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CISCO – Wie sich der Tech-Gigant in Zeiten von hybrid work neu erfindet

by Yara El-Sabagh

 OUT NOW im #Confare Blog mit Alexander Brauman, CISCO: Wie sich der Tech-Gigant in Zeiten von hybrid work neu erfindet

CISCO, das ist ein offenes Geheimnis, ist der wichtigste Partner von Confare, wenn es um die technische Ausstattung unserer Webinare, Online Meetings und Collaboration geht. Alexander Braumann ist als Workplace-Evangelist bei CISCO und unser wichtigster Ansprechpartner dabei, die sich laufend erweiternden Innovationen und Möglichkeiten zu nutzen, die Webex und die Collaboration Displays Webex Desk Pro, die bei uns im Einsatz sind, zu bieten haben.

In der täglichen Arbeit wird deutlich, dass sich hier ein Unternehmen, das traditionell einen starken technischen Schwerpunkt hat, verändert und es ernst damit meint, die Art und Weise zu gestalten, wie Menschen in Zukunft zusammenarbeiten.

Was dahinter steckt, welche Ziele man dabei verfolgt und was man in Zukunft dabei noch erwarten darf, das wollten wir von Alex wissen.

Mit welchen Entwicklungen darf man denn im Umfeld von Collaboration Tools noch rechnen?

  1. Zwei wichtige Fakten vorab: 98% aller Meetings werden in Zukunft TeilnehmerInnen haben, die nicht im gleichen Raum sind; nur 6.4% aller Besprechungsräume sind mit Video Technologie ausgestattet.
  2. Multiple Meeting Plattformen sind Realität: 85% der Unternehmen geben an, 2 oder mehr Meeting Plattformen zu unterstützen.

*Source:
Cisco Collaboration Devices Decision-Maker Survey, December 2021; N = 1539

Seit zwei Jahren befinden wir uns in der flächendeckenden Transformation zu “Hybrid Work”. Technologie hat grundsätzlich gezeigt, dass „es geht”! Doch viele der verwendeten Technologien stellen immer noch Silos dar. In der nächsten Phase wird es darum gehen, eben diese Silos aufzubrechen. Zoom/Microsoft öffnen ihre Plattformen, da die Nachfrage nach integrierbaren Lösungen wächst. Die Arbeitsplätze, ob im Büro oder zu Hause, und die Meetingräume müssen smart werden.

Wir unterstützen bei dieser Digitalisierung auf allen Ebenen: vom Netzwerk bis zu Endgeräten und Anwendungen. Gebäudesteuerung, Meetingraum-Technologien, Kameras, Sensoren, letztlich ruht alles auf einem sicheren und leistungsstarken Netzwerk auf. Wie immer geht technisch sehr viel, aber es ist zugleich eine große Herausforderung, eine solche Transformation organisatorisch und kulturell unter einen Hut zu bekommen.

Welche Rolle spielt CISCO in diesem Eco-System?

Cisco positioniert sich nach wie vor als “Apple” der Unternehmens-Kommunikation. Hardware + Software + Netzwerk aus einem “Guss”, Sicherheit von Beginn an integriert, und betrieben von einem spezialisierten Cisco Partner.

Es gibt unsere Webex-Suite, die einerseits stetig mit strategischen Akquisitionen um neue Funktionalitäten wie Webinare, Webcasts, oder Live-Umfragen erweitert wird, und andererseits durch eigene Innovationen wie das neue spannende Async Video und Webex Hologram. Bei der Büroneugestaltung ist gerade vor allem unser Cisco Video Device Portfolio gefragt. Das beginnt mit kleinen personalisierbaren Systemen wie der Desk/Desk Mini, oder der neuen RoomBar, bis hin zu den neuen Board Pros und zum brandneuen Roomkit EQ für große Besprechnungsräume. Diese beeindrucken wie gewohnt mit top Audio & Video Qualität. Viele Kunden haben begonnen, die Sensoren in den Geräten für das „smarte Büro“ einzusetzen.

