Stefan Latuski – Warum IT ohne Ownership nicht funktioniert

by Cansu Karacan

Stefan Latuski, CIO der Bundesagentur für Arbeit, Confare ImpactAward Preisträger und Keynote Speaker am Confare CIOSUMMIT Wien: Warum IT ohne Ownership nicht funktioniert

Für den offiziellen Motto-Launch der Confare CIOSUMMITs 2026 – „Digitale Schöpfung – Create. Inspire. Own.“ – haben wir mit jemandem gesprochen, der dieses Leitmotiv in seiner Arbeit täglich lebt: Stefan Latuski, CIO der Bundesagentur für Arbeit, Confare ImpactAward Preisträger und Keynote Speaker am Confare CIOSUMMIT Wien.

Sein Blick auf Leadership, Unternehmertum und Kultur zeigt eindrucksvoll, was „Digitale Schöpfung“ in der Praxis bedeutet.

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Treffen Sie Stefan Latuski persönlich am Confare CIOSUMMIT Wien!
Als Keynote Speaker am Confare CIOSUMMIT Wien 2026 ist Stefan Latuski am 25. und 26. März 2026 vor Ort. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich mit ihm über Ownership, digitale Transformation und die Zukunft der IT auszutauschen. Jetzt anmelden!

CIOs bewegen sich heute zwischen Systempflege und Zukunftsgestaltung. Wo genau entsteht in diesem Spannungsfeld Kreativität?

Kreativität entsteht dort, wo neue Lösungen gefunden werden müssen und das ist in der IT inzwischen Alltag. Die Erwartungshaltung an unsere Organisationen wächst permanent, während die Budgets nicht im selben Maß mitwachsen. Das heißt: Wir müssen mit den vorhandenen Mitteln kreative Wege finden, um die Bedarfe des Business trotzdem bestmöglich zu erfüllen. Diese Lösungsfindung ist für mich der Kern kreativen Arbeitens in der IT.

Und macht genau das den Reiz der CIO-Rolle aus?

Absolut. “Run the Business” ist natürlich elementar – Stabilität, Sicherheit, Verfügbarkeit sind nicht verhandelbar. Aber die wirklich spannenden Momente entstehen dann, wenn wir gestalten, uns einbringen und kreative Verantwortung übernehmen dürfen. Das macht den Job für mich besonders.

Du hast bei der Bundesagentur für Arbeit große Transformationen angestoßen. Wie gelingt es, die Menschen dafür zu begeistern?

Indem man Betroffene zu Beteiligten macht. Transformation funktioniert nicht im luftleeren Raum. Es reicht nicht, eine Vision zu verkünden – du musst die Menschen einladen, sie mitzugestalten. Wer sich einbringen kann, wer ernst genommen wird, geht mit. Und genau darum geht es: eine gemeinsame Reise, bei der Verantwortung geteilt wird und nicht delegiert.

Welche Rolle spielt dabei das Unternehmer-Mindset?

Für mich ist Unternehmer-Mindset eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche IT-Führung. Es geht um Ownership, aber auch um die Bereitschaft, bewusst Risiken einzugehen. Ohne diesen Mut zur Verantwortung und zum kalkulierten Risiko, wird man keine große Wirkung entfalten. Wer unternehmerisch denkt, erkennt Spielräume, bevor sie andere sehen.

Wie gelingt es, über Abteilungsgrenzen hinweg echten Impact zu erzielen?

Indem man Abteilungsgrenzen gar nicht mehr denkt. Bei uns gilt das Credo: “IT ist BA und BA ist IT”. Fachbereich und IT sind keine Gegenpole mehr. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn technische und fachliche Expertise gemeinsam an Lösungen arbeitet und gemeinsame Verantwortung übernimmt. Diese Kultur musst du aktiv vorleben und auch einfordern.

Du bist seit Jahren Teil der Confare CIO-Community. Was bedeuten dir Formate wie der CIOSUMMIT?

Fachlich ist es eine großartige Gelegenheit, sich mit Peers aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung auszutauschen. Es geht nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern voneinander zu lernen und gemeinsam voranzukommen. Und auf der menschlichen Ebene – ganz ehrlich? Solche Veranstaltungen haben manchmal fast therapeutische Wirkung. Zu merken, dass andere vor ähnlichen Herausforderungen stehen, hilft enorm. Dieser Austausch ist für mich ein echter Mehrwert.

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