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„1000 Akronyme“ – warum der Quereinstieg in die IT oft schwerfällt … und wie er trotzdem klappt

by Agnes Hartl

 OUT NOW im #ConfareBlog: Julian Konitsch – „1000 Akronyme“ – warum der Quereinstieg in die IT oft schwerfällt … und wie er trotzdem klappt

Hohe Gehälter, viel Flexibilität und moderne Themen: IT bietet für viele Menschen ein spannendes Arbeitsumfeld, auch wenn man, so wie Julian Konitsch, sein bisheriges Berufsleben in ganz anderen Aufgabengebieten verbracht hat. Inzwischen hat Julian Karriere als Junior Systemadministrator bei Schrack Technik gemacht, also direkt im Bereich der Hardcore-IT. Julian hat uns erzählt, wie es ihm beim Quereinstieg gegangen ist. Für Neu-Einsteiger hat er drei wichtige Ratschläge.

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War ein Arbeiten in der IT schon immer Dein Ziel?

Nein, ich habe mich zwar immer schon für IT interessiert, wusste aber in jungen Jahren nicht, für welche Profession ich mich schlussendlich entscheiden soll.

Die ersten Erfahrungen in meiner beruflichen Karriere konnte ich in den unterschiedlichsten Bereichen sammeln. Unter anderem habe ich mich bereits als Elektroanlageninstallateur, Zahntechniker, im Versicherungswesen sowie im Elektronik-Fachhandel versucht.

Da ich mich in den späten 90er bzw. frühen 2000er immer mehr für Computer interessiert habe, wusste ich noch gar nicht, dass ich in diesem Zweig einmal arbeiten und vor allem – meine Leidenschaft – finden werde. Dieselbe Leidenschaft teilt mein älterer Bruder, der ebenfalls seit vielen Jahren erfolgreich in der IT tätig ist, dadurch können wir uns auch oft über Themen auf gleicher Augenhöhe austauschen.

Was hat Dich dazu motiviert, den Karriereschwenk zu einer IT-Laufbahn zu machen?

Da ich bereits in meiner Jugend viel mit Computern zu tun hatte, musste ich mir bei technischen Problemen selbst helfen. Ich habe mich wie ein Haifisch in ein Thema reingebissen und erst lockergelassen wenn ich es lösen konnte. Diese „Verbissenheit“ hilft mir – nach wie vor – komplexere Themen zu lösen.

Confare_CIOSUMMIT_Wien_2025

Welche Erfahrungen hast Du dabei gemacht? Wo liegen dabei die Herausforderungen?

Geduldig zu bleiben, analytisch zu denken und Dinge nicht immer so zu sehen, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Ich kann mich an meine Anfänge erinnern, besonders    überfordert war ich mit den ganzen Akronymen, welche teilweise durch die Gegend „geworfen“ werden. Für viele IT-Vertanen ist das zwar selbstverständlich, aber gerade am Anfang einer beruflichen Laufbahn kann das überwältigend und schwierig sein. Besonders bei Team-Meetings oder ähnlichem ist es schwierig dem Gespräch zu folgen wenn man mit den ganzen Abkürzungen aus der IT-Welt noch nicht vertraut ist – erschwert wird das zusätzlich wenn man den infrastrukturellen Aufbau eines Unternehmens noch nicht kennt.

Wie klappt die Zusammenarbeit mit erfahrenen IT-Profis? Was braucht es dafür?

Das kann am Anfang etwas einschüchternd sein, aber der Begriff „IT-Profi“ ist sehr breit gefächert. Es gibt Consultants, welche auf eine gewisse Software oder Hardware spezialisiert sind, aber dafür eher rudimentäres Wissen über andere Systeme verfügen. Die IT-Welt ist dermaßen riesig. So riesig, dass ich mich traue zu behaupten, dass es keinen Experten mit tiefergehendem Wissen über sämtliche Teil-Bereiche der IT existiert. Grundsätzlich sind das auch nur Menschen, welche nicht unfehlbar sind.

Meiner Meinung baut ein guter IT-Profi einen Anfänger auf und zeigt ihm Tricks und Kniffe, um voranzukommen.

Warum sind gerade Quereinsteiger so wertvoll für IT-Abteilungen? Was können sie einbringen?

Quereinsteiger sind sehr wertvoll da sie Qualifikationen aus anderen Branchen (quasi „frischen Wind“) mitbringen und dadurch anders an Themen herangehen oder auch einfach durch andere Berufserfahrungen neue Einblicke und Sichtweisen mit einbringen können. Meiner Meinung nach sehr wichtig für eine IT-Abteilung, egal in welchem Bereich. Ein ehemaliger Marketing-Mitarbeiter, der sich zum Beispiel für die Programmierung von Webshops interessiert, bringt bestimmt optimale Kenntnisse mit, um diesen Shop noch effizienter oder optisch anspruchsvoller umgestalten zu können.

Was sollten „Outsider“ auf jeden Fall über das Arbeiten in der IT wissen?

Die IT ist kein ruhender, sondern ein sich ständig verändernder Markt. Täglich gibt es viele Neuerungen zu entdecken. Es findet viel Selbstrecherche statt und es ist oftmals anstrengend sich durch unmenschlich lange Anleitungen und Artikel zu arbeiten, aber am Ende des Tages wird man belohnt, wenn man an wichtigen Projekten arbeiten darf und man sich dadurch indirekt selbst weiterentwickelt. Kurzum: es wird einem definitiv niemals langweilig werden!

Was sind Deine 3 wichtigsten Tipps an Menschen, die sich beruflich in Richtung IT verändern wollen?

  1. Viel Geduld in den Job mitbringen, oft klappen Dinge nicht auf Anhieb oder verursachen unvorhersehbare Komplikationen, welche oftmals knifflig zu lösen sind.
  2. Stetiges Selbststudium und Recherche um up-to-date zu bleiben. Die IT-Branche ist eine ständig verändernde und wachsende Welt, welche entdeckt und erlesen werden möchte.
  3. Es ist unvermeidbar, dass man sich früher oder später mit Themen konfrontiert sieht, welche unüberwindbar erscheinen. Dafür gilt es Lösungen zu finden.

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