Nicht zufällig jedoch kommt bei unserem neuen Werbeslogan („People – Spaces – Technology“) die Technologie erst zum Schluss. Dies ist für einen Technologiekonzern ein wichtiger Sinneswandel:  erst einmal die Bedürfnisse der Menschen zu verstehen, und die Umgebungen, in denen diese arbeiten, bevor man auf den Einsatz der Technologie zu sprechen kommt.

Wir haben als Cisco spezielle Kundenworkshops entwickelt, um maßgeschneiderte Lösungen zu finden. Aber auch unsere Partner spezialisieren sich immer mehr in diese Richtung: Cisco Partner, die mit Möbelherstellern gemeinsame Betriebskonzepte für Büroumgebungen anbieten – das Beste aus beiden Welten!

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Welche Visionen hat man denn bei Euch, wenn es um New Work und moderne Arbeitsplätze geht?

Chuck Robbins, unser CEO hat auf die Frage nach der eigenen Büro Strategie von Cisco vor kurzem in einem Interview gesagt: “The office must be a magnet, not a mandate!”, das Büro muss ein Magnet sein, und kein Muss!

“Drink your own Champagne”, die eigenen Lösungen selber anzuwenden, ist manchmal gar nicht so leicht. Auch bei Cisco mussten wir Silos aufbrechen, als es um New Work ging: HR-Strategien, Arbeitsplatz-Richtlinien die “schon immer so sind” und eine IT, die einen vor vollendete Tatsachen gestellt hat: “Tuts doch etwas Technik in den verglasten Besprechungsraum”. Hört sich das bekannt an? Auch wir haben die Herausforderung angenommen, dass Architekten, Gebäudemanagement, HR & IT ganz anderes miteinander arbeiten müssen, um Büroflächen neu zu denken und zu realisieren.

Was dabei herauskommen kann, lässt sich am Beispiel unseres rundum neugestalteten New Yorker Büros hier nachvollziehen: https://vr.yulio.com/B4QVFJBs0O (Unter diesem Link kann man sich virtuell durch das Office bewegen.)

Ja, klar, das Design ist “amerikanisch”, natürlich schmunzeln da meine Freunde von Vitra, Sedus & Fritzhansen etwas – das macht man anders in Europa – aber viele Ansätze sind superspannend: 100%ige Power of Ethernet Stromversorgung, die Flächenaufteilung zw. gemeinsam genutzten und individuell genutzten Bereichen wurde vertauscht. Kreative Ruhezonen. Akustikzonen. Jeder Meetingraum voll managebar, zentrales Energie- und Notfallmanagement, optionale Analysen des Nutzerverhaltens, und vieles mehr …

Bitte reinschauen. Office Touren dort sind derzeit sehr gefragt; in Europa werden gerade ähnliche, anschauliche Showcases gebaut.

Erstmals gibts von uns dafür auch umfassende Hybrid Workspace Design Guides, in denen wir weitergeben, was wir bei der Neugestaltung der Räume lernen.
Etwas Fakten zu dem Projekt: https://www.cisco.com/c/en/us/solutions/hybrid-work/request-design-guides.html

Das Büro erfährt aufgrund des Home-Office Hypes eine Neubewertung. Was sind denn die neuen Anforderungen an Architektur, Technologie und Ausstattung?

Die erste Welle hat die Lager der Hersteller von Personal Homeoffice USB Geräten quasi leergefegt. In der darauffolgenden „Return to Office“ Phase wurde vielfach versucht, mit den Geräten die sich im Homeoffice bewährt haben (etwa USB Devices), die Meetingräume im Büro auszustatten. Da wurden auch noch einige Lager leergefegt. Aber nach der ersten Euphorie hat man erkannt, das reicht bei weitem nicht aus. Die Anforderungen daran, eine Bürofläche zu „digitalisieren“ sind halt doch vollkommen anders als im Homeoffice, und mit einem USB-Kastl nebst Bildschirm im Besprechungsraum ist es längst nicht getan.

