Roland Eschner, Caritas Socialis – Den Herzschlag des Unternehmens verstehen

by Michael Ghezzo


Das Werkzeug IT heute aus nahezu keinem Bereich mehr wegzudenken. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Rolle, die der IT-Leiter im Unternehmen spielt und die Aufgaben, die er wahrnimmt. Das Spektrum, das der CIO abzudecken hat, ist breiter geworden: „Die Rolle des klassischen IT-Leiter als „Verwalter der Daten und Infrastruktur“ hat in den Unternehmen ebenso ihre Bedeutung und Berechtigung, wie die „neue“ Rolle des CIO als prozess- und lösungsorientierter Partner, Netzwerker, Serviceanbieter, Ermöglicher.“, meint Roland Eschner.

Roland Eschner begann seine Tätigkeit als CIO der Caritas Socialis (CS) im Juni 2008 und fand eine heterogene, dezentrale IT-Landschaft, mannigfaltige Eigenentwicklungen, fehlende Prozesse sowie nur rudimentär vorhandene IT-Strategien und Standards vor.
Gleichzeitig wuchsen die Anforderungen an die IT in den Bereichen mobile Dienste, stationäre Pflege, Kindergärten, Wohngemeinschaften, Tageszentren, Hospiz.

Auf Basis eines Vier-Jahres Planes leitete Eschner in den letzten Jahren einen Prozess der Re-Organisation, Konsolidierung und konsequenter Strategie-Umsetzung ein, dessen Erfolg ihn zu einem der Kandidaten für die Auszeichnung als Top-CIO 2011 und den CIO Award macht.

Schlagworte wie Dynamik, Agilität, Service beherrschen heute die IT-Trends. Gerade auch im Sozial- und Gesundheitswesen sind die Änderungen rasant. „Mir ist aber sehr wichtig, dass IT nicht Mittel zum Selbstzweck ist, sondern das unterstützende Werkzeug in den einzelnen Prozessen zur Steigerung der Performance, Transparenz etc. Je größer die Erfahrung des CIO im IT-eigenen Prozessmanagement ist, desto mehr kann ein Unternehmen davon auch gesamtheitlich profitieren.“, betont Eschner.

Die notwendige, flexible Anpassung der IT an das Unternehmen wird auf der einen Seite soziale Kompetenz in der Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung erfordern, wie auch Führungskompetenz in der Entwicklung und Anwendung neuer Managementmodelle und Managementtechniken. „Der CIO muss das Unternehmen, die Abläufe, den Markt und den „Herzschlag“ des Unternehmens ganzheitlich verstehen, abstrahieren und querdenken sowie Anforderungen „möglich machen“ können.“, beschreibt Eschner daher seinen persönlichen Anspruch.

Der CIO sollte sich ebenso gut intern und extern vernetzen können und die notwendige soziale Kompetenz in der Mitarbeiterführung mitbringen, meint Eschner. „Auch wenn die IT das Business verändert, messen Unternehmen Erfolge in Renditen, Umsätzen, etc selten jedoch an einer funktionierenden, innovativen IT, die nicht selten im Hintergrund das Herz eines Unternehmens darstellt. Der CIO-Award räumt den „Werkzeug- und Herzschrittmachern“ diese Aufmerksamkeit ein und hilft Bewusstsein für die Wichtigkeit ihres Aufgabenbereiches sowie die Notwendigkeit von IT-Prozessen, Infrastruktur und Regelwerken zu schaffen.“

Der CIO Award wird auf dem CIO & IT-Manager Summit 2011 am 14. April von CONFARE und COMPUTERWELT in Zusammenarbeit mit Ernst & Young verliehen. Details zum Award und der Veranstaltung finden Sie auf www.cioaward.at

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