit brummt, schnappen große Unternehmen reinen IT-Betrieben zusätzlich Arbeitskräfte weg.

Job-Mobilität in Österreich: Unter dem EU-Schnitt

Globalisierung kann eine wunderbare Sache sein, viel Potential für Learnings und Austausch beinhalten, aber Personalsuche ist und bleibt lokal. Realistischerweise werden IT-Mitarbeitende aus einem Umkreis von, sagen wir, 50 Kilometer rekrutiert. Gerade in Österreich ist die berufliche Mobilität überschaubar: Sie liegt unter dem EU-Durchschnitt und betrifft damit weniger als die Hälfte der Jugendlichen. In der Altersgruppe 20 bis 34 Jahre bleiben sogar mehr als 90% der ArbeitnehmerInnen an ihrem Wohnort.

Learning Nummer Eins: Eine Lokalisierung der Karriere-Seite ist unabdingbar, will man nicht in den allgemeinen Jammerchor von wegen Fachkräftemangel einstimmen.

Alleinstellung statt Stehsätze

Kommt man bei vielen Webseiten schlussendlich auf die konkreten Job-Angebote, wimmelt es oftmals von Anforderungen und Voraussetzungen, die ein Bewerbender erfüllen muss. Wenn es um das Angebot des Unternehmens geht, dominieren Floskeln, Standardformeln und Stehsätze, alle schon tausend Mal gehört und gelesen und mehr als einmal auf zig anderen Karriere-Seiten (des Mitbewerbs) zu finden.

Alleinstellung und Employer Value Proposition gehen anders. Was ist das eigentlich, die Employer Value Proposition? Sie definiert und beschreibt, was ein Unternehmen als Arbeitgeber ausmacht. Als PR-Expertin weiß ich, wieviel Aufwand und Mühe investiert werden, die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens von jenen des Mitbewerbs zu differenzieren. Leider machen sich viel zu wenige Firmen die Mühe, im Rahmen ihrer Personalrekrutierung ihr Angebot für Stellensuchende zu definieren.

Cultural Fit wichtiger als Fachwissen

Denn dieses „einmalige Angebot“ gibt es immer. Jedes Unternehmen hat Werte, täglich gelebte Praxis, die es unverwechselbar und einzigartig machen. Und genau jene Werte und jene Assets gehören gefunden, beschrieben und ausgefeilt, um in weiterer Folge kommuniziert zu werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass Sie die für Sie richtigen Bewerberinnen und Bewerber anziehen. Zahlreiche Untersuchungen, jüngst aus 2018, ergeben, wie wichtig Unternehmenskultur ist: 6 von 10 BewerberInnen forschen auf ihrer Stellensuche aktiv danach.* Und auch Firmen profitieren davon; die Erfahrung zeigt, dass Cultural Fit wichtiger ist als Fachwissen, will man (aufwändig gesuchte) Mitarbeitende langfristig ans Unternehmen binden.

Learning Nummer Zwei: Bei Employer Branding geht es nicht darum, mehr Bewerbende anzuziehen, sondern passendere.

Für manche Projekte im Bereich Employer Branding gibt es in Österreich großzügige Förderungen, die viel zu wenig bekannt sind und daher oftmals im Fördertopf „liegenbleiben“. Ich berate Sie gerne dabei, wie Sie Ihr Personalrekrutierung mit staatlichem Geld „unterfüttern“ können.

*Die 7 wichtigsten Personaltrends. Ruhr Wirtschaft, 2018.

Autorin: Mag. Brigitte Pawlitschek, www.results.at

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