#TopCIO – Urs Püntener macht die Rhätische Bahn mobil

by Michael Ghezzo

Urs Püntener, studierter Informatiker ist seit 2011 bei der Rhätischen Bahn als Leiter Informatik tätig und sorgt dank dem Einsatz moderner mobiler Kommunikations-Technologie dafür, dass die Rhätische Bahn ein tatsächlich mobiles Unternehmen ist. Das macht ihn zu einem der Kandidaten für den SWISS CIO AWARD, den Confare in Zusammenarbeit mit EY und der Universität St. Gallen auf dem 3. Swiss CIO SUMMIT am 25. März an die Schweizer Top-CIOs verleiht. Anmeldung und Details: www.cioaward.ch

 Welche Anforderungen haben Mitarbeiter und Unternehmensführung an den CIO?

 

Die Rolle des CIO im Unternehmen hat sich stark gewandelt. Sah man ihn noch vor Jahren gerne als Techniker der sich mit den Computern zu befassen hat, so sehen ihn heute Mitarbeiter eher als Kontaktstelle um ihre Prozesse und Arbeiten zu verbessern, während die Unternehmensführung ihn als Manager, der quer durch das Unternehmen den Nutzen der IT erklären, Projekt und Betriebswirtschaftliche Aufgaben zu lösen hat, wahr nehmen.

 

Welche Veränderungen konnten Sie in Ihrem Unternehmen umsetzen?

 

In den vergangen 3 Jahren konnte ich dank unserer Firmenstrategie – Faszinierend anders unterwegs – querdenken. Es gehört zu dem Grundauftrag, die Informatik Basis Infrastruktur auf ein zeitgemässes, effektives und effizientes Niveau zu bringen. Dabei konnte ich auch gerade unseren kompletten Mobilitätsansatz umsetzen. Bei unserer letzten Zählung hatten 1400 Mitarbeiter einen AD Account. Als ich vor 3 Jahren gestartet bin, waren es noch 640 bei gleichem Personalbestand. Heute können Mitarbeiter unabhängig von ihrem Standort mittels Smartphones, Tablets, Thin Clients und Ultrabooks auf ihre Unternehmensdaten und Applikationen zugreifen.

 

Wie wichtig sind moderne Arbeitsplatzkonzepte und Mobilität für den Unternehmenserfolg?

 

Eine Bahn ist mobil. Insofern ist es ein Kernelement für unseren Unternehmenserfolg diese Mobilität in allen, nicht nur in den administrativen Bereichen herzustellen. Informationen direkt in die Hand des Mitarbeiters zu legen, anstelle ihn zwischen seinem Arbeitsplatz und einem IT Standort pendeln zu lassen, vereinfacht und beschleunigt Prozesse erheblich. Unsere Werkhallen sind beispielsweise mehrere Hundert Meter lang.  Auch im Außen Einsatz bringt die Mobilität grosse Fortschritte (Beispiel defekt der Küche in einem Speisewagen).

 

 Welche Fähigkeiten sollte Ihrer Ansicht ein IT-Manager mitbringen?

 

Er ist ein Mittler zwischen 3 Welten: den Businessbedürfnissen, dem finanziell Sinnvollen und dem technisch Machbaren. Stellt er sich nur auf eine der Welten ein, ist er vielleicht in dieser Welt effizient, aber als Ganzes gesehen nicht effektiv. Aus meiner Sicht  bedarf es insbesondere der Fähigkeit, eine Aufgabenstellung aus verschiedenen Blickwinkeln zu analysieren und in einer schnelllebigen Welt auch rasch und kosteneffizient lösen zu können.

 

Welche Bedeutung hat der CIO AWARD für Sie?

 

Ein CIO Award würde mich ehren und mir grosse Chancen ermöglichen, Informatik noch besser und breiter zu kommunizieren. Ich sehe den CIO Award als Möglichkeit, gelungene Ansätze Schweizer Firmen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu bringen. Insbesondere würde es mich für unseren Standort Graubünden und die vergleichsweise kleine Informatik Größe der Rhätischen Bahn ehren ihn zu erhalten.

 

 

 

 

 

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