220 für #CIO2020 – Matthias Imhof

by Annecilla Sampt

Über 220 CIOs und Top IT-Manager (m/w) aus dem DACH-Raum sind im Rennen um die prestigeträchtige Auszeichnung CIO OF THE DECADE. Eine Initiative von Confare und EY in Zusammenarbeit mit Superevent.

In dieser Blog-Reihe stellen wir unterschiedliche Persönlichkeiten vor, die für den Award nominiert sind.

Blogbeitrag-ProfilMeme_Matthias Imhof

Matthias Imhof
n`cloud.swiss AG | CIO & COO

Bisherige Stationen:
– Chief Information & Operations Officer | Netkom IT Services GmbH
– Assistent Vice President | Citi
– Manager | Citi

Linkedin

Was sind die wichtigsten Faktoren für den Erfolg als CIO?

Der Erfolg als CIO hängt damit zusammen, erst einmal zu verstehen, dass diese facettenreich und nicht sich auf ausschliesslich technischer Ebene abspielt. Für mich ist ein CIO ein echter Business Leader, der natürlich gleichzeitig auch für die Überwachung der IT-Organisation verantwortlich ist. Daher übernehme ich bei der n’cloud.swiss AG gleichzeitig die Aufgaben eines COO bzw. Betriebsleiters. Das ist schon eine ziemliche Herausforderung. Erfolgreich ist man als CIO, wenn man Folgendes mit grossem Eifer angeht:

  1. Ausgeprägtes Verständnis für die Branche, in der man tätig ist. Für mich heisst das, zu verstehen, wie das eigene Unternehmen positioniert ist und wie zukunftsträchtig man unterwegs ist.
  2. Das Unternehmen in wegweisende Richtungen führen und dabei immer im Kopf behalten, wie schnelllebig unsere digitale Welt geworden ist. Was heute angesagt ist, kann morgen schon wieder vergessen sein.
  3. Überwachung der Umsetzung von IT-Strategieplänen und des laufenden Betriebs.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Aufgaben des CIO? Haben sich diese in der letzten Dekade verändert?

Der CIO leitete in der Vergangenheit die Bereiche Datenverarbeitung und Informationssysteme. Heute sieht das ganz anders aus. Die Fähigkeiten und Verantwortlichkeiten, die der moderne CIO innehat passen sich an dem sich wandelnden Gesicht der Unternehmen unserer heutigen Zeit an, das heisst Fokus auf Technologie, wettbewerbsorientierte Geschäftsumgebung, digitale Transformation und vieles mehr.

Wenn man mich fragt, was meine Aufgaben als CIO sind, muss ich gestehen, dass ich aufgrund ihrer Vielfältigkeit keine exakte Antwort geben kann. Als CIO sehe ich mich verantwortlich dafür, einen sogenannten Business Value bzw. Geschäftswert durch Technologie zu erkennen und die erfolgreiche Umsetzung voranzutreiben. Ich bin auch vermehrt für die strategische Planung der Wachstumsziele der n’cloud.swiss AG mitverantwortlich. Gleichzeitig muss ich sicherstellen, dass die technischen Systeme und Verfahren zu Ergebnissen führen, die den Geschäftszielen entsprechen. Ich bin der Meinung, dass CIOs ein entscheidender Bestandteil der digitalen Transformation eines Unternehmens geworden sind.

Wie sehen Sie das Spannungsfeld zwischen Business und IT? Hat sich das Verhältnis verändert?

Cloud Computing, Big Data, IoT, KI und alle neuen, sowie kommenden Technologien beeinflussen als Teil einer digitalen Disruption die Richtung von Konsumgütern stärker. Mit diesen Technologien als echte Herausforderung kümmert sich der CIO weniger darum, die IT-Abteilung zu leiten und lenkt den Fokus vermehrt Themen wie Datensicherheit und Marktreichweite. Andere Aufgaben umfassen natürlich auch das

Supplier Management, Risk Management, Budgets, aber auch ISO Themen, um Standards festzulegen. Die IT hat gewinnt immer mehr an Einfluss und ist mittlerweile schon ausschlaggebend für den Erfolg eines Unternehmens. Ich bin überzeugt, dass die IT verstärkt als Innovationstreiber im gesamten Unternehmen gefragt sein wird. Will man als Unternehmen bei der digitalen Transformation erfolgreich sein, muss man auf alle Fälle die IT stärker in die Entwicklung des Unternehmens einbeziehen.

Was sehen Sie denn als Ihre grössten Erfolge in den letzten 10 Jahren?

