Zehn Leben für eine Kartusche – Kreislaufwirtschaft, statt Greenwashing

by Leon Ghezzo

NEU im #ConfareBlog
Michael Lang (Lexmark Deutschland) – Zehn Leben für eine Kartusche – Kreislaufwirtschaft, statt Greenwashing

Nachhaltigkeit ist längst zum Standardbegriff geworden. Fast jedes Unternehmen wirbt heute damit – und oft bleibt es bei Schlagworten. Bei Lexmark, jetzt Teil von Xerox, ist das anders. Seit 30 Jahren ist Kreislaufwirtschaft Teil der DNA. Geräte, die länger durchhalten als üblich, Materialien, die nicht einfach recycelt, sondern wirklich wiederaufbereitet werden, und ein europäisches Zentrum, das Maßstäbe für die gesamte Branche setzt.

Kein Marketingversprechen, sondern gelebte Praxis. Nachhaltigkeit, nicht nur als Zusatz – nämlich als Grundlage für Technologie, Geschäftsmodelle und Verantwortung.

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Nachhaltigkeit ist ja schon seit Jahren in aller Munde und wird sicherlich auch hier und da überstrapaziert. Warum lohnt es sich, Lexmarks Nachhaltigkeitsstrategie näher zu betrachten?

Weil wir vieles anders machen. Stromeinsparungen oder Recycling kann und macht heutzutage jeder. Das reicht aber nicht. Wir denken Nachhaltigkeit ganzheitlich und haben uns der Kreislaufwirtschaft verpflichtet – und das seit Anbeginn unseres Unternehmens, also seit 30 Jahren. Nachhaltigkeit ist fest in unserer DNA verankert. Inzwischen haben wir also einen riesigen Erfahrungsschatz an Nachhaltigkeits-Best-Practices gesammelt und sind in vielen Bereichen branchenführend.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie fußt auf drei Säulen: nachhaltiges Design, effiziente Nutzung und verantwortungsvolle Wiederaufbereitung. Dank eines robusten Stahlrahmens und unseres „Intentional-Engineering“-Ansatzes sind unsere Geräte auf Langlebigkeit ausgelegt. Damit helfen wir, Ressourcen einzusparen, und ersparen unseren Kunden häufige Wechsel oder Wartungen. Wir wollen außerdem, dass unsere Drucker und Multifunktionsgeräte so wenig Strom wie möglich verbrauchen und unsere Toner eine größtmögliche Reichweite haben. Last but not least, haben wir das sogenannte Remanufacturing, also die Wiederaufbereitung unserer Tonerkassetten und Hardware, perfektioniert und wollen hier Maßstäbe für die Branche setzen.

Die Tatsache, dass 99% der Lexmark-Geräte mit dem Blauen Engel zertifiziert sind und wir zum vierten Mal in Folge das begehrte EcoVadis-Platinum-Abzeichen gewonnen haben, ist Beweis, dass wir mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie auf dem richtigen Weg sind.

Was genau ist mit „Intentional Engineering“ gemeint?

Im Rahmen unseres „Intentional Ingeneering“-Ansatzen, also der bewussten Produktentwicklung, verbauen wir erstens einen robusten Stahlrahmen in unsere Geräte und zweitens werden sie während der Entwicklungsphase auf Herz und Nieren getestet. Dafür haben wir ein eigens dafür entwickeltes Testlabor, auch „Folterkammer“ genannt, in der unsere Geräte Stresstests ausgesetzt werden. Sie müssen Hitze, Kälte, Stöße und Dämpfer aushalten, damit sie später sowohl in Kühlhäusern, in der Nähe von Hochöfen, an Fließbändern als auch im Einzelhandel einen möglichst langen Einsatz mit Bravour meistern. Während der Branchenschnitt bei ca. fünf Jahren liegt, sind unsere Geräte für 7+ Jahre ausgelegt. Viele Lexmark-Geräte schaffen spielend zwölf Jahre. Im Umkehrschluss bedeutet das für unsere Kunden, dass sich die Investition in einen Lexmark-Drucker wirklich lohnt und amortisiert. Im Idealfall ist er mehr als ein Jahrzehnt ihr treuer Begleiter, der wenig Wartung und Reparatur benötigt. Er tut, was ein Drucker tun sollte: Geräuschlos im Hintergrund die Arbeit erledigen. Und wenn er auch noch mit möglichst wenig CO2-Fußabdruck daherkommt – umso besser!

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Inwieweit setzt Lexmark mit seiner Remanufacturing-Strategie Maßstäbe in der Branche?

Recycling reicht uns nicht. Warum sollten wir unsere Tonerkassetten schreddern oder unsere Geräte auseinandernehmen und einstampfen lassen, wenn sie noch intakt sind, nur kleine Reparaturen oder Instandsetzungen benötigen oder sich einfach wiederbefüllen lassen? Wir halten das Konzept der geplanten Langlebigkeit und der Wiederaufbereitung für das Sinnvollere. Unser Ziel ist es, dass sich der Kreis in Sachen Materialnutzung wirklich schließt. Das ist Sinn und Zweck der Kreislaufwirtschaft, denn nur dadurch können wichtige Ressourcen durch Wiederverwendung gespart und geschützt werden. Dementsprechend greift auch unser verantwortungsvolles Recycling erst ganz zum Schluss, wenn unsere Geräte, Kassetten, Teile nicht mehr weiter wiederaufbereitet werden können.

