Schnellboot oder verkrustetes Schiff? Wie Mittelständler durch IT manövrierfähig bleiben – Confare ImpactAward Nominee Martin Wilde (PFISTERER)

Martin Wilde, Senior Vice President IT – CIO bei PFISTERER, ist Confare ImpactAward Nominee. Im Interview spricht er über agile Schnellboot-Mentalität, den Cybersecurity-Maßanzug und praxisnahe KI-Einsätze im industriellen Mittelstand. Erfahren Sie, wie die IT zur treibenden Kraft in mittelständischen Wertschöpfungsketten wird.
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Martin, PFISTERER ist ein mittelständisches Unternehmen mit globaler Präsenz. Was macht den Mittelstand in einem Marktumfeld mit großen globalen Playern erfolgreich?
Den Mittelstand macht generell erfolgreich, dass er oft agiler ist als ein Großkonzern und die Möglichkeit hat, flexibel auf die Herausforderungen der einzelnen Märkte zu reagieren und sich dort schnell anzupassen.
Es sind keine schwerfälligen Tanker wie Großkonzerne, sondern Unternehmen, in denen sich die Menschen noch mit dem Unternehmen selbst identifizieren, das Produkt und die Hierarchien kennen und das Unternehmen wirklich als Teil ihres Lebens mitnehmen. Ich glaube, dieser hohe Identifizierungsgrad macht sehr viel aus.
Wenn man auf die IT schaut, kann man gerade dort die Strukturen sehr schnell anpassen und dadurch auch auf Veränderungen schnell reagieren und diese herbeiführen. Das sehe ich als großen Vorteil. Ich muss nicht mit 100 Managern sprechen, um einen Prozess zu ändern. Das kann dann auch mal sehr flott gehen und muss flott gehen.
Gleichzeitig ist der Markt für mittelständische Industrieunternehmen momentan hart. Wo stehen diese Unternehmen aus deiner Sicht am meisten unter Druck?
Wenn ich mit Kolleginnen und Kollegen spreche, haben die ganz ähnliche Themen, die Druck erzeugen. Dazu gehört die schwierige Personalsuche im IT-Bereich. Wenn man die Nachrichten liest, sieht man zwar, dass gerade von Großkonzernen viele IT-Leute freigesetzt wurden. Trotzdem ist die Personalsuche nach Professionals oder Young Professionals in den Bereichen, in denen gesucht wird, weiterhin schwierig bis sehr schwierig, mit langen Zeiten zur Wieder- oder Neubesetzung.
Das nächste Thema sind Transformationsprojekte, die auf allen möglichen Ebenen deutlich länger dauern als gewünscht und angedacht. Die Strukturen sind dann doch verkrusteter, als man es sich selbst eingesteht.
Dazu kommt, dass viele Unternehmen Budgetkürzungen gerade im IT-Bereich verkraften müssen. Der Wirtschaft geht es in vielen Bereichen nicht gut. Das führt natürlich gerade in der IT zu Themen, die man sich eigentlich gar nicht wünscht.
Wettbewerbsfähigkeit hängt natürlich auch vom Produkt ab, das ich vermarkte, und davon, wie hoch die Mauer ist, die verhindert, dass ein anderer Wettbewerber ein ähnliches Produkt auf den Markt bringt. Das sind allerdings Rahmenbedingungen, auf die die IT nur einen begrenzten Impact hat.
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Da treffen im Mittelstand teilweise zwei Welten aufeinander: auf der einen Seite die agile Schnellboot-Mentalität, auf der anderen Seite das bekannte „Das haben wir schon immer so gemacht“. Welche Rolle spielt die IT dazwischen?
Absolut. Für mich geht es da um die Frage: Wo ist die IT Teil der Wertschöpfung?
Ohne IT geht heute im Grunde gar nichts mehr. Das gilt für Mittelständler und kleinere Unternehmen genauso wie für Großkonzerne. Das ist für mich ein Teil meiner unbequemen Wahrheit. Wenn ich mit Kollegen aus anderen Abteilungen rede, ist es immer so: Im Grunde wissen es alle, man will es aber nicht gerne hören. Das verstehe ich auch.
Wenn man sich die Wertschöpfung im Industriebereich anschaut, fängt das bei der Bestellung an, die über digitale Medien hereinkommt, und geht bis zur Produktion und Auslieferung. Überall ist IT drin. Über ERP-Systeme brauchen wir gar nicht erst zu sprechen.