Wir haben unsere Technologie für die neuen Bedarfe schon „einsatzfertig“ gemacht. Bestes Beispiel ist die neue Partnerschaft zwischen Microsoft und Cisco, von vielen Kunden gewünscht: Microsoft Teams ist allgegenwärtig und eine „native“ Integration in unsere neue Generation des Meetingraum Betriebssystems RoomOS11 trifft da genau ins Schwarze. Zoom & Google laufen ja schon länger integriert auf Cisco Endgeräten. Brücken in der Kommunikationswelt zu bauen, das hat Cisco allen anderen Wettbewerbern voraus.

Warum ist es auch für ein Technologie-Unternehmen wie CISCO wichtig, sich mit den Entwicklungen im Bereich der Bürogestaltung auseinander zu setzen?

Die Technologie allein macht noch kein tolles hybrides Meeting. Als Cisco 2006 TelePresence eingeführt hat, wurde der gesamte Besprechungsraum neu konzipiert: Tisch, Stühle, Raumfarbe und -dimensionen wurden von Cisco vorgegeben. Nur dieses Gesamtkonzept erfüllte den Anspruch, dass man sich bei einer TelePresence-Besprechung im selben Raum fühlt.

Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit ausgezeichneten Möbelherstellern zusammen. Eine super Erfahrung war 2021 ein mehrmonatiger Design Thinking Workshop den wir gemeinsam mit Vitra entwickelt und durchgeführt haben. Da habe ich das erste Mal die Power gespürt, wenn Innenarchitekten Im Duett mit Technologieexperten an neuen Konzepten arbeiten. Mehr Details zu dieser produktiven Partnerschaft finden sich hier: https://gblogs.cisco.com/de/vitra-cisco-space-meets-technology/

Im Oktober 2022 fand die Orgatec statt, die weltweit führende Messe für Ausstattung und Einrichtung von Büro und Objekt. Hier haben wir mit Sedus gemeinsam gezeigt wie man moderne Büroumgebungen abbilden kann. Der wirklich beeindruckenenden Sedus Stand war ständig extrem gut besucht und Interessierte hatten ein super spannender Dialog mit Sedus Workplace Designern gemeinsam mit Cisco Technolgieexperten. Alle haben viel gelernt.

Was bedeutet das alles für die IT-Infrastruktur eines Unternehmens?

Wenn eine moderne, integrierte Kommunikationskultur einzieht, dann kommen natürlich das Homeoffice/Co-Working Spaces/Mobile Workspaces  etc. als neue Arbeitsplätze dazu. Das muss alles sicher und einfach zu verwalten sein.

Historisch wurde die Sicherheit für Kommunikationssysteme gerne vernachlässigt, da wirklich vertrauliche Gespräche eh im Büro stattfanden. Das hat sich schon lange geändert, natürlich werden sensible Information heute auch online ausgetauscht. Damit kommen neue Anforderungen auf die IT zu.

Ein schönes Beispiel ist das Audio Watermarking Feature. Wie schützt man seine geistigen Eigentumsrechte am besten? Dazu werden in einem Online-Meeting die Sprachverbindungen aller Teilnehmer mit einem nicht hörbaren Tag versehen. Sollte jemand Teile des Meetings aufzeichnen, kann man es zu dieser Person zurückverfolgen. Bei solchen Lösungen arbeiten unsere Cybersecurity- und Collaboration-Entwicklungsabteilungen zusammen. Ich denke, solche Synergien werden wir in Zukunft immer öfter sehen.

Blog MEME Alexander Braumann CISCOIT und Technologie spielen auch im Verhältnis von Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine wichtige Rolle – Wer im Unternehmen sollte sich denn mit Gestaltung der neuen Arbeitswelt befassen?