Ich hatte während meines gesamten beruflichen Werdegangs das Privileg, Führungspositionen zu übernehmen und dabei mein Wissen nicht nur auszubauen, sondern auch weiterzugeben. Im Jahr 2009 habe ich mit André Matter, dem Gründer und Geschäftsführer der n’cloud.swiss AG, mit n’cloud die erste Schweizer IaaS/SaaS Cloud aufgebaut, noch vor Grössen wie Google oder Microsoft. Über Nacht wurden wir damit zu Cloudpionieren und konnten im Betrieb mit unseren eigenen Cloudlösungen arbeiten und diese dann sogar Kunden zu Verfügung stellen. Auf so ein Erfolgserlebnis schaue ich sehr gerne zurück und finde darin auch die Motivation das Unternehmen weiter voranzutreiben, nicht nur in der Schweiz, sondern auch weltweit. Langfristigkeit spielt dabei eine unheimlich wichtige Rolle. Aus n’cloud ist innerhalb dieser letzten 10 Jahre die Schweizer Alternative zu Amazon AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud Platform entstanden.

Worauf ich stolz bin, ist, dass wir auf den sogenannten digitalen Zug bisher immer erfolgreich mit hauseigenen Lösungen springen konnten. Natürlich sind Partnerschaften von grosser Bedeutung und Partner waren schon immer eine grosse Hilfe für uns als Unternehmen. Ich bin aber froh, dass ich als CIO über technisches Know-How verfüge, aber auch, dass ich verstanden habe, dass meine Aufgaben weit mehr sind als Datenverarbeitung und Informationssysteme.

Wie gestalten Sie die Rolle als Führungskraft und Talente-Manager?

Ein CIO ist der Lenker und Taktgeber in Bezug auf wegweisende Technologien für Unternehmen. Das wiederum heisst natürlich nicht nur IT-Prozesse verwalten, um bestimmte Ergebnisse zu erzielen, sondern auch Mitarbeiter zu führen, um diese Ziele zu erreichen. Ich bevorzuge ehrlich gesagt eher den Begriff Partnerschaft als klassisches Führen. In dem Sinne, baue ich als CIO starke Partnerschaften mit meinen Mitarbeitern, aber auch mit Geschäftspartnern. So verstehe ich meine Rolle als Führungskraft. Gemeinsam Ziele setzen diese gemeinsam erreichen, darauf kommt es an. Natürlich ist bei dem ein oder anderen Mitarbeiter eine bestimmte Überzeugungsarbeit zu leisten, je nach Grad der Veränderung, die eine neue Technologie mit sich bringt. Ich gebe aber auch als Talent Manager unserer hauseigenen n’cloud Academy angehenden Systemtechniker so viel meines Wissens auf dem Weg ihrer Ausbildung mit, dass sie eine gewisse Affinität haben für Themen rundum Digitalisierung, Big Data, IoT uvm. Damit möchte ich, einen grossen Einfluss auf den Erfolg ihrer Ausbildung und auf ihre meine berufliche Laufbahn haben.

Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen, um als CIO Karriere zu machen?

Lead differently. Das sollte man verinnerlichen können, bevor man sich für den Weg eines CIO entscheidet. Die typische Stellenbeschreibung vom HR dürfte aussagen, dass man als CIO einen IT-Hintergrund mit Abschlüssen in Informatik oder Softwaretechnik haben sollte. Das mag stimmen, aber die Fähigkeiten des modernen CIOs sind tatsächlich vielfältiger und dabei spielen Soft Skills und Führungsqualitäten eine ausschlaggebende Rolle. Ein Geschäftssinn und Affinität für den Markt sind beides ein Muss. Dementsprechend wird der moderne CIO eher aus Geschäftsabteilungen als aus der IT gefördert werden. Als CIO sollte man ausserdem ein kreativer Denker sein und für Mitarbeiter schwierige technisch versierte Themen durch intelligente und analytische Fähigkeiten näherbringen können. Wichtig ist dabei Zusammenarbeit, weshalb ich Führung mit Kollaboration verbinde. Letztendlich sind wir erfolgreich, wenn wir an einem Strang ziehen.

Was bedeutet die Auszeichnung CIO OF THE DECADE für Sie persönlich?

Die Nominierung habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Für mein Team der n’cloud.swiss AG und für mich persönlich würde die Auszeichnung CIO OF THE DECADE eine Anerkennung unserer gemeinsam erbrachten Leistungen bedeuten. Die Auszeichnung würde ich nicht als meine eigene sehen, sondern ich würde sie mit meinem Team teilen. Auf unsere Leistung der letzten Jahre können wir stolz sein und ich freue mich auf die Zukunft.

Wir wünschen Matthias Imhof und allen Nominierten viel Erfolg!

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