Am Ende ist es aber auch der Mensch, der diese Systeme bedient und administriert, aus der IT genauso wie aus den Fachbereichen. Er muss diese Systeme sicher beherrschen, um die Produkte in time herzustellen und auszuliefern.
Das Ganze würde in unserer heutigen vernetzten Welt ohne IT nicht mehr funktionieren. Deshalb ist IT für mich ein zentraler Teil der Wertschöpfung und wird es in Zukunft noch stärker werden, gerade auch im Hinblick auf AI.
Widerstandsfähigkeit wird für Unternehmen wichtiger. Welche Rolle spielt die IT dabei, gerade im Mittelstand auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben?
Ich denke, die zentrale Rolle, um handlungsfähig zu bleiben, betrifft hauptsächlich den Bereich Cybersecurity. Das ist für mich seit vielen Jahren auch ein Herzensthema.
Es braucht einen vernünftigen Cybersecurity-Stack. Aus meiner Sicht gibt es aber nicht den einen Stack, der für alle Unternehmen passt. Er muss auf das Unternehmen zugeschnitten sein, für das man verantwortlich ist. Man muss nicht jedes Mal das Rad neu erfinden, aber es muss wirklich passen. Für mich ist Cybersecurity in diesem Sinne wie ein Maßanzug.
Wenn eine 24/7-Around-the-world-Security-Strategie vorhanden ist und auch wirklich gelebt wird, mit unterschiedlichen Bausteinen und heute natürlich auch mit AI, dann ist aus meiner Sicht ein sehr großer Teil der Widerstandsfähigkeit des Unternehmens gegeben.
Wir können von den Usern nicht verlangen, dass sie bei jeder E-Mail immer maximal aufpassen: Ist die vielleicht verseucht? Könnte das ein schadhafter Link sein? Natürlich muss man sich auch darum kümmern. Der User ist ein Teil der letzten Firewall, wie wir im IT-Bereich immer so schön sagen, und deshalb braucht es auch Ausbildung und Awareness.
Meine Strategie ist allerdings, technisch alles möglich zu machen, um den User zu entlasten und das Unternehmen so sicher wie möglich zu machen. Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Das ist völlig klar. Aber mittlerweile gibt es sehr gute Lösungen auf dem Markt, die man sinnvoll miteinander kombinieren kann, auch ohne Millionen auszugeben. Davon bin ich fest überzeugt.
Gerade im Mittelstand kommt bei Cybersecurity schnell die Kostenfrage. Wie argumentierst du in solchen Diskussionen?
Das Kostenthema haben wir immer, bei Cybersecurity sowieso. Ich bin kein Freund davon, große Cybersecurity-Teams aufzubauen, weil das sehr kostenintensive Abteilungen sind. Dazu kommt, dass man die richtigen Leute nur schwer findet. Und selbst wenn man ein großes Team hat, ist das noch keine Garantie dafür, dass es tatsächlich einen Mehrwert bringt.
Ein halbwegs gelungener Cyberangriff und alles, was sich dahinter zusammensummiert, kostet das Unternehmen sehr viel mehr, als gut überlegt an den richtigen Stellen in Defense zu investieren. Vom Reputationsverlust ganz zu schweigen.
Leider kenne ich genügend Kolleginnen und Kollegen, die diese Probleme in den vergangenen Jahren hatten. Wenn das Kind einmal in den Brunnen gefallen ist, ist es zu spät. Deshalb sage ich ganz bewusst: Jeder Euro, der in eine gute Strategie und deren Umsetzung fließt, ist ein gut investierter Euro.
Bei AI ist die Situation ähnlich. Der industrielle Mittelstand ist hier nicht unbedingt an vorderster Front. Wie wichtig schätzt du das Thema für ein Unternehmen wie PFISTERER ein?
AI wird einen ganz enormen Effekt auf die Wettbewerbsfähigkeit haben, nicht nur bei uns, sondern generell im gesamten industriellen Bereich und auch darüber hinaus. Wir stehen am Anfang eines Megatrends, der jetzt langsam aus den Kinderschuhen herauswächst.
Wir haben bereits heute Lösungen im administrativen Bereich implementiert, mit denen die Leute in den Büros schneller zurechtkommen, sei es bei der Beantwortung von Fragestellungen oder bei der Suche nach Dokumenten und dergleichen. Ich persönlich sage: Das sind die kleinen Anfänge.
