Insider-Tipps von whatchado CEO Jubin Honarfar: So punkten Unternehmen bei Bewerbern*innen wirklich

by Yara El-Sabagh

#ConfareBlog mit Jubin Honarfar out now: Insider-Tipps von whatchado CEO Jubin Honarfar: So punkten Unternehmen bei Bewerbern*innen wirklich

Der Confare #CIOAWARD bedeutet nicht nur ein Schulterklopfen für Leistungen, die eine IT erbringt. Er hat sich seit vielen Jahren auch immer mehr zu einem Werkzeug für das Employer Branding von IT-Abteilungen entwickelt.

Auch beim Swiss #CIOAWARD arbeiten wir daher wieder mit whatchado zusammen um CIOs als attraktive Arbeitgeber zu positionieren. Persönlich trifft man das Team rund um CEO Jubin Honarfar beim Confare Swiss #CIOSUMMIT in Zürich. Im Interview spricht Jubin über Arbeitskräftemangel, was Recruiter leisten müssen und wie ein modernes Arbeitsumfeld aussieht.

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Man spricht nicht mehr von Fachkräfte- sondern schon von Arbeitskräftemangel – Was ist da wirklich dran?

Das ist in der Tat zutreffend. Wo man sich über die vergangenen Jahre immer über den Mangel an Fachkräften beklagte, fehlen heute Arbeitskräfte auch überall dort, wo die kritische Infrastruktur bedroht ist. Maler*innen, Bäcker*innen und Mitarbeiter*innen in der Gastronomie. Und das ist erst die Spitze des Eisbergs – Experten*innen gehen davon aus, dass in den nächsten 15 Jahren etwa sieben Millionen Menschen auf dem Jobmarkt fehlen werden.

Die Gründe hierfür sind so vielfältig wie komplex – natürlich ist der demographische Wandel mit schwachen Geburtenjahrgängen ursächlich für eine große Zahl fehlender Arbeitskräfte, jedoch verschlimmern unzählige weitere Faktoren die Lage am Arbeitsmarkt. Die Berufslehre und (duale) Ausbildungen haben über die vergangenen Jahrzehnte – sehr zu Unrecht – bedeutend an Attraktivität eingebüsst.

Der Trend zu langjähriger akademischer Ausbildung, eine massive Landflucht von jungen Arbeitskräften und die Umwälzungen der Corona-Pandemie haben ihr Übriges getan: Arbeitskräfte fehlen nun an allen Ecken und Enden – insbesondere in systemerhaltenden Berufen. Viele jüngere Arbeitnehmer*innen fordern heute außerdem deutlich selbstbewusster mehr Flexibilität, bessere Arbeitsbedingungen und gerechtere Bezahlung, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Nicht nur viele Unternehmen bleiben hier auf der Strecke – ganze Branchen können ihre Stellen nur mit größtem Aufwand besetzen, weil diese nicht mehr attraktiv genug erscheinen. In den vergangenen zwölf Monaten konnten deutschlandweit mehr als 30 % aller offenen Stellen nicht mehr durch passend qualifizierte Arbeitskräfte besetzt werden – die Lage in Österreich ist kaum besser. In manchen Gegenden bleiben gar über 60 % der offenen Stellen unbesetzt (vgl. Dettmer et al., 2022). Dieser Mangel an Arbeitskräften bedroht unseren Wohlstand und die Versorgungssicherheit in der gesamten DACH-Region massiv, sind diese doch ganz entscheidend von einem florierenden Arbeitsmarkt abhängig.

Wie stellt ihr selbst sicher, dass ihr die richtigen Leute für euer Unternehmen begeistert?

Ich denke, dass wir qualifizierte Bewerber*innen vor allem durch unsere einmalige Unternehmenskultur überzeugen. Wir legen größten Wert auf eine offene und flexible Teamarbeit, in der wir alle aufeinander vertrauen können und füreinander da sein können. Bei uns ist es bereits seit vielen Jahren möglich, nach Wunsch zu 100 % aus dem Home Office zu arbeiten, da wir durch unsere Work Cloud absolut vernetzt sind – trotzdem kommen wir alle gerne regelmäßig in unser schönes Büro auf der Mariahilfer Straße in Wien, weil die Stimmung einfach passt.

Hohe soziale Intelligenz, fachliches Können und das berühmte Quäntchen Humor sind uns wichtig und wir bemühen uns, mit gutem Beispiel in die Arbeitswelt der Zukunft voranzugehen.

Mit 1. Januar 2022 haben wir deshalb auf die 4-Tage-Woche (32 h) bei vollem Gehalt reduziert, um das Wohlbefinden unserer Teammitglieder*innen weiter zu steigern. Wir wollen zeigen, dass Effizienzsteigerung und Optimierung nicht unbedingt als weitere Chance zur Gewinnmaximierung betrachtet werden müssen, denn das wichtigste Kapital unseres Unternehmens ist unser leistungsstarkes Team aus vielen hochqualifizierten Talenten. Wenn wir uns wohl fühlen, geht es unserem Unternehmen gut und wir können mit viel Motivation und höchstem Engagement an der Weiterentwicklung unseres Unternehmens arbeiten. Höchste Kunden*innenzufriedenheit ist unser täglicher Ansporn. All diese Dinge haben sich herumgesprochen und uns einen enormen Zulauf an Bewerbungen beschert, mit dem wir selbst nicht gerechnet hätten.