Die Zukunft hybrider Arbeit und hybrider Arbeitsplätze für ein Unternehmen zu definieren und zu gestalten, ist ein gemeinschaftliches Projekt unterschiedlicher Abteilungen. Die Anforderungen müssen gemeinsam erarbeitet und dafür zwischen Menschen mit verschiedenen Zuständigkeiten und Aufgaben „übersetzt“ werden.

Für diese anspruchsvolle Aufgabe haben wir ein spezielles Konzept entwickelt: den Cisco Hybrid Work Discovery Workshop. Diesen gibt’s sowohl als Modul für größere Kunden, das unsere „Customer Success“ Abteilung einsetzt; wir bieten den Workshop aber auch gemeinsam mit Workplace Designern von Möbelherstellern an, oder bei Bedarf gerne auch direkt. Dieser Workshop stellt ein gemeinsames Verständnis zwischen den unterschiedlichen Fachabteilungen her und ermöglicht es durch die sehr visuelle Vorgehensweise  eine gemeinsame Sprache zu entwickeln und unterschiedliche Szenarien bzw. Bedarfe zu diskutieren.

Ziel ist es, bestehende Herausforderungen zu identifizieren, „Best Practices“ zu diskutieren und zu reflektieren, und daraus Lösungsansätze für das eigene Unternehmen abzuleiten.

Welche Fragestellungen stehen im Fokus?

  • Wie schaut das Büro der Zukunft für unser Unternehmen aus?
  • Was muss das Büro “können”, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter es nutzen wollen?
  • Über welche Eigenschaften müssen Meetingräume und -lösungen verfügen, um Besprechungen auch für virtuelle Teilnehmer ohne Nachteile zu ermöglichen?
  • Welche Beispiele gibt es von anderen Unternehmen?

Zielpersonen sind alle, die aktiv an der Gestaltung des neuen Arbeitsplatzkonzepts im Unternehmen beteiligt sind. Fachliche Qualifikationen aus Technik, IT, Gebäudeplanung oder Innenarchitektur sind nicht zwingend erforderlich.

Die Moderation erfolgt meist durch das Cisco Workplace Transformation Team, welches dabei natürlich auch die Erfahrungen aus 20+ Jahren „Hybrider Arbeit“ in die Diskussion mit einfließen lässt.

Dann geht’s an die Organisationsentwicklung: wie begleite ich die Transformation? Ja, die IT kann hier auch der Gestalter sein. Auch hierfür haben wir mittlerweile Partner, das ist ein kritischer Bestandteil für die Weiterentwicklung unseres Ökosystems.

Wachsen HR und IT in Zukunft zusammen?

Es wird interessant, ob man in Zukunft eine stärkere organisatorische Zusammenführung sehen wird. Bei Cisco haben wir vor 4 Jahren Human Resources und Workplace Resources (Arbeitsplatz- und Liegenschaftsverwaltung) in einer Organisation zusammengeführt: People & Communities. Dadurch wurden viele Synergien ermöglicht.Ich bin fest überzeugt, dass eine engere Abstimmung auf jeden Fall ein Win-Win ist, eine organisatorische Zusammenführung ist nicht immer zwingend.
Wenn die IT „remote working“ ermöglicht, werden die Geschäftsbereiche das nutzen wollen, um neue Talente anzusprechen. Ein Beispiel: wenn man Talente für Deutschland sucht, fällt auf, dass der Flughafen mit den meisten Flugverbindungen in deutsche Städte Mallorca ist. Warum nicht jemand einstellen, der die Sonne mag, gerne surft, und je nach Bedarf ab und zu zum Unternehmensstandort jettet. Technisch ausgestattet, um von dort zu arbeiten, ist so jemand schnell. Aber wie muss der Arbeitsvertrag ausschauen, wenn das ein deutsches oder österreichisches Unternehmen ist? Diesen neuen Arbeitsplatz können nur IT & HR gemeinsam bauen.

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