Wenn ich jetzt einmal zwei oder drei Jahre weiterdenke und die Daten dann auch entsprechend strukturiert sind, wird es noch interessanter. Das ist im Mittelstand ein großes Thema: Viele Daten oder Data Lakes sind unstrukturiert. Strukturierte Daten sind aber eine der Grundvoraussetzungen, um AI erfolgreich in Unternehmen einzuführen.
Dann denke ich, dass die gesamte Wertschöpfungskette im positiven Sinne betroffen sein wird. Über die Optimierung der Prozesse in der gesamten Wertschöpfung, vom Auftragseingang über die Verarbeitung bis gerade auch in die Produktion hinein, können ganz enorme Wettbewerbsvorteile gehoben werden. Ich weiß dann beispielsweise, wie meine Maschinen optimal ausgelastet sind oder wie sich meine Kunden verhalten. Das alles fließt zusammen und wird enorme Effekte mit sich bringen.
Viele CIOs stehen momentan vor der Frage, auf welches Pferd sie bei AI setzen sollen. Die Zahl der Lösungen ist enorm und ihre Lebenszyklen sind teilweise sehr kurz. Für einen Mittelständler können Fehlinvestitionen schnell an die Substanz gehen. Wie gehst du damit um?
Man sollte sich als CIO sehr genau überlegen, wo man hinmöchte. Geld auszugeben, egal ob im AI-Bereich oder in irgendeinem anderen Bereich, ohne eine vernünftige Strategie zu haben, halte ich schon einmal für fragwürdig.
Ob es bei allen AI-Lösungen am Ende wirklich einen ROI gibt, halte ich ebenfalls für fragwürdig. Man muss sich der Sache mit gesundem Menschenverstand nähern. Man muss schauen: Wo stehe ich mit dem Unternehmen, für das ich im IT-Bereich verantwortlich bin, und wo möchte ich gemeinsam mit dem Business hin?
Ich glaube ganz fest, dass AI nichts ist, bei dem sich der IT-Chef im stillen Kämmerlein überlegt, wo man sie einsetzen könnte. Das geht aus meiner Sicht nur Hand in Hand mit dem Business und den Fachbereichen.
Dann kann man sich überlegen, welche Möglichkeiten man bereits mit den unterschiedlichen Technologien hat, die heute im Unternehmen vorhanden sind. Das können beispielsweise die Microsoft-365-Welt, Azure, AWS oder andere Lösungen sein. Dort gibt es bereits eine ganze Vielzahl von Möglichkeiten, die ich mir auch im Kleinen anschauen und ausprobieren kann, ohne sechs- oder siebenstellige Beträge für AI-Lösungen auszugeben, die am Ende vielleicht einen zweifelhaften Mehrwert bringen.
Und tatsächlich sind viele Lösungen bereits wenige Monate nach der Implementierung veraltet. Dann stellt sich natürlich die Frage: Was mache ich dann?
Ihr seid im Mittelstand unterwegs, aber global erfolgreich. Internationalisierung schafft Chancen für Wachstum, erhöht gleichzeitig die Komplexität.
Die IT begegnet dem mit Standardisierung. Gleichzeitig gibt es lokale Anforderungen und viele Gründe, warum etwas an einem Standort angeblich genau so nicht funktionieren kann.
Wie gehst du mit dieser Balance zwischen Flexibilität und Standardisierung um?
Erst einmal muss ich mich diesem Spannungsfeld immer wieder stellen. Das wird auch nicht von alleine weggehen. Das ist vielleicht ein Berufsrisiko. Ich stelle mich der Sache aber gerne, es macht mir auch Spaß.
Ich bin ein ganz großer Freund von Standards. Wobei Standard bedeutet: Das, was ich gemeinsam mit meinem Team für das Unternehmen als Standard definiere, ist der Standard. Es gibt nicht den einen Standard für alle Unternehmen.
Grundsätzlich geht es darum, Dinge zu definieren, die an allen Standorten weltweit eine relativ starke Gültigkeit haben. Das fängt bei gleichen Smartphones oder Computern an. Bei Hardware ist es relativ einfach. Es geht weiter mit gleichen Systemprogrammen, die für alle vorhanden sind und gleichwertig eingesetzt werden können. Da gibt es in der Regel wenig Interpretationsspielraum.
