Virtual Reality in der B2B-Branche: Was Unternehmen wissen müssen

Virtual Reality (VR) erfreut sich großer Beliebtheit. Gerade im Handel wollen immer weniger Käufer darauf verzichten: So will jeder zweite Deutsche mit dieser Technologie einkaufen. Zu diesem Ergebnis kam zumindest das Meinungsforschungsinstitut Ipsos. Was im B2C-Umfeld relevant ist, sollten auch B2B-Unternehmen auf dem Schirm haben.

Doch hier zögern noch viele Entscheider. Dafür gibt es neben der noch nicht flächendeckenden Verbreitung zwei Gründe: Zum einen die fehlenden oder zumindest unbekannten Beispiele, die als Inspirationen dienen könnten. Zum anderen eine Hilfestellung, wie man sich diesem Thema nähern kann.

Was Entscheider also brauchen, ist mehr Orientierung in Form von existierenden Beispielen und einer Guideline, die zeigt, was Unternehmen beachten müssen.

Der Blick über den Tellerrand: Was man von anderen B2B-Beispielen lernen kann

Innovative Produktpräsentation im Transportwesen

Produktflyer waren gestern. Heute lassen sich über VR hochkomplexe Produkte wie Lokomotiven in 360-Gradansichten präsentieren. Ein Vorreiter ist hier General Electric. Das Unternehmen zeigt sein Produkt auf einer Teststrecke aus unterschiedlichen Perspektiven, die der Nutzer selbstständig steuern kann (GE 360). Eingebettet in einem Video liefert GE nicht nur alle relevanten Informationen, sondern erweitert auch das Seh-Erlebnis.

IDEAward 2018 - Matthias Weber _ VR-Checkliste für B2BProzessoptimierung in der Baubranche

Die Entwicklungsphase von Ingenieuren, Architekten und Maschinenbauern ist geprägt von Skizzen und Modellen. Doch aufgrund ihrer Eindimensionalität vermitteln sie primär eine Idee. Wesentlich detaillierter sind hier 3D-Visualisierung. Gerade bei komplexeren Projekten lassen sich so potentielle Herausforderungen schneller identifizieren und aus unterschiedlichen Perspektiven beurteilen. Aber auch bei der Steuerung von Bauprozessen hilft Virtual Reality. Das zeigt Züblin, ein Unternehmen für Hoch- und Ingenieurbau. Im BIM.5D Lab nutzen sie hier intensiv die Möglichkeiten der Technologie, um Abläufe zu optimieren.

Mehr Transparenz in der Energiewirtschaft

Transparenz spielt gerade im Energie-Sektor eine große Rolle. Daher öffnen sich immer mehr Unternehmen. So auch das südkoreanische Unternehmen Doosan, dass seine Kraftwerke virtuell zugänglich macht. Entwickelt wurde die VR-Lösung für einen Messeauftritt, der durch viele Detailinformationen ein anschauliches und unvergessliches Informationssystem bietet. Dieses Projekt ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie VR-Content zur positiven Imagebildung eines Konzerns beitragen kann.

Neben den Anwendungsbeispielen für einzelne Branchen bieten sich auch für die Organisation als solche Einsatzszenarien: Zum Beispiel für die Forschung und Entwicklung. Gerade in den Disziplinen wie Produktdesign, Engineering oder Fertigung kann VR den Herstellungsprozess optimieren.

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Checkliste: Was B2B-Unternehmen bei Virtual Reality beachten müssen

Eine Technologie einzig aus Selbstzeck einzusetzen, bringt weder dem Unternehmen noch dem Nutzer etwas. Daher sollten sich Firmen vor dem VR-Einsatz die folgenden Fragen stellen:

  • Kann VR meinem Kunden einen echten Mehrwert bieten?
  • Welchen Inhalt brauche ich für welche Zielgruppe? Was soll die Botschaft sein und was brauche ich, um diese zu transportieren?
  • Welche VR-Lösung ist die richtige?
  • Wie sollte man starten?
  • Welche Erwartungen kann man an VR stellen?

B2B Unternehmen müssen virtuell überzeugen – in der Realität aber auch

Wie die Beispiele zeigen: VR kann heute auch im B2B-Umfeld eine gute Erweiterung des digitalen Kundenerlebnisses sein. Im Idealfall sogar mit der Verknüpfung zur realen Welt, wie der Einladung zum Vor-Ort-Termin oder dem Kundensupport. Nur wenn beides überzeugt – also die Realität und die virtuelle Welt – lässt sich der Verbraucher begeistern.

Durch die hohe Identifikation mit dem Gezeigten können auch B2B-Unternehmen ihre Produkte und ihre Marke wesentlich emotionaler transportieren. Hinzu kommt das wachsende Engagement der Nutzer, die mit den Inhalten interagieren. Das ist in der virtuellen Welt viel größer als bei anderen Medien und Formaten.

Mehr Orientierung zum Thema Virtual Reality geben die Interviews auf EAS-MAG.digital.

Matthias Weber, mwbsc GmbH

Autor:
Matthias Weber  |  Geschäftsführer der mwbsc

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