Der Arbeitsmarkt ist angespannt – Was bedeutet das für das Recruiting? Was muss man heute anders machen?

Man muss Bewerbern*innen auf Augenhöhe begegnen und sie mit konkreten Vorteilen überzeugen können. Meiner Ansicht nach punktet man vor allem mit einer wertschätzenden und offenen Unternehmenskultur, flexiblen Arbeitszeitmodellen und einem guten Gehalt. Letzteres ist vor allem in Zeiten hoher Inflation und großen globalen Unsicherheiten noch deutlich relevanter geworden, doch längst nicht alles. Wenn man den Menschen in den Mittelpunkt stellt, ist vieles möglich.

Welche Mittel, Methoden und Medien helfen wirklich dabei?

Viele haben uns über die Jahre für unseren starken Fokus auf Employer Branding, Transparenz und „Wohlfühlen am Arbeitsplatz“ leise belächelt, denn die Bewerbungen trudelten ja auch ohne Bemühungen im Employer Branding in großer Zahl ein. Nun zeigt sich, dass es ohne attraktive Arbeitgebermarke und ehrlichem Engagement kaum mehr möglich ist, Bewerber*innen für sich zu gewinnen.

Im Rahmen einer Online-Umfrage haben wir in den letzten Monaten über 30.000 junge Menschen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zu ihren Erwartungen an ihre Arbeitgeber*innen befragt.

Für das Recruiting ergaben sich hierbei viele spannende Erkenntnisse, denn junge Menschen legen großen Wert auf aussagekräftige Stellenanzeigen, glaubhafte Einblicke in die Unternehmenskultur und interessante Aufgaben im Job. Ein gutes Gehalt rangiert ebenso sehr hoch in der Gunst der Bewerber*innen.

Ich weiß, dass es im Hinblick auf eine anspruchsvolle junge Generation, für die Zufriedenheit im Job, Wertschätzung, Flexibilität und Selbsterfüllung höchste Bedeutung haben, oftmals kein Leichtes ist, als attraktive*r Arbeitgeber*in wahrgenommen zu werden. Unternehmen sollten glaubhaft darstellen, was sie auszeichnet, welche Werte ihr Tun leiten und was sie ihren Beschäftigten bieten können.

Mein Rat ist, sich an professionelle Partner*innen zu wenden und mit spannenden Einblicken in vielseitige Arbeitsbereiche zu überzeugen. Besonders wichtig ist, auf Augenhöhe der Bewerber*innen zu kommunizieren und die Inhalte zeitgemäß zu überbringen – am besten im Videoformat und über soziale Medien.

Welche Rolle spielt whatchado im Recruiting-Ecosystem?

Wir sind Pioniere*innen, wenn es um Videoformate in HR, Recruiting und Employer Branding geht. Über die Jahre haben wir uns stetig weiterentwickelt und sind nun mit über 8.000 Video-Jobeinblicken, 550 Unternehmensprofilen und unserer Jobplattform für Berufseinsteiger*innen und Young Professionals zur größten Video-Karriereplattform in Europa gewachsen. Wir unterstützen unsere Kunden*innen dabei, auf dem Arbeitsmarkt als attraktive Arbeitgeber*innen sichtbar zu werden und sich von der Konkurrenz abzuheben.

Was steckt hinter eurer Digital Recruiting Agentur? Was können sich eure Kunden erwarten?

Über die Jahre haben wir geballte Erfahrung in den Bereichen Employer Branding, Digital Recruiting, Social Media Marketing und Video Content Production gewonnen und möchten diese nun als Agenturleistung an unsere Kunden*innen weitergeben. Besonders hervorheben möchte ich unsere Social Media Recruiting Kampagnen, die wir auf Basis des Corporate Design unserer Unternehmenskunden*innen schnell, unkompliziert und ohne weiteren Aufwand für unsere Klienten*innen realisieren können. Höchste Kosteneffizienz und die überdurchschnittlichen Leistungsparameter unserer Recruiting Kampagnen auf Social Media machen uns in diesem Zusammenhang besonders stolz.

Was sagt der neue Firmenname aus?

Unsere Agentur haben wir im Wiener Dialekt g’mahde wiesn (Lautschrift: gmà:de wi:sn) getauft, weil wir überzeugt sind, dass wir vor unserem langjährigen Know-how den Recruiting-Erfolg unserer Klienten*innen sicherstellen können.

Quellenverzeichnis

Dettmer, M., Diekmann, F., Jauernig, H., Müller, M. Preker, A., Schmergal, C., Wagner, J.: „Jetzt brennt die Hütte“. In: DER SPIEGEL, Nr. 29, 16.07.2022. Seiten 8-15.

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