Dank unserer Sammelprogramme für Tonerkassetten und Geräte, LCCP und LECP, werden unsere Kartuschen und Drucker zur Wiederaufbereitung nach Zary in Polen transportiert. Unser „Circularity Hub“ in Żary ist das Herzstück der europäischen Kreislaufwirtschaftsstrategie von Lexmark. Dort werden 80% der EU-weiten Kartuschenproduktion abgewickelt – sowohl neue als auch wiederaufbereitete. Die Nähe zu den Kunden reduziert Transportwege und CO₂-Emissionen und schafft gleichzeitig qualifizierte Arbeitsplätze in der EU.

Dank unseres ausgeklügelten, halbautomatisierten Remanufacturing-Systems können wir unsere Kassetten bis zu zehnmal wiederaufbereiten lassen, wohingegen der Branchenstandard bei zwei- oder dreimal liegt. Der Post-Consumer-Recycled-Plastikanteil („PCR“) in unserer Hardware und in unseren Tonerkassetten soll Ende diesen Jahres bei 50% liegen; der Branchendurchschnitt dagegen bewegt sich zwischen sieben und zehn Prozent. In Bezug auf PCR-Gehalt in unseren Geräte kann die neue Lexmark 9er-Serie einen PCR-Anteil (nach Gewicht) von bereits 56% vorweisen, bei einigen Druckermodellen sogar von 73%.

Mit unserem LCCP-Sammelprogramm erzielen wir inzwischen eine Return-Quote von 50% in Deutschland und den USA, weltweit 36%. Zum Vergleich: Der Branchendurchschnitt liegt zwischen 18 und 25%. Damit ist das Lexmark-Druckkassetten-Sammelprogramm eines der erfolgreichsten in der Branche.

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Wie macht sich Lexmark seine Technologieführerschaft für die Kreislaufwirtschaft zunutze?

Neben dem „Intentional engineering“, der bewussten Produktentwicklung, sind wir exklusiver Druckerpartner von drei EU-Projekten, die sich der Kreislaufwirtschaft in der Informations- und Technologiebranche widmen: das bereits abgeschlossene C-SERVEES-Projekt, das mit Hilfe von Blockchain-Technologie Kreislaufwirtschafts-Modelle entwickelt hat, sowie die derzeit laufenden Projekte CE-RISE und DiCiM.

Unter den vielen Bewerbern dieser Projekte gehört Lexmark zu den 1% der Auserwählten aufgrund unserer umfangreichen Erfahrung in Sachen Wiederaufbereitung aber auch aufgrund unseres Know-hows in den Bereichen Internet of Things (IoT), Künstlicher Intelligenz (KI) und Big Data. Insbesondere das DiCiM-Projekt macht sich integrierte digitale Lösungen zunutze, um Geschäftsmodelle der Kreislaufwirtschaft schneller auf den Weg zu bringen. Dazu gehören beispielsweise die Rückverfolgbarkeit der Komponenten und Materialien anhand IoT-gestützter Drucker sowie die Verbrauchs- und Verschleiß-Überwachung, die ebenfalls mithilfe von IoT- und AI-Technologie unterstützt wird. Das CE-RISE-Projekt treibt die Entwicklung eines Digitalen Produktpasses voran. Dabei handelt es sich um einen strukturierten Datensatz, der Informationen über ein Produkt über dessen gesamten Lebenszyklus hinweg bündelt – von der Herstellung über Nutzung und Wartung bis hin zur Entsorgung oder Wiederverwertung. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und datenbasierte Entscheidungen für eine ressourcenschonendere Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen. Des Weiteren geht es bei CE-RISE um die verlängerte Verwendung von Materialien und um die bestmögliche Schonung von Sekundärrohstoffen während der Wiederaufbereitung.

Zum einen bauen diese EU-Projekte auf Lexmarks Know-how und Erfahrungsschatz, sowie dem der anderen Partner, auf. Zum anderen gewinnen wir durch diese Projekte weitere wichtige und bahnbrechende Erkenntnisse und können so unsere eigenen Nachhaltigkeitsinitiativen durch Test-Szenarien, Trial- and Error-Ausprobieren und Best-Practice-Erkenntnissen weitervorantreiben – eine Win-Win-Situation.

Allen drei EU-Projekten gemein ist, u.a. den Produktlebenszyklus von elektronischen Geräten zu verlängern, die Kreislaufwirtschaft durch eine transparente Rückverfolgung bei Lieferkettenprozessen und durch Prozessoptimierung bei der Wiederverwendung, Wiederaufbereitung und Rückgewinnung zu unterstützen sowie insgesamt zum Clean Industrial Deal der EU.

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