Kundenzufriedenheit und Geschwindigkeit – Wie Lean Development Ihr Produkt und Ihr Unternehmen verändert

by Lisa Baur

Beim Confare Seminar “Lean Development – Kundenorientierte und agile Entwicklung in Zeiten volatiler Märkte“ erklärt Lean Management Experte Mario Buchinger, wie sich Produkt-Entwicklung und Markteinführung im digitalen Zeitalter verändern und was die Voraussetzungen sind, um mit Lean Development erfolgreich zu sein. Für den Blog haben wir ihn gefragt, woran man erkennt, dass Unternehmen reif für Lean Development sind und wie die ersten Schritte konkret aussehen.

Digitalisierung verändert gerade massiv wie Unternehmen funktionieren – Welche Auswirkungen gibt es auf die Art, wie wir mit Produkten umgehen?

In Zeiten von immer mehr Daten, die sich mit nahezu Lichtgeschwindigkeit verbreiten, stehen Kunden viele Informationen aber auch Fehlinformationen zur Verfügung. Das Überangebot an Informationen führt zu sehr viel schnelleren Veränderungen der erwarteten Lösungen. Darüber hinaus sind die Erwartungen der Kunden noch weniger vorhersehbar als in den vergangenen Jahrzehnten.

Was sind die wichtigsten Faktoren, an denen Sie erkennen, dass Ihr Unternehmen fit für Lean Development ist?

Lean Development Wenn sich das Umfeld verändert muss man lernen sich anzupassenEs ist die Fähigkeit, in Kundenwerten anstatt in Kundennutzen und in den daraus resultierenden Lösungen zu denken. Eine Lösung ist mehr oder weniger kurzfristig, während Kundenwerte von längerer Dauer sind. Außerdem ist ein wichtiger Faktor die Fähigkeit, das Gelernte in der Entwicklungs- und Verbesserungsarbeit richtig einzusetzen.

Welche Veränderungen bringt Lean Development für ein Unternehmen?

Das klassische Projektmanagement ist nicht mehr möglich. Die traditionelle Vorgehensweise, in der man jeden Schritt in einem Projekt im Voraus plant und z.B. in einem Gant-Chart darstellt, wird in weiten Teilen obsolet. Man lernt, in Zielzuständen zu denken und lässt den Weg zu einem Zielzustand bewusst offen. Dadurch, dass sich Dinge viel kurzfristiger ändern, muss man unweigerlich die Fähigkeit entwickeln, schnell zu lernen und das Gelernte im Sinne der Kunden, der Mitarbeiter und des Unternehmens insgesamt zu nutzen.

Wie wirkt es sich auf den Kunden aus?

Kunden werden auch bei Serienprodukten viel früher in den Entwicklungsprozess eingebunden. Dadurch wird sich auch der Grad der Individualisierung erhöhen. Außerdem werden Kunden in der Zukunft noch mehr an vollständigen Lösungen als an einzelnen Produkten interessiert sein. Heute etablierte Primärprodukte werden zunehmend zum Sekundärprodukt (z.B. Mobilitätslösungen statt Autobesitz).

Woran lässt sich der Erfolg messen?

Einerseits an der Zufriedenheit der Kunden, die künftig noch mehr davon abhängen wird, wie sehr man auf deren individuellen Bedürfnisse eingeht. Andererseits an der Größe des Zeitintervalls von der Idee bis zur Präsenz am Markt. Die reine Messung von Effizienz versagt in der Zukunft. Effizienz wird zwar nicht unwichtig, aber sie wird eine untergeordnete Rolle spielen. Es ist die Effektivität, die zählt.

Informationen sind immer schneller und kurzzyklischer verfügbar, dadurch verändern sich die Kundenbedürfnisse rasch und teilweise unerwartet. Die Märkte sind volatiler geworden. Unternehmen müssen sich mit ihren Produkten und Dienstleistungen an diesen Wandel anpassen, um langfristig am Markt erfolgreich zu sein. In diesem Kontext fallen Begriffe wie “Agilität”, “Lean-Development”, “Scrum”, “Kontinuierlicher Verbesserungsprozess” oder auch “Kaizen”.

Holen Sie sich beim Confare Seminar „Lean Development“ das Expertenwissen von Mario Buchinger aus erster Hand. Der immer raschere Wandel – unabhängig von Branchen und Arten der Produkte und Dienstleistungen – ist besonders für Entwickler und Designer relevant. In diesem Seminar werden sowohl die Begrifflichkeiten, die in dem Kontext genannt werden, als auch die Konsequenzen für das Denken und Handeln im Kontext kundenorientierter Entwicklung betrachtet.

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