#TopCIO 2014 – die IT treibt Innovationen im e-Government: Sabine Ringhofer vom österreichischen Patentamt

by Michael Ghezzo

serv.ip – Das Österreichische Patentamt ist naturgemäß ein Knotenpunkt für Innovation. Dafür, dass die IT den Anforderungen der Kunden und e-Government Anwendungen gerecht wird, sorgt seit 2010 Sabine Ringhofer, als eine der wenigen Frauen in Österreichischen CIO-Positionen. Ist sie eine der Top-CIOs 2014? Am 27. März findet die Preisverleihung an die besten IT-Manager des Jahres statt. www.ciosummit.at

Wie wichtig ist die IT für Innovation in der öffentlichen Verwaltung?
Ringhofer: Die IT ist einer der wichtigsten Treiber der Innovation. Österreich nimmt weltweit eine Vorreiterrolle des e-Government ein, die Themen One-Stop-Shop und Open Data sind sehr weit fortgeschritten. Der Grund für diese Erfolge ist, dass die Rolle der IT als zentral eingeschätzt wurde. Auch für Optimierung der internen Prozesse und Abläufe leistet die IT wesentliche Beiträge, durch die Automatisierung und elektronische Unterstützen werden Prozesse schneller, transparenter und besser nachvollziehbar.

Wie gestalten Sie Ihre Rolle als CIO?

Ringhofer: Ich sehe meine Rolle als CIO auf drei Ebenen: Erstens bin ich Führungskraft im Team, das umfasst auch die Endverwantwortung für Architektur, Kennzahlen und Budget. Zweitens ist der CIO eine wesentliche Schnittstelle zu anderen Führungskräften im Unternehmen – den Peers. Diese Peer-Schnittstellen erfordern viel Kommunikation und sind essentiell für eine erfolgreiche und punktgenaue IT-Unterstützung der Unternehmensprozesse und für die Schaffung von Mehrwert. Drittens hat der CIO eine wichtige Beratungsfunktion der Geschäftsleitung. Das ist für mich ein wichtiges Instrument, um Innovationen im Unternehmen zu platzieren und voranzutreiben.

Welche Veränderungen gab es in der IT Ihres Unternehmens?

Ringhofer: Meine ersten Veränderungen betrafen die Organisation der IT: die Aufgabenverteilung, Neuaufstellung der Abteilung, strukturiertes Lieferanten- und Lizenzmanagement, die Erstellung eines nachhaltigen Budgets, usw. Das sind für mich unabdingbare Voraussetzungen. Gleichzeitig wurde eine neue IT-Architektur designt und mit dem Austausch alter Plattformen begonnen. Das war vor allem aufgrund der end-of-life-Problematik zwingend. Danach erstellten wir eine IT-Strategie und ein e-Government-Konzept, das jährlich aktualisiert wird und das unsere laufenden Ziele bestimmt. Erst in dieser Phase kann man Innovation sprechen.

Wo sehen Sie die wichtigsten IT-Herausforderungen in den kommenden Jahren?

Ringhofer: Weiterer Ausbau der e-Government-Applikationen, Kostendruck, IT-Security.

Welche Bedeutung hat für Sie der CIO AWARD?

Ringhofer: Das Netzwerk ist für mich ein wichtiger Instument zum Austausch von Erfahrungen und zum Lernen. Ich freue mich über die Sichtbarkeit im Netzwerk und hoffe, dadurch noch mehr interessante Personen kennenzulernen.

 

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