
Die Abhängigkeit von außereuropäischen Tech-Giganten wird für hiesige Unternehmen zunehmend zum strategischen Risiko. In einer Phase, in der geopolitische Dynamiken die IT-Agenda dominieren, gewinnt die Kontrolle über die eigene Infrastruktur massiv an Bedeutung. Bernd Wagner, Chief Sales Officer von Schwarz Digits, positioniert sich hierbei klar: Er sieht in souveränen Lösungen das Fundament für die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Mittelstands.
Als Platinpartner des Confare CIOSUMMIT Wien gibt Schwarz Digits entscheidende Impulse für die Gestaltung einer unabhängigen IT-Landschaft. Im folgenden Bloginterview zeigt Bernd Wagner auf, wie die Schwarz Gruppe durch massive Investitionen in GPU-Power und Rechenzentren in Deutschland und Österreich den Markt für Sovereign AI prägt. Erfahren Sie, warum der Umstieg auf souveräne Kollaborationslösungen für über 327.000 User kein theoretisches Modell bleibt, sondern bereits produktive Realität ist.
Welche Rolle spielen IT und Digitalisierung heute dabei, gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen?
IT ist längst kein reiner Kostenfaktor mehr, sondern das zentrale Betriebssystem unserer Gesellschaft. Ob Dekarbonisierung der Industrie oder Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Mittelstands, es geht nur mit souveräner, digitaler Infrastruktur. Wir erleben immer öfter, dass Technologie nicht nur Effizienz treibt, sondern auch neue Abhängigkeiten schafft. Wer aber die Kontrolle über seine Daten und Infrastruktur verliert, verliert langfristig seine strategische Autonomie. Wir bei STACKIT liefern daher das Fundament, auf dem digitale Lösungen sicher und souverän wachsen können.
Wie nimmst Du die aktuelle wirtschaftliche Lage wahr und welche Auswirkungen hat sie aus Deiner Sicht konkret auf Investitionen, Prioritäten und Erwartungshaltungen in der Unternehmens-IT?
Wir befinden uns in einer Phase des Umbruchs. Die wirtschaftliche Lage ist anspruchsvoll, aber sie wirkt wie ein Katalysator für eine längst überfällige Debatte: Die massive Abhängigkeit Europas von außereuropäischen Tech-Giganten. Das EU-Parlament hat hierzu erst kürzlich mit der Forderung nach einem „digitalen Befreiungsschlag“ ein klares Signal gesetzt. Es geht darum, der Dominanz der US-Hyperscaler etwas entgegenzusetzen und die digitale Souveränität Europas zurückzuerobern.
Diese geopolitische und regulatorische Dynamik verändert die Prioritäten in den IT-Abteilungen massiv. Wir spüren, dass CIOs heute nicht mehr nur nach Performance fragen, sondern nach Resilienz und rechtlicher Sicherheit. Niemand möchte mehr das Risiko eingehen, dass geschäftskritische Daten aufgrund ausländischer Gesetzgebungen plötzlich in eine Grauzone geraten.
Für Schwarz Digits, die Dachmarke, zu der die souveräne Cloud STACKIT gehört, ist diese Entwicklung keine Überraschung, sondern die Bestätigung unserer Vision. Wir haben uns schon lange vor diesem politischen Weckruf genau darauf ausgerichtet. Unsere hochperformante Cloud-Infrastruktur ist von Grund auf nach europäischen Werten und Sicherheitsstandards gebaut. Wir sind der Beweis dafür, dass der „Befreiungsschlag“ technologisch bereits möglich ist. Und noch mehr als das: Unsere Lösungen sind nicht nur praxiserprobt, sondern sorgen jeden Tag dafür, dass das riesige Ökosystem der Unternehmen der Schwarz Gruppe digital souverän bleibt. Investitionen fließen daher 2026 ganz gezielt in Lösungen, die diese Unabhängigkeit garantieren, ohne bei der Innovationskraft Abstriche zu machen.
Erleben Sie den Deep Dive live am Confare CIOSUMMIT Wien: Jochen Schmidt (Schwarz IT) und Michael Brenzel (WORKSPACE by STACKIT) präsentieren, wie Schwarz Digits durch digitale Souveränität zum IT-Komplettanbieter transformiert. Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz für den Austausch auf Augenhöhe.
Was bedeutet das für Euch als Unternehmen? Wo setzt Ihr 2026 bewusst Schwerpunkte?
Für Schwarz Digits ist der Anspruch klar: Wir wollen die Nummer 1 der souveränen Hyperscaler in Europa werden. Und genau das werden wir auch in diesem Jahr wieder konsequent vorantreiben. Unser strategischer Schwerpunkt liegt auf dem massiven Ausbau unserer KI-Kapazitäten, um Europa technologisch an die Weltspitze zu führen.
Ein zentraler Meilenstein ist hierbei unser Data Center in Lübbenau – ein klares Bekenntnis zum Standort Europa. Während andere noch über theoretische Modelle diskutieren, schaffen wir hier die physische Realität für High-Performance-Computing auf europäischem Boden.
Die Kennzahlen dieses Projekts setzen neue Maßstäbe: Auf einer Fläche von 13 Hektar (ca. 130.000 Quadratmeter) entsteht ein Rechenzentrum der Superlative. Mit einer Leistungsaufnahme von 200 bis 300 MW wird das Rechenzentrum nach der Fertigstellung Ende 2027 mehr als 200.000 modernste GPUs beherbergen. Das ermöglicht uns, Rechenleistung für Anwendungen in einer Größenordnung bereitzustellen, die bisher fast ausschließlich US-Anbietern vorbehalten war – aber eben unter strikten europäischen Datenschutz- und Sicherheitsstandards.
