Eckes-Granini CIO Holger Schlenger: Tools, Daten und e-Commerce – Die Digitale Transformation beim Fruchtsaftriesen

by Yara El-Sabagh

OUT NOW: Exclusive im #Confare Blog mit Holger Schlenger, CIO Eckes-Granini: Tools, Daten und e-Commerce – Die Digitale Transformation beim Fruchtsaftriesen

Granini, YO, Pago, hohes C, die Produkte und Marken der Eckes-Granini Group gehören zu unserem Alltag. Dahinter stecken Tradition und viel Vertrauen. Das Unternehmen, das Trends geprägt, Menschen begeistert und Märkte definiert hat, hat auch weiterhin einen hohen Anspruch um den Bedürfnissen seiner Kunden zu genügen.

Dafür braucht es Innovation und Transformation, ist Chief Information Officer Holger Schlenger überzeugt. Im Blog Interview erzählt er davon, welche Veränderungen dafür notwendig sind und wie man wahre Digitale Transformation in Angriff nimmt, ohne das über lange Jahre verdiente Vertrauen des Kunden aufs Spiel zu setzen.

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Welche Rolle spielen Innovation und Digitale Transformation für ein Traditionsunternehmen wie Eckes-Granini?

Wir wollen in den nächsten Jahren den Anteil von Innovation am Umsatz verdoppeln. Darüber hinaus wollen wir alternative und digitale Absatzkanäle nutzen. Wir können unseren E-Commerce über Handelspartner und Direktvertrieb noch weiter ausbauen. Wir wollen mittelfristig bis zu jeden zehnten Euro online verdienen.

Diese ehrgeizigen Ziele habe wir bereits vor gut einem Jahr auch personell untermauert. Ágnes Kovács wurde als unsere Chief Marketing & Innovation Officer (CMO) in unseren Vorstand berufen. Ihr Verantwortungsbereich umfasst neben strategischer Markenführung, R&D und Customer Development künftig auch das Innovationsmanagement sowie Category & Revenue Growth Management.

Zusätzlich haben wir eine weitere Führungsposition neu geschaffen und mit einem absoluten Hochkaräter besetzt: Chaichana Sinthuaree ist der erste Chief Digital & Media Officer (CDO) in der Geschichte des Unternehmens. Chai verantwortet als Teil des Executive Management Teams bei Eckes-Granini die Entwicklung einer gruppenweiten Digitalstrategie mit Fokus auf der Erschließung neuer digitaler Absatzkanäle entlang der Customer Journey sowie einem konsistenten Markenerlebnis über alle Vertriebskanäle hinweg.

Sowohl Ágnes als auch Chai berichten direkt an unseren CEO, Tim Berger.

Welche Bedeutung hat der CIO dabei? Hat sich die Aufgabenstellung geändert?

Intern haben wir gleich in der ersten Woche unser „Golden Triangle“ bestehend aus CMO / CDO / CIO etabliert, um gemeinsam und sehr zügig unsere Digital Business Roadmap zu erstellen. Diese beinhaltet einige „low hanging fruit“, die bereits umgesetzt wurden. Mit der Einführung von „Adverity“ können wir unseren Medieneinsatz jetzt viel datenbasierter steuern. Mit „Accolade“ erreichen wir die volle Transparenz und Digitalisierung unserer Innovation Pipeline. Zur Zeit implementieren wir eine gruppenweite Headless Commerce Architektur, um unsere digitalen Auftritte wesentlich einheitlicher, effizienter und agiler zu managen. Die erste Piloteinführung ist bereits erfolgt.  Darüber hinaus arbeiten wir an einer echten Digitalen Transformation, um neue Absatzkanäle zu erschließen und unseren Verbrauchern anhand von Daten viel persönlichere Angebote zu machen. Eine smarte Datenarchitektur wird hierzu der Schlüssel sein.

Nachhaltigkeit ist eines der Schlüsselthemen für Ihr Unternehmen – was kann die IT dazu beitragen? Welche Rolle spielen Daten dabei, diese Herausforderungen zu meistern?

In der Tat brennt das ganze Unternehmen für das Thema Nachhaltigkeit. Insofern arbeiten nahezu alle Abteilungen an ständigen Verbesserungen und stellen an die IT sehr konkrete Projektanforderungen. Diese werden in unserem PMO Office mit besonderer Priorität versehen und zügig umgesetzt. Besonders rund um den Einkauf unserer Rohwaren legen wir uns die Latte selbst immer höher und haben mittlerweile Tools, um die schiere Anzahl von Daten und Zertifizierungen zu meistern. Darüber hinaus sind wir Gründungsmitglied der „JuicyChain“ (JuicyChain | Home), die mithilfe von Blockchain Technologie die Transparenz der gesamten Lieferketten verbessern soll.

Wie verändert sich die Zusammenarbeit zwischen Business und IT?

Ehrlich gesagt gefällt mir die Unterscheidung nicht. IT ist Business und umgekehrt. Lassen Sie mich die Antwort auf die Frage so formulieren: Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Penetration der IT in die Abläufe der anderen Business Functions im Wesentlichen noch auf ERP, Produktion und Bürokommunikation konzentriert. Haben wir in der Vergangenheit ausnahmsweise auf anderen Feldern gespielt, so wird das jetzt zur Regel. Die IT ist jetzt gefordert, deutlich paralleler und mit einer deutlich höheren Anzahl an Stakeholdern zu arbeiten. Wir sind kein reiner Dienstleister, sondern Teil des Geschäfts. Insofern hat sich die Sportart geändert, sie ist auch anstrengender, auch verantwortungsvoller, durch schnellere Ballwechsel bisweilen auch etwas hektischer, aber sie macht auch deutlich mehr Spaß!

Wieviel gesellschaftliche Verantwortung trägt man als Führungskraft und insbesondere als CIO?

Digitalisierung und der Klimawandel führen zu tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft. Hier ist jeder einzelne in Politik, Wissenschaft und in den Unternehmen in der Verantwortung. In den Unternehmen ist insbesondere der CIO in seiner Rolle als Transformation Leader gefordert, um einerseits das Tempo hochzuhalten und andererseits den sinnvollen, rechtlich und ethisch einwandfreien Einsatz von Daten zu gewährleisten.

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