Das bringt auch genau die Budgeteffekte, über die wir gesprochen haben. Ich kann Einkaufseffekte erzielen und habe Vorteile bei Betrieb und Wartung, weil ich im First- und Second-Level-Bereich nicht eine große Anzahl an Leuten brauche, die weltweit Multivendor-Geräte managen. Und ich bekomme auch die Cybersecurity-Themen damit einfacher in den Griff.
Non-Standard-Themen findet man ganz oft im ERP-Bereich. Wenn man von einem System auf ein anderes migriert, kommen die Diskussionen: „Das haben wir aber immer schon so gemacht.“
Natürlich sehen Rechnungen in den USA vielleicht etwas anders aus als in Europa oder es gibt unterschiedliche Steuerthemen. Darüber brauche ich nicht zu diskutieren, dafür muss ich Lösungen schaffen.
Wenn ich aber auf Internationalität und User Adoption eingehe, ist für mich ein wichtiges Thema die Schulung der Kolleginnen und Kollegen in der IT-Abteilung. Nur weil ein User in Österreich, Deutschland oder der Schweiz auf eine Anfrage auf eine bestimmte Art reagiert, heißt das noch lange nicht, dass beispielsweise ein „Ja, ja, ich habe es verstanden“ im asiatischen Raum dieselbe Bedeutung hat.
Diese kulturellen Gaps zu schließen, ist für mich auch ein Teil dessen, was eine erfolgreiche IT-Abteilung ausmacht. Unser User ist unser Kunde. Wenn der User zufrieden ist, gibt es weniger Missverständnisse und die Leute können das machen, wofür sie bezahlt werden.
Das bringt uns zur Partnerschaft zwischen Business und IT. Wie gestaltest du die Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen?Das bringt uns zur Partnerschaft zwischen Business und IT. Wie gestaltest du die Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen?
Ich kann natürlich nur aus meiner Perspektive sprechen. Ich sehe die Zusammenarbeit durchweg positiv. Wir haben ein ganz tolles Management-Team und verstehen uns wirklich als Partner, fast ein bisschen als One Family. Das finde ich sehr schön.
Wir haben einen tollen Vorstand, der das forciert und fördert. Die Gespräche sind stets praxisorientiert, partnerschaftlich und zielorientiert.
Es geht oftmals nicht um Befindlichkeiten oder darum, was ich möchte. Die Frage ist: Wie kriegen wir das Business nach vorne und wie kriegen wir das gemeinschaftlich nach vorne? Da bin ich nur ein Player von vielen.
Je besser ich das Business verstehe, desto enger können wir gemeinsam Lösungen entwickeln, die das Unternehmen nach vorne tragen. Das hat aus meiner Sicht auch gar nicht spezifisch mit meinem jetzigen Unternehmen zu tun. Das habe ich aus meinen vorherigen Unternehmen genauso mitgenommen: Je besser man sich mit Kolleginnen und Kollegen auf allen Ebenen austauscht und voneinander lernt, desto besser kann man die Dinge anschließend verwirklichen.
Du nimmst die CIO-Rolle sehr aktiv wahr und gestaltest sie auch. Was macht aus deiner Sicht heute einen erfolgreichen CIO aus, insbesondere in einem mittelständischen Unternehmen?
Schwierige Frage. Ich finde: von anderen lernen.
Durch die vielen Gespräche, die ich in den vergangenen Jahrzehnten mit unterschiedlichsten Kolleginnen und Kollegen hatte, nicht nur aus dem IT-Bereich, sondern auch aus anderen Fachbereichen, habe ich eines mitgenommen: Höre zu, lerne, schau, was die Leute in ihrer täglichen Arbeit beschäftigt, welche Themen und Herausforderungen sie haben. Nimm das ernst und baue es ein.
Wenn man komplexe Lösungen anschließend einfach erklären kann oder zumindest versucht, sie einfach zu erklären, hören die Leute auch zu. Dann sind sie auch bereit, neue Technologien anzunehmen, Change anzunehmen und Veränderungen anzunehmen.
Gerade aus dem internationalen Umfeld habe ich auch mitgenommen, dass wir im europäischen Bereich manchmal ein bisschen veränderungsresistent sind. Wir halten gerne konservativ an Lösungen fest: „Das haben wir immer schon so gemacht. Warum sollen wir es ändern?“
Wenn wir diese Straße nicht verlassen, können wir weder als CIO noch als Führungskraft in anderen Bereichen auf Dauer erfolgreich Verantwortung übernehmen.