Besonders wichtig ist uns dabei die Nachhaltigkeit: Wir nutzen in Lübbenau die Abwärme der Anlage direkt für das lokale Fernwärmenetz und integrieren das Projekt somit ökologisch sinnvoll in die Region. In unserem Rechenzentrum im österreichischen Ostermiething greifen wir auf das kalte Wasser der Salzach zurück, um die Anlage zu kühlen.
Unser Ziel für 2026 ist es, diese enorme Power unserer Rechenzentren in Deutschland und Österreich für unsere Kunden nutzbar zu machen, damit sie ihre eigenen Innovationen auf einem sicheren, stabilen und vor allem unabhängigen Fundament bauen können.
Die geopolitische Unsicherheit der letzten Jahre hat viele Abhängigkeiten sichtbar gemacht. Was braucht es aus Deiner Sicht, damit Europa daraus einen nachhaltigen Innovations- und Digitalisierungsschub entwickelt?
Europa braucht Mut zur Eigenständigkeit. Ein nachhaltiger Schub entsteht dann, wenn wir Souveränität als Innovationsmotor nutzen. Wir benötigen eine digitale Infrastruktur, die unabhängig von außereuropäischen Jurisdiktionen funktioniert. Wenn wir Datenhoheit garantieren können, schaffen wir Vertrauen – und Vertrauen ist der Treibstoff für datengetriebene Geschäftsmodelle und KI-Innovationen „Made in Europe“.
Gibt es technologische Entwicklungen, von denen Du glaubst, dass sie 2026 den Markt tatsächlich prägen werden?
2026 ist das Jahr der Sovereign AI. KI verlässt die Experimentierphase und zieht in die Kernprozesse ein. Genau hier investieren wir als Schwarz Digits massiv: Wir bieten die notwendige GPU-Power und die passenden Plattform-Services, damit Unternehmen ihre eigenen KI-Modelle in einer geschützten Umgebung trainieren und betreiben können. Wer die Hoheit über seine Daten behält, behält die Hoheit über seine Innovationen.
Zwischen Legacy-Systemen und moderner KI-Welt, Stabilität und Transformation, Innovationsdruck und Cybersecurity: Welche Orientierung gibst Du CIOs, um in diesem Spannungsfeld Prioritäten setzen zu können?
Mein Rat an CIOs: Denkt an die langfristige Wirkung eurer Investitionen. Wer sich für STACKIT als Cloud-Partner entscheidet, stärkt aktiv den europäischen Plan der Souveränität und investiert in unseren eigenen Binnenmarkt. Das ist ein entscheidender Faktor: Die Unternehmen der Schwarz Gruppe reinvestieren – in unsere Infrastruktur, unsere Fachkräfte und unsere Sicherheit. Dieser Kreislauf der Daten und Investitionen ist die beste Versicherung gegen globale Instabilität.
Welche Rolle spielt Ihr dabei mit Euren Produkten und Dienstleistungen im CIO-Ökosystem?
Wir liefern das komplette souveräne Ökosystem aus einer Hand – und das mit einem klaren Heimatvorteil für den österreichischen Markt. Ein zentraler Baustein ist dabei WORKSPACE by STACKIT, unsere souveräne Antwort auf moderne Kollaboration.
Dass wir hier keine Kompromisse eingehen, haben wir intern bereits radikal bewiesen: Die gesamten Unternehmen der Schwarz Gruppe haben den Umstieg von Microsoft M365 auf WORKSPACE by STACKIT vollzogen. Wir sprechen hier von einem Rollout für über 327.000 User. Dieser erfolgreiche Umstieg auf die maximale Produktivität von Google Workspace gepaart mit hochsicheren und souveränen Add Ons auf der STACKIT zeigt, dass digitale Souveränität am Arbeitsplatz keine Zukunftsvision ist, sondern in extrem komplexen Enterprise-Umgebungen heute schon stabil und produktiv funktioniert.
Was uns aber darüber hinaus unterscheidet: Wir bringen die Weltmarktführer nach Österreich. Über unseren STACKIT Marketplace bieten wir Lösungen wie SAP RISE oder ServiceNow an, die auf unserer souveränen Infrastruktur betrieben werden. Für österreichische CIOs bedeutet das: Sie nutzen die gewohnte Software-Power der Global Player, aber die Datenhaltung erfolgt physisch oft auch in unserem österreichischen Rechenzentrum. Damit garantieren wir höchste Compliance, minimale Latenzen und die Sicherheit, dass sensible Unternehmensdaten das Land und den europäischen Rechtsraum nicht verlassen. Wir kombinieren globale Innovationskraft mit lokaler Verankerung – eine Kombination, die aktuell im IT-Ökosystem in dieser Form einzigartig ist.
Was bedeutet das Motto der Confare CIOSUMMITs 2026 – Digitale Schöpfung: Create. Inspire. Own. – für Dich persönlich?
Das Motto trifft den Nerv unserer Zeit.
- Create: Wir müssen in Europa wieder zum Gestalter werden, statt nur Nutzer fremder Technologie zu sein.
- Inspire: Wir müssen zeigen, dass eine souveräne IT keine Einschränkung, sondern eine Befreiung für Innovationen ist.
- Own: Das ist unsere DNA. Wir ermöglichen es Unternehmen, ihre Daten, ihre Identität und ihre digitale Zukunft wieder selbst zu besitzen. Nur wer „owned“, kann wirklich unabhängig führen.
Nutzen Sie die Gelegenheit zum Austausch mit Bernd Wagner und dem Expertenteam von STACKIT, WORKSPACE by STACKIT sowie Schwarz IT über souveräne Infrastrukturen. Jetzt zum Confare CIOSUMMIT Wien anmelden.


