Unberechenbar bleiben, grün und nachhaltig … Franchise-Unternehmer Lindmoser über Lockdown, Innovation und staatliche Hilfen

by Agnes Hartl

Im neuen Jahr stehen für Espressomobil alle Zeichen auf Grün! Die coolen Api fahren mit Ökostrom, der Kaffee ist nun bio und die verwendeten Becher sogar essbar. Und der erste grüne Espressomobil-Einsatz steckt schon in den Startlöchern.

Graz, München, Abu Dhabi, Riad, Baku, Tiflis, Maskat, Wien. Es sind 82 Api, die derzeit weltweit unter der Flagge von Espressomobil hochwertigen Kaffee zu Genießer*innen bringen. Das bedeutet rund 300.000 gefahrene Kilometer pro Jahr – und natürlich den damit zusammenhängenden Spritverbrauch. „Das ist kein Klacks mehr“, wissen die Geschäftsführer Moriz Fleissinger und Reinhold Lindmoser. Also haben sie in den vergangenen Lockdowns in der Espressomobil-Garage gewerkt, um eine grüne Lösung für ihre schicken Api zu finden.

Keine einfache Aufgabe. Denn: „In so ein kleines Vehikel passt nicht jeder Motor. Deshalb mussten wir sehr genau recherchieren, bis wir endlich eine technisch machbare und auch finanzierbare Lösung gefunden haben“, erzählt Lindmoser. Nun aber wurden die ersten Api mit E-Motoren ausgerüstet, die ersten Testfahrten absolviert. „Wir sind nun startklar und werden langsam diese Lösung auf all unsere Franchise-Partner ausrollen“, so das Chef-Duo.

Doch bei Espressomobil will man den Fokus nicht bloß auf das Offensichtliche legen, betont Fleissinger. „In unserem Business geht es auch darum: Welche Rohstoffe werden verwendet? Welche Becher werden genutzt? Und wie belasten diese Komponenten unseren Planeten?“

Sowohl für die Bohnen als auch die Becher hat man nun aber auch schon Lösungen im Angebot: Die gerösteten Kostbarkeiten werden in Bio-Qualität zugekauft. „Wir haben mit unseren Lieferanten einen Weg gefunden, auf dem wir in dieser Weise nicht nur die Nachhaltigkeit in den Fokus rücken, sondern auch die Qualität steigern konnten“, ist Lindmoser stolz. Auch die Becher sind inzwischen grün – man kann sie sogar essen! „Das heißt natürlich nicht, dass man sie verzehren soll“, sagt Lindmoser lachend. Und Fleissinger fügt an: „Aber es bedeutet, dass sie im Bio- oder Restmüll innerhalb kurzer Zeit rückstandslos verrotten.“

Bestellen kann man den grünen Kaffee übrigens auf www.espressomobil.at

Seit Jahren ist Espressomobil der offizielle Kaffee-Versorger des größten österreichischen IT-Treffpunkts, des Confare #CIOSUMMIT. Espressomobil zeigt sehr deutlich, dass schwierige Zeiten Unternehmertum, Innovation und Initiative begünstigen, so dass man nach 2 Jahren Corona nun stark und mit jungen Ideen im Markt punktet. Reinhold Lindmoser ist Managing Partner und hat uns ein paar Fragen rund um die Folgen der Lockdowns, die Innovationsbereitschaft im Unternehmen und die Zukunft von Espressomobil verraten.

Was waren für Espressomobil die unternehmerischen Folgen des Lockdown?

Wie für viele andere Unternehmer war der Lock Down auch für uns ein Schlag ins Gesicht und der Umsatz rasselte von einen Tag auf den anderen von 100 auf 0 und die Stornoquote bei geplanten Events von 0 auf 100. Wir sind im März davon ausgegangen, dass sich die Situation optimistischer Weise bis zum Sommer wieder erholt was leider dann doch nicht so war. Es mussten Mitarbeiter entlassen werden und die Fixkosten wurden auf das Minimum reduziert um durch die Krise zu kommen.

Wie nützlich waren staatliche Hilfen?

Wir konnten die Kurzarbeit nutzen um Kosteneffizient unsere fixen Standorte zu bespielen um Umsatz zu kreieren. Die Steuersenkung auf 5% bis Jahresende ist ebenso sehr positiv zu sehen. All in all liegt es aber in der Hand eines jeden Unternehmers wie er sein Segel stellt um durch diese Krise zu kommen. Wir sind sehr dankbar, dass diese Hilfen vorhanden sind – den Richtungskurs durch die Krise muss man jedoch selbst gut planen!

Was waren die Auswirkungen auf Eure Kunden?

Unsere Kunden speziell in der gesamten Eventbranche waren und sind natürlich ebenso zu 100% getroffen. Confare hat ja gezeigt wie man den Eventmotor wieder starten kann und wie wichtig es ist wieder live Events zu haben. Bei einer online Messe werden wohl kaum Umsätze zustande kommen und in unserer Kultur ist eben der direkte Austausch und das Networking unverzichtbar. Im Endkonsumenten Bereich konnten wir unsere Kunden via Social Media weiterhin gut erreichen und dieser Bereich bekam in Covid19 Zeiten einen guten Aufschwung. Wir nutzten die Chance des digitalen Überkonsums im Lock Down und haben neue Produkte entwickelt mit denen wir auch beim Endkonsument punkten können.

Ihr habt die Krise auch für einen Innovationsschub genutzt – wie war das möglich?

Ein alter Spruch der sich tatsächlich bewahrheitet hat – In jeder Krise gibt es wieder neue Chancen die man nur nutzen muss. Das haben wir auch gemacht und sind mit unseren Espressomobil Home Produkten online gegangen. Ziel dabei war es unsere Community und natürlich auch Neukunden mit nachhaltigen frisch gerösteten Kaffeeprodukten zu beliefern. Das meistgefragteste Produkt dabei ist die wiederverwendbare Kaffeekapsel für Nespresso Systeme welche selbst mit seinem Lieblingskaffee gefüllt werden kann. Dank Covid19 gibt es nun neben den fixen Standorten, den B2B Events, den Public Events auch das online Business an dem wir viel Freude gefunden haben.

Wie seht Ihr die unternehmerischen Perspektiven?

Die nächsten Wochen werden weiterhin sehr unberechenbar bleiben und es wird wenig Planungssicherheit, gerade im Eventbereich, herrschen. Wir sind aber sehr optimistisch, dass ein Pandemie-Ende in greifbarer Nähe ist und ab April/Mai die Anzahl der Veranstaltungen wieder rapide steigen wird. Wir sehen weiterhin viele Chancen, auch international, da sich der Kaffeekonsum weiterhin positiv entwickelt. Es geht in Zukunft nur darum wieder direkt bei seinen Konsumenten zu sein – egal ob bei Events oder mit digitaler Kundenbindung auf dem Smartphone damit ein 100% Ausfall nicht mehr passieren kann.

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