Das passt gut zu unserem Confare-Motto „Gemeinsam.Besser.Machen.“.
Austausch spielt eine wichtige Rolle, weil man dadurch nicht immer wieder das Rad neu erfinden muss. Das führt mich zum Thema Mentoring.
Du siehst dich selbst gerne als Mentor und bist auch als Male Ally bei unserem Female IT Mentoring dabei. Warum ist dir das wichtig?
Ich habe für mich selbst gelernt oder herausgefunden: Wenn man Wissen mit anderen teilt, dann verdoppelt es sich.
Gerade im CIO-Bereich ist die Branche in Europa aus meiner Sicht immer noch ziemlich männlich orientiert. Das ist erst einmal keine Kritik, sondern eine Feststellung aus meiner Perspektive. Wir tun uns gut daran, Frauen in diesem Bereich zu fördern und auch ins Topmanagement zu bringen.
Frauen haben oftmals – und das sage ich bewusst unter Vorbehalt – einen anderen Blick auf die Dinge, der mir guttut. Ich selbst habe das große Glück, in meiner Abteilung einen relativ hohen Frauenanteil zu haben. Auch dort versuche ich, mir einen anderen Blick auf die Dinge anzueignen und zuzuhören. Das hat mir in all den Jahren immer sehr gutgetan.
Und der zweite Punkt ist: Wenn man über viele Jahre sehr erfolgreich als CIO arbeitet, fragt man sich irgendwann auch: Was kommt als Nächstes? Natürlich haben wir alle diese Hygienefaktoren – Auto, Geld oder was auch immer. Aber irgendwann fragt man sich: Was kommt da noch?
Für mich habe ich herausgefunden, dass ich es sehr schön finde, andere Menschen zu fördern, die großes Potenzial haben, unglaublich motiviert sind und vielleicht die nächste Generation von CIOs darstellen werden. Wenn ich da einen ganz kleinen, bescheidenen Beitrag für die Community leisten kann, dann habe ich mehr erreicht, als ich mir vorstellen konnte.
Dass du als CIO sehr sichtbar bist und dich für die Community engagierst, zeigt auch deine Nominierung für den Confare ImpactAward. Wofür steht eine Stimme, die an Martin Wilde geht?
Erst einmal bin ich total happy und dankbar, überhaupt in den Kreis der Nominees aufgenommen worden zu sein. Meine Mitnominierten sind durchweg ganz tolle Menschen. Viele kenne ich persönlich und sie haben ganz sicher sehr viele tolle Erfahrungen und machen super Jobs.
Die Stimme für mich steht, wie ich immer sage, für einen ehrlichen CIO. Bei Martin weiß jeder, was er bekommt. Ich sage immer: Martin bestellt, der kriegt ihn auch.
Und sie steht für jemanden, der diese Auszeichnung, wenn sie durch die Community tatsächlich den Weg zu mir finden sollte, nicht für sich persönlich nimmt, sondern für das Team, das hinter ihm steht.
Ich bezeichne mich oftmals auch als Coach. Aber was bringt ein toller Coach, wenn das Team keine Lust hat zu spielen? Ich habe das große Glück, ein super mega Spitzenteam und ganz tolle Führungskräfte in meiner Abteilung zu haben, mit denen ich mich gemeinsam weiterentwickeln kann.
Die Stimme steht für einen CIO, der das von Herzen tut, der von Herzen für die CIO-Community brennt und sie nicht nur national, sondern auch auf internationalem Parkett aus dem deutschsprachigen Raum sehr gerne vertritt. Und der auch in den nächsten Jahren als feste Stütze in diesem Bereich auftreten möchte.
Martin, vielen Dank für das sehr interessante und nette Gespräch. Ich drücke dir die Daumen und freue mich, wenn wir uns am 23. September beim Confare CIOSUMMIT Frankfurt persönlich treffen.
Das Female IT Mentoring steht allen Frauen aus IT-Abteilungen offen. Ihr könnt gerne auch eure Mitarbeiterinnen mitnehmen.
Sie bekommen dort einen Einblick in die CIO-Community, den sie sonst vielleicht nicht hätten, und können diesen auch wieder mit ins Unternehmen nehmen.
Danke, Michael. Auch an dich herzlichen Dank für deine Zeit. Wir sehen uns dann in Frankfurt.


